Workshop: BEYOND LABELS
The Workshop BEYOND LABELS is part of the exhibtion “after the last ready-made”.
Worldwide over 150 billion pieces of clothing are produced per year... Yet many of these clothes are left unworn and unloved …
How do we meet the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs? What if we could slow down, fostering a culture of appreciation instead of exploitation? What if instead of appropriating, using and discarding we could switch our practices to caring and reparing?
During this workshop we will reflect on our relationship with clothing, the concept of planned obsolescence, fleeting trends, perishable materials, and about repair as a post-capitalist care practice.
Bring your favorite piece of clothing and one piece you would like to give away.
after the last ready-made
Künstler*innen: Danilo Andrés, Atabey fka Carlos Maria Romero, Feministisches* Bloco Descolonial, Zosia Hołubowska, Otto Krause & Milan Loviška, Nina Sandino, Kia Sciarrone, Anita Steinwidder
Kuratiert von Dorian Bonelli und Frederik Marroquín
after the last ready-made ist eine Ausstellung, die im Rahmen des Community Festivals “Synergies of Solidarity” von Queer Art Spaces Vienna stattfindet.
Statt als Teil einer vorgegebenen Identität wird Queerness dabei als Strategie begriffen, den Verwerfungen unserer Zeit mit künstlerischen und solidarischen Konzepten aus der Community zu begegnen. Festival Management und Leitung Queer Art Spaces Vienna: Michael Kaufmann und Jasmin Hagendorfer
Das Readymade stand einst für eine radikale Geste: den Moment, in dem ein industriell (vor)gefertigter Alltagsgegenstand, seines ursprünglichen Kontexts enthoben, als Kunst benannt und neu gedacht werden konnte. Ein Jahrhundert später verkehrt sich die Logik des Readymade wieder in ihr ursprüngliches Gegenteil. Unsere Kleidung, unsere Identitäten, ja sogar unsere Wünsche werden als standardisierte, schnell verfügbare, allgegenwärtige und endlos austauschbare Güter dargeboten.
after the last ready–made versammelt queere Künstler*innen, die durch ihr Arbeiten mit Textilien und Kleidungsstücken sowie in ihrem Umgang mit Materialien diesen Zustand hinterfragen. In unserer Bekleidung treffen Körper, Industrie und Selbstinszenierung aufeinander. Sie markiert eine der intimsten Schnittstellen zwischen Massenproduktion und eigener Identität.
Im Zeitalter der Fast Fashion ist die Herstellung von Kleidungsstücken durch globale Systeme des Raubbaus von Ressourcen und deren Entsorgung sowie von Ausbeutungsmechanismen geprägt. Als Gegenpol zu diesem Regime der vorgefertigten Identitäten und Warenförmigkeit stehen die Werke dieser Ausstellung für Verlangsamung, das Teilen, Reparieren und Sich-Verwandelns.
In der queeren Praxis wird Identität seit Langem nicht als etwas Gegebenes, sondern Gemachtes verstanden – sie entsteht im Improvisieren, Verändern und stets neu Verhandeln. So gesehen erklärt die Ausstellung nicht einfach das Ende des ready-made-Objekts. Sie fragt, was danach kommt: wenn Körper sich den standardisierten Formen verweigern, wenn Materialien überarbeitet statt konsumiert werden, wenn Mode vom Wegwerfprodukt zu einem Raum kollektiver Vorstellungskraft und unsere selbstgewählte zweite Haut wieder sensibel wird.
Gefördert durch WASt, Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten, ÖH Uni Wien
Unterstützt durch Schlumerger











