Ich wünsch mir, dass in 10 Jahren die Leute so selbstverständlich in den Zirkus gehen, wie zum Tanz...

Ich wünsch mir, dass in 10 Jahren die Leute so selbstverständlich in den Zirkus gehen, wie zum Tanz...

Arne Mannott hat den InsideOut WUK performing arts Club einen virtuellen Besuch abgestattet und spricht mit Kulturvermittlerin Johanna Jonasch sowie den Teilnehmenden des Clubs über seine Produktion "circus".

Was ist zeitgenössischer Zirkus? Das fragen sich die Teilnehmer:innen des InsideOut WUK performing arts Club unter der Leitung von Johanna Jonasch. Ist es ein Hinterfragen der Superlative? Wahrscheinlich kommen keine Tiere mehr vor (allein schon wegen des Tierschutzes) und der Fokus liegt auf dem menschlichen Körper? Ist zeitgenössischer Zirkus eine Art philosophische Herangehensweise, ein Prozess und eine Suche?

Arne Mannott ist zu Gast in der ZOOM-InsideOut-Runde und gibt Auskunft: ”Alle Dinge treffen zu.” Suche sei besonders passend. Zeitgenössischer Zirkus sei eine Mischung aus allen Kunstsparten und man versuche alle möglichen Techniken zu verwenden, die wir so aus dem Zirkus kennen: “Jonglage, Akrobatik, Einrad, auch oder auch Luft-Akrobatik”, erklärt Arne weiter. Dies werde vermischt mit anderen darstellenden performativen Künsten wie Tanz, Performance, Sprechtheater, aber auch mit Video- oder Bildender Kunst. So viele Formen entstehen im zeitgenössischen Zirkus, dass sich Arne manchmal schon fragt, “ist das noch Zirkus oder schon Zirkus?” Definitiv ist zeitgenössischer Zirkus in Österreich noch eine junge Sparte und zu erkennen, da meistens nicht mehr mit Tieren und mit weniger Spektakel gearbeitet werde.

Die Reaktion eines Teilnehmers des InsideOut Clubs: Hätte es im Titel keine Zirkus-Referenz gegeben, wäre er nicht darauf gekommen, dass CIRCUS mit Zirkus zu tun habe. Arne meint dazu, den Zirkus erkenne man vielleicht nicht ganz so sehr, weil er sich in verschiedenen Kunstsparten bewege, diese gerne miteinander vermenge. “Ich habe ein Thema, das will ich bearbeiten und schaue dann, was ich da rein bringe.” Haupthintergrund bleibe dabei aber dennoch die Kunst des Zirkus. In CIRCUS war das eine offene Recherche beziehungsweise Herangehen; nicht die Jonglage, sondern das Zerlegen eines Kegels. “Das Zerlegen”, beschreibt Arne als “zentral für die Recherche.” Kann ich es auseinanderbauen und wieder zusammenbauen? Die besten Sachen davon seien im Stück zu sehen, quasi ein “ehrlich[es] und offen[es] Inszenieren”. Auf die Frage von Johanna Jonasch, ob Perfektion beziehungsweise Antiperfektion eine Rolle spiele, reagiert Arne eher mit dem Schlagwort “dekonstruieren”. “Ich mache nicht so viele Dinge, die nicht gelingen können.” Dennoch könne manches auch scheitern, führt er weiter fort. Ob er das dann mit einbaut oder sein lässt? Denn Arne meint, “oft ist weniger mehr…im Theater…”.

Sein nächstes Projekt ist wieder ein Zirkusstück und zwar ein performativer Stadtspaziergang im 2. Bezirk. Der Bezirk, der in Wien früher Hotspot für Zirkus gewesen ist und heute noch einen Verweis darauf bietet: die Zirkusgasse. Derzeit ist das Ereignis für den 28. und 30. Mai geplant.

Mehr darüber und über die Erfahrung mit Online Streaming, Reaktionen der InsideOut Club Teilnehmer:innen, Festivalerfahrungen und die Resonanz zu zeitgenössischem Zirkus heute im Vergleich zu vor 10 Jahren als Arne nach Österreich kam, erfahrt ihr in unserer Folge mit dem InsideOut Club und Arne Mannott.

Ach, und Jonglieren könnt ihr auch gleich lernen, wenn ihr Lust dazu habt. Viel Spaß beim Zuhören und Mitmachen!


Franziska Köberl, Mareike Heitmann und Felicitas Lukas haben sich über den InsideOut WUK performing arts Club kennengelernt und dabei den gemeinsamen Wunsch entwickelt, einen Podcast zum Thema Performancekunst zu gestalten. Unterstützt werden sie dabei von der WUK performing arts Leitung (Esther Holland-Merten und Ulli Koch).

Performative Kunst kann überall stecken: Im alltäglichen Leben, in Kulturinstitutionen, im theatralen, musischen und bildnerischen Kontext, im privaten und im öffentlichen Bereich. Sie begeben sich auf die Suche und nähern sich dem Begriff Performancekunst über Theorie und Praxis an. Mittels Gesprächen, Interviews und durchs eigene Tun tauchen sie in eine vielfältige Welt.

Die Hörer_innen laden sie dazu ein, sie auf dieser Reise zu begleiten und selbst forschend tätig zu werden.

Auf folgenden Plattformen sowie dem Podcast-Reader eures Vertrauens findet ihr den Podcast:


Mi 19.5.2021 12, 15 und 18 Uhr

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Sa 22.5.2021, 15 Uhr

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Do 27. 19:30 Uhr, Fr 28. 11 und 19:30 Uhr sowie Sa 29.5.2021 19:30 Uhr

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Abholmöglichkeiten Fr 4., 11, 18. und 25. 6. im Infobüro

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