Zeit

Mi 18. Mai 2016,
16.00 Uhr

Ort

Kunsthalle Exnergasse

The School of Kyiv, Kyiv Biennial 2015, Sujet: Till Gathmann, Detail

Ukraine in Flames: What Art Can Tell After the Revolution

Im Rahmen von „Die Schule von Kyiv” in der Kunsthalle Exnergasse

18. Mai 2016, 16.00, Diskussion
Ukraine in Flames: What Art Can Tell After the Revolution
TeilnehmerInnen: Oleksandr Burlaka, Vasyl Cherepanyn, Lesia Khomenko, Serhiy Klymko, Lesia Kulchinska, Anya Medvedeva, Maria Teteriuk

Die Ereignisse des Winters 2013/2014, bei denen neue Medien eine zentrale Rolle spielten, kulminierten in einer vielfach zitierten „Social-Media-Revolution“ oder sogar „visuellen Revolution“ mit ihren Milliarden von nutzerInnengenerierten Aufnahmen und Inhalten sowie tausenden Narrativen. Die vom Fernsehen live übertragenen Bilder vom Majdan-Platz initiierten auch neue Prozesse im Bereich Film, Musik und Kunst. Auch zwei Jahre danach ist die Ukraine noch stets ein Land zwischen Revolution und Krieg, das im Osten einen Hybridkrieg durchzustehen hat und in dessen Zentrum eine Hydra aus rechter Politik und Korruption heranwächst.
Was ist die Aufgabe der zeitgenössischen Kunst in einer (post)revolutionären Situation? Ist sie zwingend dazu bestimmt, eines der Medien der Revolution zu sein? In der Diskussionsrunde besprechen wir die Position des/der KünstlerIn und der Kunstinstitution in diesem Zusammenhang und über die Legitimität ihrer Standpunkte.


Weitere Termine im Rahmen von  „Die Schule von Kyiv” in der Kunsthalle Exnergasse: 

18. Mai 2016, 19.00, Eröffnung der Ausstellung
Ausstellung: 19. Mai – 29. Mai 2016
Öffnungszeiten: täglich 13.00 – 18.00
Into the Dark
Kuratiert von Hudrada

21. Mai 2016, 17.00, Präsentation
David Chichkan. How to Make the Radical Left Art in Ukraine

21. Mai 2016, 19.00, Vortrag
Lesia Kulchinska. In-hibition: A Story of Love and Hatred Towards Art

Ein Projekt der “Schule von Kyiv” in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Exnergasse.


Biografien der TeilnehmerInnen:

Hudrada (Kreativkomitee) ist als kuratorische und aktivistische interdisziplinäre Gruppe seit 2008 aktiv. Hudradas Mitglieder sind Architekten, politische AktivistInnen, ÜbersetzerInnen, AutorInnen, DesignerInnen und KünstlerInnen. Die von Hudrada organisierten Projekte basieren auf einer Diskussion, die die Erfahrung der Teilnehmenden miteinander verbindet. Diese Projekte werden in Form von Ausstellungen durchgeführt, die zu einer Plattform für theoretische Arbeit werden, sowie im Rahmen von öffentlichen aktivistischen Kampagnen.

Lesia Khomenko wurde 1980 in Kiew, Ukraine, geboren. Sie schloss ihr Studium an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kiew 2004 ab. Sie ist Gründungsmitglied der R.E.P. Gruppe und der kuratorischen und aktivistischen Vereinigung Hudrada. Ihre Arbeiten waren in unterschiedlichen Solo- und Gruppenausstellungen zu sehen, darunter im Rahmen des Hauptprojekts der 1. Kiew Biennale of Contemporary Art Arsenale 2012 (Kiew); des Nationalen Kunstmuseums der Ukraine (Kiew); der White Box Gallery (New York); im MUMOK (Wien) und in der Zacheta Gallery (Warschau). Sie stand auf der Shortlist des PinchukArtPrize (2009, 2011, 2013), des Future Generation Art Prize (2012) und des Kazimir Malevich Artist Award (2012). Sie lebt und arbeitet in Kiew.

Oleksandr Burlaka wurde 1982 in Kiew geboren. Er graduierte an der Fakultät für Architektur an der Nationalen Universität für Konstruktion und Architektur in Kiew (2005). Er ist Mitglied der Melnychuk-Burlaka-Kunstgruppe und Co-Gründer der aktivistischen Kuratoren-Vereinigung Hudrada. Im Rahmen universitärer Studien befasste er sich mit dem Thema Architektur und ihrer Transformation in post-sowjetischen Ländern. Er lebt und arbeitet in Kiew.

Das Visual Culture Research Center (VCRC) wurde 2008 als Plattform für die Zusammenarbeit zwischen akademischen, künstlerischen und aktivistischen Gemeinschaften gegründet. Das VCRC ist eine unabhängige Initiative, die an Publikationen sowie an künstlerischen Aktivitäten, an wissenschaftlicher Forschung, der Organisation öffentlicher Vorträge, Diskussionen und Konferenzen beteiligt ist. 2015 erhielt das Visual Culture Research Center den European Cultural Foundation’s Princess Margriet Award und wurde zur Organisations- Plattform des Projekts „Die Schule von Kiew“ der Kiew Biennale.

Lesia Kulchynska, Ph.D. in Filmwissenschaften, ist eine Forscherin am Institut für Film- und Fernsehwissenschaften an der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine sowie Associate Professor an der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie. Sie ist Kuratorin im Visual Culture Research Center. Sie schreibt über Kultur und soziale Themen für verschiedene ukrainische Magazine; sie lebt und arbeitet in Kiew.

Vasyl Cherepanyn wurde 1980 in Ivano-Frankivsk geboren und lebt in Kiew. Er ist Leiter des Visual Culture Research Center und Herausgeber des „Political Critique“-Magazins (ukrainische Ausgabe). Er arbeitet als Dozent am Institut für Kulturwissenschaften der Nationalen Universität Kyiv-Mohyla-Akademie und ist Doktor der Philosophie (spezialisiert auf Ästhetik). Er ist außerdem als Gastdozent am Institut für Höhere Studien der „Political Critique“ in Warschau, Polen, und am Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald der Greifswald Universität, Deutschland, tätig. 

Maria Teteriuk, PhD candidate in Mass Communications, joint program of National University of ‘Kyiv-Mohyla Academy’, Ukraine and Autonomous University of Barcelona (UAB), Spain. Senior lecturer in Media Studies at Mohyla School of Journalism. Currently a Junior Visiting Fellow at IWM, Ukraine in European Dialogue program. Previously worked as a freelance cultural journalist ('Kino-Teatr' Magazine, Korydor, Ukrains'ka Pravda, LB.ua). Research interests: political communication, discourse analysis, sexual rights, queer theory. 

Serhiy Klymko ist Kurator, Kulturmanager und Journalist. Er kuratierte und co-kuratierte eine Reihe von Projekten, darunter Ukrainian Body, Unrendered Spaces, Some Say You Can Find Happiness There und andere. Er ist außerdem Co-Gründer des Nyzhnioyurkivska 31 Jugendzentrums und Co-Organisator des DIYstvo-Festivals in Kiew. Er ist Inhaber eines Master’s Degree in Kulturwissenschaften und lebt in Kiew.

IZOLYATSIA ist eine Kulturplattform, die in Donetsk gegründet und anschließend zwangsweise von den paramilitärischen Einheiten der Volksrepublik Donezk (DPR) besetzt wurde. Sie wurde dann im Exil weitergeführt, siedelte sich aber 2014 erneut in Kiew an, von wo aus sie nun Projekte sowohl in der Ukraine wie auch weltweit initiiert und präsentiert.
Zu diesen Projekten gehört ZMINA, eine Reihe kreativer und Bildungsinitiativen in der Ostukraine, das internationale Residency-Programm Architecture Ukraine (Mariupol-Kiew), die Ausstellung Culture and Conflict: IZOLYATSIA, die im Exil im Palais de Tokyo (Paris), in DOX (Prag) and in der Heinrich Böll-Stiftung (Berlin) gezeigt wurde, das #onvacation project bei der Biennale di Venezia (Venedig) und das in Zusammenarbeit mit Storefront for Art and Architecture (New-York). durchgeführte Projekt Letters to the Mayor.

Anya Medvedeva ist Communications Direktorin der Stiftung IZOLYATSIA–Plattform für Kulturinitiativen. Geboren in Donetsk lebte sie in Hamburg, Deutschland, und in verschiedenen ukrainischen Städten (Charkiw und Kiew). Sie ist Inhaberin eines Bachelor-Abschlusses in Wirtschaftswissenschaften und eines Masters in Übersetzungswissenschaften (Englisch, Deutsch) von der Donetsk Nationalen Universität. Sie war zudem in leitenden Positionen in Wirtschaftsangelegenheiten im Deutschen Generalkonsulat von 2010–2011 sowie als stellvertretende Leiterin des Marketing-Büros Donetsk der Österreichischen Botschaft in der Ukraine von 2006-2010 tätig.

Gesamtprogramm "Die Schule von Kyiv" in Wien
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