Zeit

Fr 20.10.2023
14:00 - 18:00 Uhr

Ort

KEX Dependance am Zukunftshof

ELIA NURVISTA, (Früchtlinge), (2018), (exhibition view, variable dimension),(Courtesy of KfW Stiftung)
KunstZusammen & LebenWorkshop

Talking Food

KEX RESIDENZ

Mit Katalin Erdődi, Marta Fernández Calvo, Irene Lucas, Elia Nurvista, Johannes Wiener

Die Kunsthalle Exnergasse ist mit dem Artist-in-Residence Programm „KEX Residenz“ eine Kooperationspartnerin des Zukunftshofs. Dieser ehemalige Gutshof ist ein Zentrum für urbane Landwirtschaf und Ernährung sowie eine sozial-ökologisch orientierte Stadtteilentwicklung am Rand der Stadt Wien, inmitten eines projektierten Stadterweiterungsgebiets.

Im Rahmen der KEX Residenz kommen jeweils Künstler_innen, Kurator_innen oder andere Kulturschaffende für eine Zeit nach Wien, deren Praxis an der Schnittstelle von Kunst, Urbanismus, Ökologie angesiedelt ist, mit inhaltlichem Fokus auf den Themen (urbane) Landwirtschaft und Ernährung, Stadterweiterung, Kreislaufwirtschaft.

Für „Talking Food“, ein Storytelling-Format mit landschaftlichen Erkundungen am Zukunftshof, werden Initiativen, Künstler_innen, Wissenschaftler_innen, Landwirt_innen, Kurator_innen oder Stadtplaner_innen eingeladen, die sich mit ähnlichen Inhalten befassen wie die aktuellen KEX Resident_innen. Die Gäste bringen einen Gegenstand, ein Zitat, eine Geschichte oder Werkzeug mit, das für die eigene Arbeit oder Inhalte steht. Beim Erzählen über das, was einem wichtig ist, werden Verbindungen geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht sowie Neues entdeckt und die Perspektiven verschoben.


Teilnehmer_innen

Katalin Erdődi ist Kuratorin, Dramaturgin und Autorin mit Arbeitsschwerpunkten in sozial engagierter Kunst, experimentell-performativen Praktiken und Interventionen im öffentlichen Raum. Aktuell forscht sie, unter Anwendung kollaborativer künstlerischer und kuratorischer Ansätze, zu soziopolitischen Transformationsprozessen im postsozialistischen ländlichen Raum. Projekte (Auswahl): Collaborative Village Play (seit 2021) mit Antje Schiffers/Myvillages, eine Reihe von Performances/Filmen in Zusammenarbeit mit ländlichen Gemeinden: Watermelon Republic (2021, Nagykamarás/Szeged, HU), The Fish Auctioneer’s Song (2022, Porto do Son, ES), Old Trees Cast Shadows (2022, Bostelwiebeck, DE).

Marta Fernández Calvo lebt und arbeitet als Künstlerin und Forscherin in Madrid. Ihre Praxis dreht sich um Performativität und das Immaterielle. Über Kulturen des Kochens und Storytelling versucht sie, kollektive Situationen der Fürsorge und Gegenseitigkeit zu schaffen. Diese Form der Auseinandersetzung und die sich daraus ergebenden Prozesse finden als ephemere Interventionen in Kunsträumen und Galerien, in öffentlichen und häuslichen Umgebungen ihre räumliche Entsprechung. Calvos Arbeiten waren unter anderem in Ausstellungen wie No Soul for Sale in der Tate Modern in London, Utopia Station auf der 53. Biennale di Venezia und Querer parecer noche im Centro de Arte de Dos de Mayo in Madrid zu sehen.

Irene Lucas ist Künstlerin für visuelle und soziale Praxis. Ihre partizipativen Interventionen, die sie in Zusammenarbeit mit dem Künstler und Kameramann Christoph Euler entwickelt, fördern eine neue visuelle Sprache und eine neue Esskultur im öffentlichen Raum, um das Verständnis von Umwelt und Umgebung zu stärken und eine Vernetzung zu schaffen, die die Grenzen zwischen bildender Kunst, Aktivismus und Bildung überschreitet. Ihre Arbeit basiert auf einem nomadischen interventionistischen Ansatz, um Geschichten über ortsbezogene Lernerfahrungen, neue Verbindungen zur Umwelt und Identität in einem Prozess zu erzählen, der audiovisuelle Werkzeuge, Installationen vor Ort und Performances umfasst.

Elia Nurvista employs a wide range of artistic media and an interdisciplinary approach in her focus on the discourse about food. Through food, she scrutinizes hegemonic power regimes and uncovers social and economic inequalities in this world. In workshops, study groups, and publications or site-specific interventions, performances, videos, and art installations, she investigates the social implications of the food system, while critically addressing issues such as ecology, gender, class, and geopolitics. In 2015, she initiated the food study group Bakudapan with colleagues from different disciplines. She is also part of the solidarity plattform Struggles for Sovereignty: Land, Water, Farming, Food.

Johannes Wiener, von seiner Ausbildung her Gärtner, arbeitet an der Schnittstelle von Ökologie, Kunst, sozialer Gerechtigkeit, Landwirtschaft und Architektur. In der Vermischung von praktischen, handwerklichen, kooperativen, animistischen und theoretischen Zugängen versucht er neue Zugänge zu grundlegenden Fragen der ökologischen und sozialen Krise zu entwickeln. Er ist Gründer des Vereins agri_culture.

Der Aufenthalt von Marta Fernández Calvo im Rahmen der KEX Residenz wird durch die Acción Cultural Española - AC/E unterstützt.

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