
Di 11.8.2026
20.30
Eintritt frei
Hof
Der Täubling
Herr Täubling (Mit vollem Namen: Amadeus Magnus Ephraima Täubling)
Akademischer Grad: Prof. für Angewandte Misanthropie
Genre: Touretterap
Begründer der Strömung des Radikalen Misanthropismus
Besondere Merkmale: gepflegtes äußeres Erscheinungsbild
Berühmte Zitate: "DU PENNER!!!"
"Der Text ist vollkommen zusammenhanglos, die Melodie passt da kein Stück zu und im Video seh ich ein Kerl, der anscheinend gerne Lippenstift benutzt und sich auch sonst anzieht wie eine Transe. Ich kann diesem Crap nichts abgewinnen. Das ist doch nur was für Kiddies aus dem Ghetto, die zu beschränkt sind, um zu sehen, dass das hier einfach scheiße ist." (dpa)
„Hinter den Provokationen steckt hoch dramatische, traumatisierte und traumatisierende Musik, die ihresgleichen sucht. Das Gesicht, das dieses bittersüße Gift ausspuckt, ist immer hinter einer alptraumhaften Hasenmaske versteckt. Wenn man sich auf die wütende Groteske des Täublings einlässt, wird man dennoch einiges lernen: Über die Kraft von Worten, über das Jonglieren am Abgrund des menschlichen Seins, über das Loslassen. Konzerte werden zu gemeinsamen Therapie-Sessions, jeder wird mit den eigenen Perversionen konfrontiert." (Kölner Stadtrevue)
Holy Shit! Hier sind sie wieder die Platzkonzerte! Klare Kante, guter Ton! Heuer mit queerem Electro Trash Pop von POPSCH, anarcho New-Wave-Post-Punk von ROLLTREPPE und radikalem Free-Jazz-Hip-Hop von und zu KOENIGLOLLIPOP. Ratta Tatta Peng Peng! So knallen PALOMA 004 Indie-esk ins sommerfrische Gemüse, während GATAFIERA mit funky Reggeaton-Riot Wadeln dort hinrichtet, wo sie hingehören. Den Auftakt zum Radau zupft diesmal DER TÄUBLING selbst und swingt den WUK-Hof prophylaktisch mit fidel misanthropem Dada-Tourette-Rap ein. Hört, hört! So addiert sich das Programm aus musikalischen Raritäten der Sonderklasse wieder zu einem akustischen Feuerwerk, das die Ohrmuscheln proper poliert.
Kuratiert wird das Programm im dritten Jahr vom Veranstaltungskollektiv BRUTTO aka Rania Moslam, Lisa Kortschak und Gregor Mahnert, das bisher u.a. im brut Theater Eventreihen auf die Bühne gebracht hat - immer mit dem Ziel, unterschiedliche künstlerische Formate, Zugänge und Arbeitsweisen einander gegenüber zu stellten, miteinander zu konfrontierten und aneinander auszuprobieren. Nicht im Sinne eines beliebigen „Anything goes“, sondern als gewagtes Zusammendenken scheinbarer und tatsächlicher Gegensätze.
Die Kuratur erfolgt heuer wieder als „Teil des linken Musiker*innenratnetzwerks“ und denkt die Platzkonzerte als sommerlichen Treffpunkt für Musikinteressierte sowie als Ort für Austausch, Inspiration und solidarisches Kräfte-Vereinen.








