Eine WIN-WIN Situation in der Bildungsberatung

Eine Bildungsberaterin berät eine Kundin

Eine WIN-WIN Situation in der Bildungsberatung

Ein Bericht aus der WUK Bildungsberatung

Bildungs- und Berufsberaterin Astrid Lanscha erzählt, wie eine Beratungskundin nach einem Beratungsgespräch zu ihrer Persönlichen Assistentin wurde.

Beitrag von Astrid Lanscha, WUK Bildungsberatung

Seit einigen Jahren bin ich nun im WUK als Bildungs- und Berufsberaterin tätig. Das bedeutet: Ich unterstütze unter anderem Personen dabei, herauszufinden in welchem Berufsfeld sie in Zukunft arbeiten möchten. Manchmal ist das Anliegen meiner Beratungskund_innen auch, einen neuen Beruf zu finden. Ganz selten erfahre ich, ob meine Kund_innen erfolgreich bei der Arbeitsplatzsuche waren.

An einem Freitag, als ich wieder beraten habe, war es allerdings andersrum. Ich würde sagen, es war eine Win-Win Situation für meine Beratungskundin und mich.

Folgendes hat sich ereignet: Meine Kundin war für lange Zeit im handwerklichen Bereich tätig. Obwohl ihr die Arbeit dort Spaß gemacht hat, verlor sie ihre Stelle aufgrund zu weniger Arbeitsaufträge. Die Jobsuche gestaltete sich aufgrund des Alters als eher schwierig. Die Kundin erzählte mir, dass sie ihre momentane Situation trotz Jobsuche sinnvoll nutzen will. Sie fing ein Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen an - ehrenamtlich. Im Laufe des Beratungsgesprächs stellte sich heraus, dass sie gerne bezahlt im Behindertenbereich arbeiten möchte. Die Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich sind ihr aber zu teuer. Ich recherchierte nach Jobmöglichkeiten im Sozialbereich und stellte ihr das Berufsbild der Persönlichen Assistenz vor. Ein Persönlicher Assistent oder eine Persönliche Assistentin unterstützt behinderte Personen bei all jenen Tätigkeiten, die Mann oder Frau aufgrund einer Behinderung nicht durchführen kann. Sie war sehr interessiert.

Aufgrund meiner körperlichen Behinderung unterstützen auch mich Persönliche Assistent_innen im Alltag. Einige Wochen vergingen und in meinem Assistenzteam wurde eine Stelle frei. Da ich so beeindruckt von dem Engagement und der Zielstrebigkeit meiner ehemaligen Kundin war, fiel sie mir plötzlich wieder ein. Ich rief sie an und fragte nach, ob sie noch immer gerne im Sozialbereich und als Persönliche Assistentin arbeiten möchte. Ihre Antwort war „JA, sehr gerne“.

Seit Jänner 2019 verstärkt sie nun mein Assistenzteam und ist bei der WAG Assistenzgenossenschaft Teilzeit angestellt. Die WAG Assistenzgenossenschaft unterstützt Menschen mit Behinderungen dabei Persönliche Assistenz zu nutzen und zu organisieren. Wir beide sind sehr zufrieden - eine Win-Win Situation eben.

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