WUK Bildungshaus

WUK Bildungshaus

Bildung ist mehr als Wissensvermittlung. Bildung ist Selbstermächtigung!

Das WUK – Veranstaltungsort, ein Kulturzentrum und irgendwie alternativ. Gab es da nicht auch mal eine Schule? So oder so ähnlich reagieren viele Wiener_innen, wenn sie nach dem WUK
gefragt werden. Und ja, da war was mit Bildung und Schulen. Und ist es immer noch.

Aus dem Archiv des Schulkollektivs

Bis 1979 beherbergte die ehemalige Lokomotivfabrik in der Währinger Straße 59 das Technologische Gewerbemuseum, kurz TGM. Im selben Jahr, als die heutige HTL in den 20. Bezirk übersiedelte, gründeten engagierte Eltern eine Schule, in der Kinder, Lehrer_innen und Eltern ihre Beziehungen gleichberechtigt und partnerschaftlich gestalten und die ein Modell für Demokratie,
Selbstorganisation und selbstbestimmtes Lernen sein sollte. Was im Amerlinghaus begann, feierte vergangenen Herbst sein 40-jähriges Bestehen: Das Schulkollektiv im WUK, das heute mit einer weiteren Schule und vier Kindergruppen den selbstverwalteten Kinder- und Jugendbereich des WUK bildet.

„Das WUK schafft soziale Freiräume und Experimentierfelder, in denen sich ein kreatives, gesellschaftsgestaltendes Potential entwickeln und in der Praxis erproben kann.“

Aus dem  WUK Leitbild von 1994

Apropos Jugendliche. Nach dem Eröffnungsfest am 3. Oktober 1981 beschäftigte der Verein WUK ab 1982 die ersten sechs arbeitslosen Jugendlichen, die bei der Instandsetzung des desolaten Hauses in der Währinger Straße mithelfen sollten. Noch bevor die ersten Konzerte in der großen Veranstaltungshalle stattfanden, entstand so das „WUK Jugendprojekt“, das bis ins Jahr 2005 hunderte benachteiligte Jugendliche zu Maurer_ innen, Maler_innen und Tischler_innen ausbildete. Zu diesem damals einzigartigen Projekt gesellten sich bald weitere innovative Bildungsangebote. Inzwischen unterstützen WUK Bildungs- und Beratungseinrichtungen mehr als 5.000 Menschen jährlich bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt.

Der Name WUK Werkstätten- und Kulturhaus erhob nicht den Anspruch, ein Bildungshaus zu sein. In der Praxis sind künstlerisches Schaffen und Bildung im WUK aber eine untrennbare Einheit – getragen vom Anspruch, Gesellschaft zu gestalten. Was im WUK entsteht, das soll nach außen wirken. Sich einen Überblick über die Workshops und Kurse aus allen Sparten zu verschaffen, ist aufgrund der Fülle an Angeboten mittlerweile sogar für Insider schwierig geworden. Afrikanisch Trommeln, Radio machen, Fahrrad reparieren, Manga zeichnen, Deutsch lernen.

Barbara Mair

Was auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun hat, wird von einem gemeinsamen, auf dem Leitbild des WUK basierenden Verständnis von Bildung umklammert. Bildung im WUK ist weit mehr als Wissensvermittlung. Sie unterstützt persönliche, emanzipative Entwicklungsprozesse, durch die die Beteiligten ihre Handlungsspielräume erweitern können. Sie ist durchwegs kritisch und lässt im gemeinsamen Tun neue Blickwinkel entstehen. Das Ziel aller Bildungsangebote im WUK ist letztlich die Selbstermächtigung der Teilnehmenden. (pk)

WUK Bildungsbroschüre

Partizipativ entstand auch die neue WUKBildungsbroschüre, in der diese Leitgedanken weiter ausgeführt werden und die versucht, die Vielfalt der Bildungsangebote des WUK übersichtlich darzustellen. Die Broschüre kann auf bildung-beratung.wuk.at heruntergeladen werden.

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