Zeit

Mi 13. April 2011, 19.00 Uhr

Ort

Kunsthalle Exnergasse

Podiumsdiskussion Kunsthalle Exnergasse, Detail

Seavas Abi und Sista, bildet communities of resistance! „Kanak_innenrap“ als Intervention in migrations-politische Debatten?

Podiumsdiskussion

Der so genannte „Kanak_innenrap” ist Straßenkultur – von Migrant_innen performt und von ihren Lebensverhältnissen geprägt, handeln seine Geschichten von „Realitäten“ und Träumen und kritisieren Ausgrenzung wie soziale Probleme. Er stellt bis heute ein zentrales Tool für emanzipatorische Prozesse wie Selbstdefinition, Protest und (Gegen-)Wissensvermittlung dar, das die Eroberung von Räumen durch Sprache, Körper und Bewusstsein ermöglicht – trotz Fallstricken wie Projektionen von Konsumhascherei oder der Reproduktion konservativer Geschlechterrollen.

Welches Politisierungspotenzial hat Hip-Hop in Österreich und wie weit mischt er sich in aktuelle migrations-politische Debatten ein? Welche emanzipatorischen Rapprojekte gibt es jenseits von Reproduktionen sexistischer, machistischer und homophober Bilder? Wie vermitteln diese antirassistisches Bewusstwein und inwieweit verstehen sie sich als Teil der Kämpfe der Migration? Wie groovt der Park and what’s the message? Diese Fragen umreißen das Untersuchungsfeld der Diskussionsveranstaltung, die antirassistische Rapkünstler_innen und Aktivist_innen versammelt.

Mit:

EsRap - Esra Özmen, Hip-Hop-Künstlerin, geboren in Wien/Ottakring, lebt und arbeitet in Wien. Arbeitet in der "Street Academy", in diversen Jugendzentren u.a. bei den Kinderfreunden Wien. Studiert Jus und Mathematik in Wien.

Deniz Dikmen, Regisseur und Produzent, lebt und arbeitet in Wien.
Er produzierte "Fragezeichen", die erste Hip-Hop-Fernsehsendung in Österreich auf Okto TV. Produziert Musikvideos für die Hip-Hop-Szene in Österreich, u.a "Balkanaken" von Mevlut Khan, "kako je u becu feat. Juice" von  Kid Pex. Derzeit dreht er die Dokumentation "IsoFresh" über den legendären Wiener Rapper "Iso-Fresh" und hat diverse andere Filmprojekte am laufen. (Dikmen Produktion).

Njideka Stephanie Iroh, Spoken Word-Künstlerin/Poetin, lebt und arbeitet in Wien. Teil der Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart sowie der Selbstorganisation Pamoja - Bewegung der jungen afrikanischen Diaspora in Österreich. Arbeitsprozesse zu Schwarzem Empowerment mit Fokus auf Jugend im Kontext des Widerstands und der Dekolonialisierung. Studentin an der Uni Wien.

Moderation: Petja Dimitrova

Im Rahmen der Ausstellung: eine Arbeit die das, was sie reflektiert, nicht loswird.
Auseinandersetzungen über Kontinuitäten und Brüche kolonialer, faschistischer und nazistischer Praktiken in Österreich

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