
Do 21.5.2026
9.00 - 12.30
kex—kunsthalle exnergasse
B
SOUNDING OURSELVES
Im Rahmen der Ausstellung High on Distortion, Low on Reception entwickelten Schüler*innen in einem zweiteiligen Workshop das Klangstück "JAMS SCARE", das die Vielfalt der Klasse hörbar macht. Ausgangspunkt war die Frage, wie eine Klasse klingt und welchen Platz jede*r Einzelne im Klang einer Gemeinschaft einnimmt.
Für die Gestaltung dieser Soundcollage setzen sich die Schüler*innen mit ihren Körpern als Klangkörper auseinander und begaben sich auf die Suche nach ihrem ganz persönlichen Sound. Diese Stimmungen, individuelle Geräuscheigenschaften und schwingenden Momente fingen die Jugendlichen mit Aufnahmegeräten (kabellosen ASMR-Mini-Mikrofone) ein und bearbeiteten die Klänge mit Soundprogrammen. Sie nutzen aber auch bereitgestellte Requisiten und warfen so gleich auch einen Blick/ein Ohr auf den Beruf der Geräuschemacher*innen.
Gemeinsam erarbeiteten die Schüler*innen aus ihren Einzelklängen eine Komposition für eine Live-Choreografie zum Abschluss des Workshops. Zum großen Finale stimmte jede*r Einzelne in unser Crescendo mit ein.
Gefördert vom OeAD und Bundesministerium für Bildung.
Zwischen Lautem und Leisem, Wahrnehmbarem und Verdrängtem widmet sich die Gruppenausstellung High on Distortion, Low on Reception den Klängen unserer Gegenwart – überlagert von Verzerrung, verloren in der Resonanz. Im Mittelpunkt steht dabei ihre Form als Kommunikation, Empfindung und kulturelle Erfahrung.
Poetisch wie analytisch erkunden die künstlerischen Arbeiten das Potenzial von Klang als vielschichtigem Medium – jenseits ästhetischer Kategorien oder sprachlicher Bedeutung. Sie machen verborgene, oft bedrohliche Facetten unserer Klangwelten erfahrbar: das Dröhnen menschlicher Eingriffe in Ozeane, das Verstummen von Insekten, das Rauschen unsichtbarer elektromagnetischer Felder oder der Donner akustischer Aggression. Innerhalb der Ausstellung begegnet uns Klang einerseits als politische sowie affektive Artikulation, andererseits als Ausdruck von kultureller Identität. Zugleich erscheint er als Werkzeug sozialer Kontrolle, als Auslöser veränderter Wahrnehmung oder als Spur, die sich in Ökologien, Räume und Erinnerungen eingräbt.
Künstler*innen: Natalia Dominguez Rangel, Jung An Tagen, Marlene Kager, Christina Kubisch / Peter Kutin / Florian Kindlinger, Suchart Wannaset, Hui Ye in Zusammenarbeit mit Qu Chang, Samo Zeichen / Paula Bracker
Kuratiert von Elisabeth Falkensteiner, Nora Mayr
Im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026, ein Projekt des KunstHausWien
Unterstützt durch den Otto Mauer Fonds
















