Preis

€ 290/232

Ort

Projektraum

Bild: Steve Johnson
Gesellschaft & PolitikAllgemeinKonferenzVortragWorkshop

Perspektiven des Non Profit Managements zwischen Dienstleistung und Widerstand

Eine Tagung für Führungskräfte, MutbürgerInnen und GestalterInnen der Zivilgesellschaft

Mit:  Ruth Simsa (WU  Wien), Robert Misik (Journalist und Autor), Anne Schlack (Amnesty International), Thomas Schweinschwaller (Vielfarben), Martin Gössler (Vielfarben)

Warum diese Tagung?

Im postdemokratischen Nachbarland Ungarn wird Amnesty offen von der Regierung attackiert. In Österreich drückt die Regierung engagierte NPOs an die Wand. Ungleichbehandlung in der Armutsbekämpfung wird zur gesetzlichen Norm. Gleichzeitig treten nicht wenige engagierte Menschen den Rückzug ins Private an, die Zivilgesellschaft ist stiller geworden. Was also tun?

Die neoliberale Regierungspolitik hat den strategischen Rahmen für viele Non Profit Organisationen und Akteur_innen der Zivilgesellschaft grundsätzlich verändert. Genau ein Jahr nach dem Machtwechsel in diesem Land    wollen wir gemeinsam diskutieren: Wie politisch kann, darf oder muss NPO-Management sein? Welche Handlungsoptionen bieten sich unter Spardruck und Rechtsruck? Welche Strategien lassen sich jenseits von Paralyse, Aktionitis und duldsamen Abwarten entwickeln?

Diese Frage beantwortete eine engagierte NPO-Managerin unlängst so: „Wir wissen nicht, wie sich die politischen Rahmenbedingungen langfristig entwickeln. Wir setzen aber auf Dialog und die kollektive Intelligenz in unserer Organisation und in Netzwerken. Dabei definieren wir pragmatisch und konsequent langfristige Handlungsstrategien. So leicht lassen wir uns nicht entmutigen.“
 

Wen werden Sie treffen?

Führungskräfte  und  Gestalter_innen  von  NPO  und  NGOs. Engagagierte Mitarbeiter_innen und Mitmenschen. Vertreter_innen der Zivilgesellschaft und einschlägiger Fachhochschulen.

Programm

9.00 Uhr
Eintreffen

ab 9.30 Uhr
Impulsvorträge à 25 min: Aktuelle Chancen und Risiken für NPOs und NGOs

  • Prof. Ruth Simsa (WU Wien, Forschungsschwerpunkt NPO Sektor): Die österreichische Zivilgesellschaft ein Jahr danach: Chancen, Risiken & Reaktionen
  • Robert Misik (Journalist, Autor): Anleitung zur Weltverbesserung: Chancen für MutbürgerInnen im rechten Zeitgeist
  • Anne Schlack (Geschäftsführerin Amnesty International): Die Vision für dunkle Zeiten: Menschenrechte mehr denn je. Erfahrungen & Entwicklungs- perspektiven bei Amnesty International Österreich

12.30 Uhr
Mittagspause mit Buffet

13.30 Uhr
Workshops zum Erweitern der Perspektiven und Vertiefung der Ideen

Workshop 1: Digitale Mobilisierung – So bringe ich mein Anliegen in die Öffentlichkeit und auf die politische Agenda.
Maria Mayrhofer (#aufstehn)
Internet und Soziale Medien bieten viele Möglichkeiten, zivilgesellschaftliche Interessen schnell und öffentlichkeitswirksam zu artikulieren. In diesem Workshop werden Strategien und Tools erarbeitet, um wirksam für Anliegen und Forderungen zivilgesellschaftlicher Akteur_innen zu mobilisieren.
 
Workshop 2: Zivilgesellschaft organisieren jenseits des traditionellen Freiwilligenmanagements.
Elisabeth Kerschbaum (SOS Mitmensch Korneuburg) und Renate Rosenegger
In diesem Workshop werden die Erfahrungen von Initiativen ausgetauscht sowie neue Ideen gesammelt, wie Kräfte der Zivilgesellschaft und NPOs gut miteinander wirken können. Realistisch umsetzbare Ideen und erste Schritte können entwickelt werden.
 
Workshop 3: Bewegte Zukunft! Umgang mit Unsicherheit - auch in der eigenen Organisation.
Thomas Schweinschwaller (Vielfarben, Initiator der Tagung)
In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmer_innen mit den Auswirkungen auf gesellschaftliche Veränderungen und Brüche auseinander. Es werden die bisherigen Muster des Umgangs gesammelt und die Auswirkungen von Angst, Mut, Abwarten, Aktionitis, … im Umgang mit Unsicherheit und Instabilität erkundet. Die Teilnehmer_innen entwickeln Ideen und leiten konkrete Schritte für sich und ihre Organisation für die nächste Zukunft ab.  
 
Workshop 4: Führungsarbeit zwischen Dienstleistung und Widerstand. Fünf Denkwerkzeuge.
Martin Gössler (Vielfarben, Initiator der Tagung)
Die aktuellen politischen Entwicklungen stellen den NPO Sektor und deren Führungsmenschen vor neue strategische Probleme. Aber auch die Chancen liegen auf der Straße. Was ist die Aufgabe meiner Organisation bei der Verteidigung von Demokratie und Sozialstaat? Wie können wir unsere Wirksamkeit erhöhen? Wie gestalten wir die Widersprüche zwischen Dienstleistungserbringung und politischer Aufgabe? Was ist ganz konkret mein persönlicher Beitrag in meinem Arbeitskontext?
Um fokussiert handeln zu können, brauchen wir klares Denken. So manche organisationsinternen Diskurse in NPOs sind aktuell von etwas selbstlähmenden Denk- und Handlungsmustern geprägt. Der Workshop thematisiert daher fünf Denkwerkzeuge, die kraftvolles Handeln erleichtern oder gar erst ermöglichen. Individuell und kollektiv. Nach einem orientierenden Input stehen Erfahrungsaustausch und Diskussion im Vordergrund.
 
Workshop 5: Open Space
Selbstorganisiert
Der Workshop bietet Gelegenheit, sich ohne Agenda auszutauschen. Themen und Ablauf werden durch die Teilnehmer_innen selbst gestaltet. Die, die kommen, sind genau die Richtigen!

16.30 Uhr
Tagungsbilanz im Plenum

Teilnahmegebühr und Anmeldung

Einzelperson: € 290,00
Gruppenrabatt ab 3 Personen pro Organisation: € 232,00
Für Personen, die als Freiwillige tätig sind, Studierende, Vertreter_innen von kleinen Vereinen ist eine Teilnahme gegen Anfrage möglich um: € 50,00

Teilnahmegebühr inkl. Ust, Getränke und Mittagsbuffet.
Überschüsse aus der Veranstaltung werden gespendet.

Anmeldeformular

Veranstalter: Vielfarben

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