Sound Cloud I

Sound Cloud I

Komponist Peter Jakober gibt Einblick in sein Stück mit großem Chor.

Für die Eröffnung der Musiktheatertage Wien hat Peter Jakober ein Stück für großen Chor komponiert, das durch den Innenhof des WUK erklingen wird.

Das Festival geht los. Plötzlich erklingen Stimmen, ein Klangwolkenrausch, der durch das gesamte WUK zieht. Insgesamt 50 Menschen von drei verschiedenen Chören, die aus den Fenstern des WUK singen und so richtig Lust auf Festival machen. Komponiert wurde das Stück für großen Chor von Peter Jakober, der im Interview Einblick in die Koordination von vielen Menschen bietet.

Die Sound Cloud, die durch den gesamten WUK Hof erklingen wird, ist für einen großen Chor komponiert worden. Welche Herausforderungen stellen sich dir bei der Komposition eines Stücks, das erstens von vielen Menschen und zweitens räumlich über das gesamte Haus verteilt gesungen wird?

Peter Jakober Die Koordinierung ist das Hauptproblem. Ich habe mich aus diesem Grund dafür entschlossen, dass alle Sänger_innen Töne und Rhythmus über Ohrhörer von einem Mp3 Player zugespielt bekommen. All diese Mp3 Player werden vor der Aufführung gleichzeitig gestartet.

Die Töne dieser Zuspielung müssen die Sänger_innen dann „einfach“ nachsingen. Der Rhythmus ist meistens einfach organisiert. Meistens sind dies Pulsationen, gesungen oder gesprochen werden Silben. Die Tempi dieser Pulsationen sind von Sänger_in zu Sänger_in unterschiedlich, was dann einen tollen Gesamtklang ergeben wird. Die Pulse verschieben sich durch die unterschiedlichen Tempi ja zueinander.

Ist nur ein Chor an diesem Projekt beteiligt oder mehrere?

Peter Jakober Insgesamt werden zwei Chöre beteiligt sein. Es singen ca. 50 Sänger_innen. Diese 50 Sänger_innen teile ich in Duogruppen auf, und die singen dann aus den Fenstern des WUK Hofs. Es klingen also 25 Fenster. :)

Was ist für dich das Reizvolle daran eine Klangwolke im WUK Innenhof zu erschaffen?

Peter Jakober Mich interessiert schon seit langem die Überlagerung unterschiedlicher Tempos. In vielen meiner Stücke werden den Musiker_innen diese Tempos über Ohrhörer zugespielt. Ich versuche dann diese Tempostrukturen zu komponieren.

Ich finde man kennt die Überlagerung dieser Tempi vor allem aus seiner eigenen Umgebung. Links geht jemand in einem gewissen tempo, beginnt dort zu gehen und geht dann vielleicht nach rechts von dir und geht weg. Gleichzeitig kommt jemand aus einer anderen Richtung, geht schneller, und geht nach hinten. Usw. Ich glaube deswegen dass sich die räumliche Aufteilung unterschiedlich schneller Tempis gut eignet, und irgendwie auch bekannt, vertraut klingt.

Das Stück trägt den Titel Sound Cloud I. Wird es demnach eine Fortsetzung geben?

Peter Jakober Gute Frage, mal sehen was Euer Chef sagt!

SOUND CLOUD I

Donnerstag, 12. September 2019, 19:30 Uhr, Innenhof

Sound Cloud I findet im Rahmen der MUSIKTHEATERTAGE WIEN 2019 statt. 
Mehr Informationen finden Sie hier

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