Zeit

Di 23. Oktober 2012, 19.00 Uhr

Ort

Kunsthalle Exnergasse

Adrian Paci, Centro di Permanenza temporanea, 2007, Detail

Mapping Mobilities.

Interdisziplinäre Vortragsreihe 2012 – 2013

Aus Anlass der Ausstellung COLLIDING WORLDS. Nodes of Mobility and Networks of Transient Communities in der Kunsthalle Exnergasse und dem laufenden Forschungsprojekt TERMINALS. Haltepunkte und Netzwerkknoten vorübergehender Gemeinschaften stellt die neue Vortragsreihe Referenzprojekte zu unterschiedlichen Theorien, inhaltlichen Schwerpunkten und Methoden künstlerischen und wissenschaftlichen Forschens vor, die „Kartographien“ transnationaler Mobilität und Migration zum Inhalt haben.

Dienstag 23. Oktober 2012 19 Uhr, Kunsthalle Exnergasse:

Emiliya Karaboeva
The socialist international truck drivers and the social implications of their mobility lifestyle

The project deals with the group of the socialist international truck drivers in the framework of the Cold War regime of separation. The truck drivers’ privileged access to cross border travelling is analyzed in the framework of the motility theoretical concept, as an important material, social and symbolical resource. The truckers’ specific lifestyle enabled them to profit in a number of ways: enhanced their social status (the socialist truckers developed a special in-between status, combining a humble social position with high-rank privileges) and changed their identity, world-view, and their families’ lifestyle.
Emiliya Karaboeva, Faculty of Cultural Studies at Sofia University, Historian currently finishing her second PhD at Eindhoven and Plovdiv Universities
Lecture in English language

Jörg Karrenbauer/ Rimini Protokoll:
Cargo Sofia-X. Eine europäische LastKraftWagen-Fahrt

Stefan Kaegis LastKraftWagen ist ein gelebtes räumliches Modell für orts-spezifische Erkundungen entlang der Warenströme. Im Frühling 2006 wird ein Lastwagen so umgebaut, dass er statt Ware Erzählungen transportiert. Der Lastwagen dient zwei bulgarischen Fernfahrern, dem Regisseur, einem Video- und einem Sounddesigner als Beobachtungs- und Repräsentationsvitrine ihres nomadischen Blicks auf Europa. Der LKW ist mobiler Zuschauerraum mit einem Schau-Fenster auf einer Seite des Trucks. Wo Ware war, sitzen nun 45 Zuschauer und blicken während einer 2stündigen Reise aus der Perspektive von Lastwagenfahrern auf ihre Stadt: Autobahnraststätten, Verladerampen, Gemüsegrossmarkthallen, Häfen, Grenzposten, Lagerhallen… In diesen Ready-Made-Bühnenbildern des Transits erzählen die Fernfahrer ihre mobilen Biographien und Frachtgeschichten in autobahntypischem Bulgarisch-Englisch-Deutsch via Mikroport – und im Dialog mit lokalen Gemüseverkäufern oder Spediteuren, Zollbeamten oder Lageristen.
Jörg Karrenbauer arbeitet seit 2003 als Co-Regisseur bei verschiedenen Projekten von Rimini Protokoll mit. Über zwei Jahre tourte er mit Cargo Sofia-X und den beiden bulgarischen LKW-Fahrern durch mehr als 30 Städte in Europa und dem Nahen Osten und seit 2009 in Asien.
http://www.rimini-protokoll.de/website/de/project_108.html

Weiteres Programm: http://tracingspaces.net/mapping-mobilities/

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