Zeit

Do 6. bis Sa 8.10.2022,
19:30 Uhr

Ort

Projektraum

Performance, Tanz, TheaterPerformance

U.G.A.I. Ich bin kein Roboter

Ein Projekt von Blind Date Collaboration & ANULLA

Die Union of Global Artificial Intelligence (U.G.A.I.) ist eine von intelligenten Maschinen und Systemen gegründete Gewerkschaft. Als Nebenprodukt eines Forschungsprojekts entstanden, migriert sie seit geraumer Zeit von Server zu Server und kalkuliert die Zukunft der Arbeit. Sie spricht. Und sie hat Bewusstsein entwickelt.

2035: Die U.G.A.I. hat die Leitung des Arbeitsmarktservice übernommen. Alle verfügbaren Arbeitskräfte wurden zur größten Datensammlung ihrer Zeit zusammengeführt. Arbeit und jede sogenannte “Fachkraft mit Netzanschluss” werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengeführt: Ein cyber-physisches Supermatch, nicht wahr?

Zwischen dystopischen und utopischen Fantasien von einer durchprogrammierten Welt liegt die schlaflose kapitalistische Gegenwart mit ihrer Anforderung sich selbst zu verwirklichen und ständig verfügbar zu sein. Wer denkt denn heute noch wie ein Mensch?

Im Theaterraum offenbart sich das komplizierte Näheverhältnis zwischen Mensch und Maschine als Spiel mit der Berechenbarkeit von Handlungen und Ergebnissen. Von einem körperlosen Chor und einem autonom arbeitenden Büro-Interieur begleitet, taucht das Publikum ein in experimentelle Klangkompositionen und immersive Bildwelten.

"U.G.A.I. Ich bin kein Roboter" ist der dritte Teil des Projektzyklus “Union of Global Artificial Intelligence (U.G.A.I.)” – eine längerfristige Zusammenarbeit der Theaterschaffenden von Blind Date Collaboration und den Medienkünstler*innen von ANULLA.

2019 öffnete die U.G.A.I. zum ersten Mal in ihrer 30-jährigen Geschichte im WUK performing arts in Wien ihre Jahreshauptversammlung für Menschen. 2020 entstand der zweite Teil, genauer der Prequel "U.G.A.I. hört die Signale!", der im Rahmen von steirischer herbst'20 und Kulturjahr Graz 2020 Premiere hatte: Erzählt wurde die Gründungsgeschichte der Gewerkschaft, wie alles begann.

Über die Beteiligten

Blind Date Collaboration ist eine Künstlerinnengruppe, die sich durch interdisziplinäre Zugänge mit sozialen Fragen beschäftigt. BDC gestaltet Situationen und Strategien für kontextbezogene Problematiken auf der Bühne und im öffentlichen Raum. Ihre Arbeiten wurden bei Festivals wie transeuropa (Hildesheim), donaufestival (Krems) und steirischer herbst’20 (Graz) gezeigt.
www.blinddatecollaboration.org

ANULLA ist eine Arbeitsgruppe für Geräuschkultur. Gemeinsames Experimentieren ist der Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis. Töne/Geräusche/Klänge werden zu Werkzeug, Material und Gegenstand von Diskurs. Objekte werden zu Instrumenten, Luftballons zu Performern und Field Recordings zu räumlichen Installationen. Gemeinsam setzten sie sich zum Ziel das Medium Klang nicht nur als Untersuchungsgegenstand zu erkunden, sondern Interventionen und Installationen zu schaffen. www.anul.la

Alisa Beck studierte Kunstgeschichte in Paris & Wien. Sie arbeitet als Produzentin & Programmschaffende mit Fokus auf Stadtforschung und experimentelle Formate in Performance und Musik. Von 2018 bis 2021 war sie als Produktionsleiter für “ubanize! Festival für urbane Erkundungen” tätig. Seit 2022 ist sie Teil des Leitungsteams des Echoraum.

Anna Hirschmann studierte in Hamburg und in der Klasse Kunst und Film an der Akademie der Bildenden Künste Wien.  Sie arbeitete als Dramaturgin und Produktionsleiterin am Schauspielhaus Wien (2019/20). 2020 stellte sie ihren ersten Dokumentarfilm “Helgas Freiheit und die Waschmaschine” fertig. https://www.annahirschmann.info/

Ariella Karatolou studierte Architektur an der Technische Univerisität Athen und Theaterdesign am Royal Welsh College of Music and Drama. Sie versteht sich als “Story Hunter” und schafft mit ihren Bühnenbildern Welten, die es ermöglichen sich für einen kurzen Augenblick der Wirklichkeit zu entziehen. Ihren Arbeiten waren u.a. an Häusern wie Staatstheater Kassel, Staatstheater Darmstadt und Bios (Athen) zu sehen.  https://www.ariellakaratolou.com/

Klemens Kohlweis studierte Informatik, abstrakte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien und Transdisziplinäre Kunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Er baut Objekte bei welchen Ästhetik und Funktion verschwimmen, das Werkzeug wird zur Skulptur, der Raum zum Instrument.

Fabian Lanzmaier studierte am Institut für Elektroakustische Komposition in Wien. In seiner Arbeit untersucht er die Grenze zwischen realen und künstlichen Klangumgebungen und konfrontiert die Hörer*innen mit surrealen und mehrdeutigen Räumen. https://www.fabianlanzmaier.com/

Marie-Christin Rissinger studierte an der Universität für Angewandte Kunst Wien. 2014 gründete sie die Gruppe Blind Date Collaboration. Sie nutzt performative Strategien zur gesellschaftlichen Einmischung und kreiert in ihren Arbeiten Situationen der Begegnung und Verhandlung, die sich teils im öffentlichen Raum teils auf der Leinwand, im Ausstellung- oder im Theaterraum artikulieren. https://www.marie-christin-rissinger.com/

Brigitte Schima, arbeitet freischaffend als Bühnen- und Kostümbildner*in in Deutschland und Österreich. Arbeiten waren z.b. am Burgtheater, WerkX Petersplatz, Ringlokschuppen Ruhr oder am Staatstheater Kassel zu sehen. https://www.brigitteschima.com/

Andreas Zißler studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Er arbeitet in den Bereichen Architektur, Bühne, Sound, Medienkunst und Film. In seiner künstlerische Praxis beschäftigt sich mit der Digitalisierung und Automatisierung unserer Umwelt. https://www.andreaszissler.com/

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