Zuhören als Ausgangspunkt
In seiner Erfolgsgeschichte nennen wir ihn Arthus (Name geändert). Als Arthus im September 2023 bei uns begann, war er 15 Jahre alt. Er machte es uns leicht, ihn und seine Bedürfnisse kennenzulernen. Wir konnten uns darauf verlassen, was er sagte. Arthus wusste von Anfang an, was er nicht möchte. So klar, wie er in seiner Grenzsetzung war, so klar konnte er diese auch kommunizieren. Aufgrund seiner eindeutigen Haltung konnten wir uns gut mit Arthus austauschen und im Training sowie im Coaching herausfinden, was er mag und was nicht. Seine Behinderung wurde im alltäglichen Arbeitsgeschehen nicht als solche benannt. Das war auch nie notwendig. Für uns war er nicht Arthus mit Autismus, er war Arthus.
Als Arthus bei uns anfing, war er ruhig, wortkarg, ein stiller Beobachter. Er wirkte auf uns gedankenverloren, irgendwie abwesend und passiv. Die wenigen Worte, die er von sich gab, wurden kurz und schnell gesprochen. Arthus war von Anfang an ehrlich. Er sagte sofort und unmissverständlich, wenn er etwas nicht mochte. Blickkontakt vermied er beinahe zur Gänze. Meist stand er leicht gebückt, eher abseits der Gruppe. Arthus wirkte wie ein stolpernder Lufttänzer, wie diese langen Figuren, die durch Luftströme stoßartig aufgeblasen und so in zappelnde, unkoordinierte Bewegungen versetzt werden.