Heavy Metal

Eine Wand mit Werkzeugen

Heavy Metal

Eine spacelab-Erfolgsgeschichte

Wie sich eine spacelab-Teilnehmerin mit Leidenschaft für Werkzeuge und Metall endlich beruflich ausprobieren durfte und so schließlich ihre wahren Talente und Ziele entdeckte.

Beitrag von Monika Maurer, Arbeitscoach Produktionsschule spacelab

S. hat die Schule mit 15 verlassen. Was ihr im Gymnasium fehlte, war der Zugang zum Praktischen, zum Handwerklichen. In der Experimentierwerkstatt der Produktionsschule spacelab am Standort Sachsenplatz fand sie vieles, was sie während ihrer Schulzeit vermisste: Personen, die sie fragten, was sie wollte, nette Kolleg_innen und vor allem Werkzeug und Werkbänke.

Anfangs war der berufliche Plan noch etwas verworren, aber das Ziel war klar: Metall. Metall in jeder Form, in jeder Größe.

Zu Beginn suchte sie nach einer Ausbildung zur Messerschmiedin. Da es die Lehre de facto nicht mehr gibt, musste der Plan geändert werden. Aufgrund der Großzügigkeit eines Messerschmieds konnte sie kostenlos einen dreitägigen Workshop besuchen, bei dem sie selbst ein Messer herstellte.

Die berufliche Suche ging weiter. Es folgte eine einwöchige Erprobung in einer Schlosserei. Was erschwerend hinzukam, war, dass Schlossereien eher in Niederösterreich zu finden sind denn in der Bundeshauptstadt.

Und so kam es dann auch. S. konnte einen 9-wöchigen Lehrgang zur Berufserprobung in einer Kunstschlosserei in Niederösterreich absolvieren. Sie durfte sich handwerklich ausprobieren und hat von der Esse bis zum Kerzenständer sehr vieles kennen und anwenden gelernt.

Während dieser Zeit kam sie einmal auf Besuch ins Büro am Sachsenplatz und war wie ausgewechselt. Sie roch nach Werkstatt, ihre Körperhaltung war aufrecht und stolz, ihre Hände waren schmutzig und sie lächelte breit.

Es folgte eine Erprobung in den Lehrwerkstätten der ÖBB. Ihr Talent wurde dort rasch erkannt und sie fand sich schnell in die Gruppe der Lehrlinge ein.

Nun, nachdem die Bewerbung für eine Lehrstelle als Maschinenbautechnikerin bei den ÖBB abgeschickt wurde, bleibt nur eines zu hoffen: dass sie im Herbst täglich in ihre Arbeitshose schlüpfen kann und ran darf ans Metall!

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