Zeit

Fr 10.5.2024
19.00 Uhr

Ort

Kunsthalle Exnergasse

Silvia Noronha, Shifting Geologies, 2020-ongoing, Mixed media, Foto / Photo: Sebastian Eggler
KunstAusstellung
Kunsthalle Exnergasse

traces of vanishing landscapes

Neben Silvia Noronhas ortsspezifische Installation in der Ausstellung vanishing structures. Politiken des Verschwindens gibt es am 10.5.24 um 19.00 Uhr ein Filmscreening von "The Future of Stones - speculation on contaminated matter" 2016, (7:15 min) mit anschließendem Gespräch mit der Künstlerin.

In ihrer fortlaufenden künstlerischen Recherche „Shifting Geologies” richtet Silvia Noronha den Blick in eine mögliche Zukunft. Die Rauminstallation verweist darauf, wie archäologische Funde in einer fernen Zeit aussehen könnten und thematisiert damit, was diese einmal über den Umgang mit unseren Umwelten verraten werden.

In einem Prozess, bei dem die Künstlerin gefundene Materialien extremer Hitze aussetzt, wird ein Vorgang imitiert, der Teil geologischer Entwicklungen ist – beispielsweise die Entstehung von metamorphem Gestein durch den Anstieg von Temperaturen oder Druck tief in der Erdkruste. 

Von Menschen gemachte Materialien wie Elektronik oder Plastik, Rückstände und Überreste von Zivilisationen verbinden sich in den einzelnen Teilen der Installation mit natürlichen und organischen Materialien und lassen so einen Rückschluss auf das menschliche Wirken in der Umwelt zu. Miteinander verschmolzen und ineinander gepresst, verraten die Objekte etwas darüber, was die menschliche Zivilisation zurücklässt und wie eine Geologie aussehen könnte, nachdem menschgemachte und natürliche Materialien im Lauf der Zeit ineinander übergegangen sind. „Shifting Geologies” zeichnet dabei jedoch kein konkretes dystopisches Abbild einer vermeintlichen Zukunft, sondern stellt vielmehr die Frage, wie diese aussehen könnte und regt an, darüber nachzudenken, was man selbst hinterlassen will. 


Die Ausstellung vanishing structures. Politiken des Verschwindens untersucht, welche Fragestellungen und sozialen, politischen und ökologischen Bedingungen mit dem Verschwinden von Architekturen, Landschaften, Personen oder Traditionen verknüpft sind. Dabei werden schleichende Prozesse, beispielsweise Veränderungen im urbanen Raum, ebenso betrachtet wie die Zeitlichkeit globaler Warenströme oder fiktive Zukunftsszenarien, die voraussetzten, dass heutige Zivilisationen nicht mehr existieren. Der Fokus des Projekts liegt auf Veränderungsprozessen, Verlorengegangenem und Abwesenheiten, die oft nur von Wenigen oder gar nicht bemerkt werden. Die beteiligten Künstler_innen arbeiten vor unterschiedlichen lokalen und kulturellen Hintergründen und mit verschiedenen künstlerischen Ansätzen zu den Politiken des Verschwindens und ermöglichen einen translokalen Blick auf das Thema.

Künstler_innen: Ana Alenso, Anca Benera & Arnold Estefan, Chan Sook Choi, Karolina Freino, Shirin Mohammad, Silvia Noronha, Maha Yammine und Christof Zwiener

Kurator: Vincent Schier

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