Ein anderer Weg zum Traumberuf

Viele verschiedenen Hunde vor einer pinken Wand

Ein anderer Weg zum Traumberuf

Eine spacelab-Erfolgsgeschichte

Die Geschichte eines Jugendlichen, der mit Unterstützung von spacelab in der Tierpflege einen Beruf fand, in dem er richtig aufblühen konnte.

Beitrag von Isabella Birkl-Rosenberg und Herbert Schmitzberger, Produktionsschule spacelab

Als M zu spacelab kam, hatte er bereits zweieinhalb Jahre ohne Tagesstruktur hinter sich. Aufgrund seiner schwierigen, häuslichen Situation hatte er seiner Familie verschwiegen, dass er schon über zwei Jahre nicht mehr ins Gymnasium ging. Zu dieser Zeit hatte M viele Sorgen und wenig Zutrauen in sich selbst. Darüber hinaus beschäftigen ihn noch andere Themen, so dass er nicht an seine berufliche Zukunft dachte. Auf Anraten von Freunden kam er zu spacelab, um zumindest wieder in einen geregelten Tagesablauf zu finden.

Anfangs bereitete M die regelmäßige Anwesenheit noch Schwierigkeiten, doch schon bald gewöhnte er sich an die neue Struktur. Durch die Unterstützung seines Coaches, gelang es ihm, sich nach und nach seinen privaten Unsicherheiten zu stellen und sich damit zu beschäftigen, wie er in der Arbeitswelt Fuß fassen könnte. Tiere faszinierten ihn schon immer und da er sich sehr gut vorstellen konnte auch mit ihnen zu arbeiten, wurde ihm prompt eine Berufserprobung in der Vetmed organisiert.

Eine Woche war er Teil des Teams der Kleintierchirurgie und hatte die Möglichkeit, verschiedene Tiere zu umsorgen. Von Beginn an bewies er ein gutes Händchen und viel Geschick und so wurden ihm sogar Aufgaben zugeteilt, welche sonst nur ausgebildete Tierpfleger_innen durchführen (z.B. die Tiere vom Warteraum abholen und selbstständig in die zuständige Abteilung führen). Dies erfüllte M mit großer Begeisterung und Stolz, so dass er dabei richtiggehend aufblühte.

Nach dieser Woche, die seiner Meinung nach viel zu schnell verging, war sein Wunsch als Tierpfleger zu arbeiten auf jeden Fall geweckt. Um verschiedene Bereiche und Aufgabengebiete kennenzulernen, stand bald eine zweite Erprobung im Raum.

Diesmal stimmte der Verein der Wildtierhilfe einer vierwöchigen Mitarbeit für drei Tage die Woche zu.  Die zwei anderen Tage wurden genutzt, um mit spacelab an weiteren Lösungen für seine privaten Unsicherheiten zu arbeiten.

Wie auch schon bei seiner ersten Erprobung integrierte sich M. schnell in das Team und begeisterte die Mitarbeiter_innen nicht nur mit seinem Engagement, sondern auch mit seiner freundlichen, zurückhaltenden Art und seiner fehlenden Scheu, selbst unangenehme Aufgaben sorgfältig zu erledigen.

So verging auch diese Zusammenarbeit für beide Seiten wie im Flug und Ms Erprobung wurde kurzer Hand verlängert. Spätestens jetzt wusste er mit Sicherheit, dass für ihn kein anderer Beruf in Frage kommt.

Fast zeitgleich fand er mit Unterstützung von spacelab eine eigene, finanzierbare Wohnung, wodurch sich die familiäre Situation etwas entspannte. Jetzt konnte die Lehrstellensuche beginnen.

Dabei stellte sich bald heraus, dass im Bereich Tierpflege kaum Lehrstellen ausgeschrieben waren. So entstand der Plan, die Ausbildung im Rahmen einer Tierpflegeschule zu absolvieren. Die damit verbundenen Schulkosten wären für M jedoch nicht aufzubringen gewesen. So schien M sein neues Ziel fast unerreichbar, was ihn erneut frustrierte. Zur richtigen Zeit entdeckte M jedoch eine ausgeschriebene Lehrstelle, für die er sich unmittelbar bewarb. Mit Erfolg!

Seit April absolviert M nun eine Lehre als Tierpfleger bei der Uni Wien. Wir wünschen ihm das Allerbeste und freuen uns sehr mit ihm.

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