Tommy Schneider

Malerei, Multimedia, Kulturaustauschprojekte

... Die Farbe

als selbständige Gestaltungskraft auszuloten und hier vor allem von ihrer Abbildungsfunktion zu befreien, war über viele Jahrzehnte unseres Jahrhunderts ein Hauptanliegen progressiver Künstler, wie es Jahrhunderte zuvor die möglichst intensive Naturnachahmung mit Hilfe gestalteter Farbe auf einem Bildträger war. Bei allen so erfolgreichen Bemühungen um das Ausweiten dieser selbständigen Wirkungsmöglichkeiten löste sich diese von einem Künstler auf einem Bildträger aufgetragene Farbe doch niemals vollständig von Darstellungsbeziehungen bzw. von Naturkonnotationen.
Tommy Schneiders Bildwerke suchen hier eine kompakte Verbindung zwischen einer eigenständigen Farbwirksamkeit sowie ihrer Beziehung zu anderen Erfahrungswirklichkeiten. Fernab dem Bemühen um Lokalfarbe verschließt Tommy Schneider sich auch im übertragenen Sinne nicht vor den Abbildungsqualitäten von Farbe. Auf der Basis der vielfältigen Abstraktions-erfahrungen der Kunstgeschichte unseres Jahrhunderts operiert er ganz bewußt mit der Impression: dem direkten Festhalten eines umfassenden optischen (Farb-, Licht-,) Eindruckes, der als expressive Handlung zu einer Bildkomposition gestaltet wird.
Die mit diesen Farben aufgebaute Formenwelt ist geometrienahe, verweist daher auf ein Ordnungsprinzip, ohne dieses jedoch in scharfer Grenzziehung zu exekutieren. Vielmehr werden durchwegs die Ränder unscharf belassen, die vorgestellten Bereiche überlagern sich nicht nur zu Schichtungen, sondern konstituieren sich durch die Weichheit der Ränder als bewegliche Größen.
Dr. Peter Assmann

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