Maria Bergstötter

Malerei und Zeichnung

Die neuen Tuschzeichnungen von Maria Bergstötter sind Tauchgänge in die Farbe Indigo. In der Farbe der Nacht und der Tiefe finden sich Verlust, Melancholie, aber auch Zärtlichkeit und Trost. Die Körper begegnen und verlieren einander, sind verletzlich und vergänglich. Amphibienhaft kehren sie zum Ursprung alles Lebens im Meer zurück.

Zwischen den Stühlen fühlen sich die Figuren fremd in ihrer Welt, in der sie nicht heimisch werden und ihren Platz nicht finden. Sie betrachten sie von weitem, tasten sie ab, nehmen sie versuchsweise ein. Eine andere Dynamik entwickelt sich in den Querformaten in schwarzer Tusche, wo Positionen behauptet und verteidigt werden. Die Figuren versuchen, gleichzeitig mehrere Plätze zugleich einzunehmen, ziehen am Stuhl eines anderen und kommen dabei selber ins Rutschen. Dadurch entstehen Bewegungschoreografien wie im zeitgenössischen Tanz, ein häufiges Motiv von Maria Bergstötter, die dem Tanz als Selbstausdruck über den Körper verbunden ist und auch schon selbst Tanzperformances gemacht hat. Die Künstlerin schreibt auch und erforscht die kulturellen Maskierungen von Dominanz und Unterwerfung.

Maria Bergstötter ist in Oberösterreich geboren und hat auf der Akademie der bildenden Künste und auf der Hochschule für angewandte Kunst studiert.

 

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