Zeit

Fr 09. November 2001 - Sa 15. Dezember 2001

Ort

Kunsthalle Exnergasse

Gudrun Kemsa/Marcus Maida: Does the dream take shape? AKT1, Detail
Kunst

Akt1 / Akt2 / Akt3

Ein Gemeinschaftsprojekt von Best Before, Projektor und Kunsthalle Exnergasse

Mit Arbeiten u.a. von:  Richard Fung, Sharon Hayes, Mathilde ter Heijne,  Lynn Hershman, Thorsten Kellermann, Bjargey Olafdottir, Michaela Pöschl, Lisa Steele......

Akt 1/Akt 2/Akt 3 ist ein dreiteiliges Ausstellungsprojekt, welches vom 9.11. – 15.12 in der Kunsthalle Exnergasse /WUK  künstlerische Positionen aus dem Bereich Film und der elektronischen Medien präsentiert. Die von Christine Braunersreuther, Dietmar Schwärzler  und Rike Frank zusammengestellten Arbeiten verbindet das Interesse an einer Formulierung und Visualisierung von alternativen, experimentellen Erzählformen und –strategien, welche die Bedingungen von Sichtbarkeiten und ihre Terrains diskutieren. Die einzelnen Ausstellungsteile eröffnen hierbei drei unterschiedliche thematische Schwerpunkte mit den Titeln: "Die Macht der Gewohnheit" (Christine Braunersreuther), "Szenenbilder. (Auto)Biographien als audiovisuelle Gattung" (Dietmar Schwärzler), "Teil von…?" (Rike Frank). Parallel zu den Ausstellungen finden Vorträge und Performances statt.

Für nähere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Akt 1


Die Macht der Gewohnheit

9. 11.  -   17. 11. 2001

 

kuratiert von Christine Braunersreuther

 

Das Gewöhnliche, Gewohnheit und Gewohntes für den einzelnen Menschen, scheint im Gegensatz zu jeder Novität, jeder Neuerung zu stehen.  Aber was ist überhaupt neu und wie lange ist „neu” haltbar, wenn, wie es zu häufig geschieht, jegliche Veränderung sofort ins Alltagsleben auf- und dort fraglos angenommen wird? Wenn sie zur Gewohnheit wird, sich bei den alten ihrer Art in Kopf und Leben einnistet und dadurch jeglichen kritischen Umgang mit dem Neuen verhindert?

Im Zuge von „Die Macht der Gewohnheit” werden Videoarbeiten gezeigt, die sich mit Gewohnheiten, Gewohntem und gewöhnlich Gewordenem auseinandersetzen und die nicht allein durch ihren Inhalt, sondern auch durch eine, wie auch immer geartete, subversive Ästhetik in Bild und Ton eben dies konterkarieren. Denn das, was als ungewöhnlich oder gar störend empfunden wird, kann zur Auseinandersetzung mit dem thematisierten Gegenstand führen.


Programm 

9.11. – 17.11.01   

Kunsthalle Exnergasse

Zu den Öffnungszeiten werden dauerhaft folgende Arbeiten gezeigt:


Peter Welz (D): from crying to laughing to crying

Silvia Schopf (D): mmmloook

Gudrun Kemsa / Marcus Maida (D): Does the dream take shape?

Gia Edzgervadze (GE): Bach Kantata No 53

Berit Schweska (D): Testing Reality or How To Interfere With The Real III


Schwerpunkt der Ausstellung liegt jedoch in den vier Screenings zu verschiedenen Themenkreisen, ergänzt und vertieft durch zwei Performances und einen Vortrag.

Die Ausstellung will aufzeigen, dass sich gerade als trivial und unbedeutend geltende Problematiken durch unkritische Akzeptanz steigern können.


Freitag, 9. November, 19 Uhr

menschliche Bilder 

 

Videoscreenings:

Peter Welz, from crying to laughing to crying, D 2000, Video, 10 Min.

„the bitter laugh laughs at that which is not good, it is the ethical laugh. the hollow laugh at that which is not true, it is the interlectual laugh. but the mirthless laugh is the dianoetic laugh, down the snout - haw - so! it is the laugh of laughts, the risus purus, the laugh laughing at the laugh, the saluting of the highest joke, in a word the laugh that laughs - silence please - at that which is unhappy.”


            samuell beckett


Asmundur Asmundsson, Are you talking to me?, IS 2000, Video, 8 Min.

Den Drohgebärden ausweichen, ihnen begegnen, ständige Unsicherheit. Die Kamera erledigt nichts fürs Publikum. 


Michaela Pöschl, Ich bin der letzte Dreck, A 2000, Video, 15 Min.

Das Bild, das Frau und Kind bieten, erinnert an eine klassiche Pieta. Doch der Junge könnte dem strahlenden Jesuskind nicht unähnlicher sein. Er kann nicht reden, sich kaum bewegen. Er liebt Lichtreflexionen, da er fast nichts sieht. Wenn er gefüttert wird, holt er sich die Nahrung durch Husten wieder hoch und kotzt. Aber er kann doch sprechen, Michaela Pöschls Bilder verleihen ihm eine Sprache und nehmen ihm nichts von seiner Würde.


Performance:  20 Uhr


Copyshop, Elektronisches Projekt, Programm: Stasi-a-go-go, D 2000, Soundperformance, 45 Min.

Wenn Mielke sich in Rage redet, wenn umständlichste Dientsgespräche geführt werden oder Spitzel ihre Neuigkeiten melden, da klinken sich Copyshop ein ins Stasi-Archiv. Samplen, improvisieren, collagieren. Lassen aus dem Material und eigenem Audio ein Panorama jüngster Geschichte entstehen.

Nach dem Live-act legen Copyshop Platten aus ihren eigenen Archiven auf.


Sonntag, 11. November, 19 Uhr

Alles Alltag  


Videoscreenigs:


Silvia Schopf, mmmloook, D 2000, Video, 10 Min.

Spulwürmer sind nicht mehr von Spaghetti zu unterscheiden, die Grenzen zwischen Ekel und Erotik verlaufen fliessend.



Thorsten Kellermann, Spülfilm, D 1999, Video, 12 Min.

Die Alltäglichkeit als Element der Betrachtung - mit den Mitteln des ZEN-Buddhismus.


Bjargey Olafdottir, Jean, IS 2000, 16 mm auf Video, 2.30 Min.

Jean sieht gut aus und ist immer fröhlich und nett. Immer?


Haraldur Jonsson, bachelor, IS 2000, Video, 4 Min.

Spontane Sehnsucht nach einer strahlenden Frau in Weiss.


Performance: 20 Uhr


Maxi Bade, D 2000, Sprachperformance, 45 Min.

Der Künstler bügelt weisse Hemden. Er trägt Anzug und Krawatte. Er wirkte adrett, würde er nicht so sabbern. Und würden nicht diese verstörenden Worte aus seinem Mund tönen.

 

Freitag, 16. November, 19 Uhr

Menschenbilder


Videoscreenings:


Oliver Pietsch, Out, D 2000, Video, 11 Min.

Es wäre leicht, Obdachlose und Drogenabhängige zu sehen, doch es ist oft nicht leicht, hinzusehen. „Out” hat den Blick und eine Ästhetik gefunden, die ein Wegsehen nicht mehr möglich macht.


 Berit Schweska, Testing Reality or How To Interfere With The Real III, D 2001, Video, 8 Min.

 

Uwe Trierweiler, Immer, D 2001, Video, 10 Min.

Ein Tag ist vergangen und er steht wieder an der selben Stelle wie am vorigen. Aber die anderen machen ja auch immer dasselbe. Das weiss doch jeder.


Vortrag:


Friedrich C. Burschel, D 2001, 60 Min.

Rassismen und Sexismen in Menschenbildern, wie sie durch Menschen und Medien gemacht und verbreitet werden.


Friedrich C. Burschel: Historiker, Politologe, Antifaschist, Redakteur der Ebersberger Süddeutschen Zeitung.


Ehe dem Anti-WAA-Aktivist, Kabarettist mit der „Gruppo di Valtorta” und Leiter der Kleinkunstbühne „altes kino” in Ebersberg, Bayern. Mitbegründer dervunabhängigen Münchener Gruppe zur Unterstützung von Flüchtlingen und MigrantInnen [über die grenze]. 1997/98 aktive Beteiligung und Mitarbeit an der Kampagne "Kein Mensch ist illegal", u.a. im Rahmen der documenta X (Hybrid workspace). Mitarbeiter der gemeinnützigen "Forschungsgesellschaft

Flucht und Migration e.V."(FFM) - u.a. als Hauptorganisator des „antirassistischen Grenzkamps” und als Vortragender zu aktuellen Thematiken. Mitbegründer der Prozessbeobachtungsgruppe zum Hetzjagd-Verfahren von Guben, Brandenburg, dem am 13. Februar 1999 Farid Guendoul zum Opfer fiel. Mitarbeit an der Veranstaltungsreihe „Nur ein Toter mehr?” und an einer Dokumentation zum Prozess und zu den gesellschaftlichen Hintergründen.



Samstag, 17. November, 19  Uhr  

Störungen 


Videoscreenings:


Reynold Reynolds / Patrick Jolley, The Drowning Roo,  USA 1999, 35mm auf Video, 10 Min.

Eine Szenerie aus reinlich scheinendem Umfeld versunkener Vorstädte. Im Haus hat sich die stagnierte Atmosphäre lansam zu Flüssigkeit verdickt. Die Bewohner versuchen sich normal zu verhalten, aber die Kommunikation erstickt.


Tilo Dries, Genderkiller,D 2001, Video, 4.30 Min

Geschlechterrollenklischeekonzentratbetrachtungsübung


Gudrun Kemsa /  Marcus Maida, Does the dream take shape?, D 2001, Video, 14 Min.

Bilder, die nicht sagen was sie zeigen und die es selbst kaum zu wissen scheinen, vor einem verstörenden, maschinell-stotterndem Klangteppich. Nimmt da ein Traum Formen an, oder vielmehr ein Albtraum? Kann nur der Blick und die Lautgebung von etwas Fremden das scheinbar Vertraute irreal werden lassen und in eine komlett ungewohnte Form neuer Schönheit fassen? Die Wahrnehmung materialisiert sich in einer realen Chimäre aus Würde und Verstörung, die nicht hilflos ist - sie ist neugeboren und souverän zur gleichen Zeit.


Las Theuerkauff, I can’t help Marcel, D 1998, Video, 8 Min.

Der „Kleine” täuscht nicht lange durch seine kindliche Niedlichkeit, in keinem von Las Theurkaufs Filmen. In dieser Hommage an Marcel Duchamp geben ihm klinisch weisse Sanitärräume genügend Platz, um sich zu transformieren.


Gia Edzgveradze, Bach Kantata No 53, GE 1996, Video, Loop

Musik, präsentiert durch Pinsel und Künstlerkörper. Klassische Traditionen zerbrechen ebenso wie klassische Interpretationen.



Akt 2

 

Szenenbilder. (Auto-)Biographische Aspekte in der zeitgenössischen Medienproduktion

20.11. – 1.12.2001


kuratiert von Dietmar Schwärzler


Akt 2 präsentiert audiovisuelle (Auto-)Biographien, die den für sie charakteristischen Subjektivismus mit einem historischen, politischen oder kulturhistorischen Wahrheitswert verknüpfen. (Auto-)Biographien enthalten immer ein komplexes Netzwerk sozialer Beziehungen, Erinnerungen, Zuschreibungen und Selbstanalysen. Der Konstruktion von sozialen Identitäten bzw. Subjekten kommt dabei eine ganz wesentliche Rolle zu. Man kann die (Auto-)Biographie auch als eine permanent veränderbare Technik der Selbst-Repräsentation begreifen. Für Akt 2 - Szenenbilder möchte ich audiovisuelle Arbeiten präsentieren, die die persönliche Geschichte im Kontext breiterer sozialer bzw. historischer Prozesse verorten. Arbeiten also, die über den privaten Rahmen hinaus für eine Öffentlichkeit gemacht sind.


Programm:

Zu den Öffnungszeiten werden dauerhaft folgende Arbeiten gezeigt:


Lynn Hershman: FIRST PERSON PLURAL. THE ELECTRONIC DIARIES 1984 -1996

”Seit 1984 nutze ich das Tagebuch, um meine persönlichen und kulturellen Erfahrungen zu vereinigen, als Individuum, das von den Entfremdungen und Obsessionen der Kultur im Öffentlichen und Privaten beeinflußt wird. Anstatt in Wörtern zu schreiben, spiegelt echtes life-drama die Ereignisse wider, die sich vor der Kamera abspielen.” (L.H.) 

Die Arbeit besteht aus sechs Teilen: Confession of a Chameleon,  Binge, First Person Plural, Shadow´s Song, Recovered Diary, The Ring Cycle.


Gundula Daxecker; Bernadette Dewald, Gerda Klingenböck, Tina Leisch, Corinne Schweizer in Zusammenarbeit mit Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr , Video(archiv)projekt Ravensbrück

Die Wissenschafterinnen Helga Amesberger und Brigitte Halbmeyer vom Institut für Konfliktforschung in Wien führten für das Projekt Vom Leben und Überleben. Wege nach Ravensbrück mehrstündige Interviews mit 42 der überlebenden Frauen, die während des Nationalsozialismus in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verschleppt wurden.

Das Video(archiv)projekt Ravensbrück hat den größten Teil dieser Interviews auf Video aufgezeichnet: ein audiovisuelles Archiv soll der Nachwelt die Lebengeschichten der aus den verschiedensten Gründen deportierten Frauen überliefern und vermitteln.

Supposé Verlag; Hrsg. Nils Röller und Klaus Sander


Hubert Fichte - St. Pauli Interviews, 1969, CD 2000

Fichtes Feldstudien sind Innenansichten aus der Welt der Dirnen und Stricher, sie folgen der Ökonomie des Anschaffens und 'Schluckens', sie zeichnen die Deformationen des Eros nach, die Perversionen der Normalität, das Halbdunkel der Kontakthöfe und die schweren Haschisch-Träume in den Zeiten vor Aids. Zugleich sind diese Dialoge Dokumente einer einzigartigen Rezeption von Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit. Die CD macht die Interviewtechnik Fichtes akustisch erfahrbar.


 John Rechy + Marsha Kinder / Annenberg Center for Communication, Labyrinth Projekt

Mysteries and Desire: Searching the Worlds of John Rechy  

1999; Multimedia/CD-ROM

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der fiktionalen Beschaffenheit von (Auto-)Biographie, Erinnerung und Geschichte. Indem die zentrale Thematik von Mysteries and Desire aus der (Auto-)Biographie, einem Roman und Schriften Rechys bezogen wird, spannt  sich ein breites Netz aus persönlichen Erinnerungen und Familiendokumenten zusammen. Diese werden den großen Kollektivgeschichten der Chicano-kultur und der Schwulenwelt entgegengestellt.


Dienstag, 20.11. , 19 Uhr

Screening


Su Friedrich, SINK OR SWIM 1990, 16 mm, 48 min

Su Friedrich nennt ihren Film eine ”fiktionalisierte Autobiographie”. Es geht um die Beziehung zwischen einem Mädchen und ihrem Vater; abwechselnd erzählt aus den Perspektiven des Kindes und der erwachsenen Frau, die zurückblickt. Die Jugend der Frau wird mit 26 Kurzgeschichten erzählt, die - als Kapitel - jeweils einem Buchstaben des Alphabets zugeordnet sind. In formaler Hinsicht besticht die Arbeit durch eine Collage aus kinemathographischen Elementen.


Montag,  26.11., 19 Uhr

Screening


Jósef Robakowski, FROM MY WINDOW 1978-1999 Video, 20 min

Seit 1978 hat Jósef Robakowski kontinuierlich sein filmisches ”Notizbuch” (Robakowski) geführt. Vom Küchenfenster aus filmte er in regelmäßigen Abständen einen großen Platz, den er selbst als eigentlichen Helden des Videos bezeichnet. Das Video spannt den Bogen über die Alltäglichkeiten des sozialistischen Polens hinaus bis in das Jahr 1999. Der Bau eines Hotels, das die Sicht aus dem Fenster endgültig versperrt, beendet schliesslich das Projekt.


Tom Kalin, THIRD KNOWN NEST 1991-1999 Video, 38 min.

Eine Kompilation von neun Videoarbeiten, die Kalin zwischen 1991 und 1999 drehte. Getrennt und verbunden zugleich sind diese durch Statements von AutorInnen wie Jane Bowles, Alfred Chester, Oscar Wilde oder Virginia Woolf.

Third Known Nest ist als ein intimes visuelles Tagebuch angelegt und liefert Sound und Bildmontagen zu Themen wie Homosexualität, Körper- und Identitätspolitik. Ein persönlicher Diskurs über das Leben der 90er Jahre


Elisabeth Subrin, Shulie: 1997, Video, 37 min

Shulie basiert auf dem von Subrin wiederentdeckten filmischen Porträt über eine jungen Kunststudentin, das 1967 von vier Studienkollegen gemacht wurde. Es zeigt Shulamith Firestone, die wenig später mit dem bahnbrechenden Text The Dialectic of Sex: The Case for Feminist Revolution weltberühmt wurde. Subrin stellt den Film Szene für Szene mit einer Schauspielerin nach.  


Samstag, 1.12., 15 Uhr

Projektpräsentation*


Video(Archiv)Ravensbrück 


Freitag, 23.11., 19 Uhr/ Depot

Vortrag + Screening


Richard Fung: Re Making Home Movies +Screening von SEA IN THE BLOOD Richard Fung, Video, 26 min

Richard Fung Videomacher und Kritiker. Zahlreiche Aufsätze publiziert u.a. Colouring the Screen: Four Strategies in Anti-racist Film and Video und Looking for my Penis: The Eroticized Asian in Gay Porn. Richard Fung ist Koordinator des Centre for Media and Culture in Education an der Universität Toronto.

In seinem Vortrag wird der in Toronto lebende und aus Trinidad stammende Videokünstler und Kritiker Richard Fung auf seine Verwendung von 8mm-Privatfilmen als alternative historische Dokumente eingehen und die alltäglichen Dynamiken kolonialer und postkolonialer Gesellschaften diskutieren. Zentrale Fragen hierbei sind: Was zeigen diese Bilder bzw. was wird verdeckt? Und in welchem Ausmaß kann man diesen Bildern trauen?

Richard Fung wird Auszüge aus seiner Arbeit Mother´s Place und sein neuestes Video Sea in the Blood zeigen.


Montag, 10.12.,19 Uhr/ Depot

Vortrag + Screening  


Catherine Russell: Involuntary Memory: Lisa Steele and the Autobiographical Trace + Screening von 2 Kurzfilmen: A VERY PERSONAL STORY (1974) Lisa Steele, Video, 12 min /BIRTHDAY SUIT – WITH SCARS AND DEFECTS (1974) Lisa Steele, Video, 17 min

Lisa Steele ist eine der prominentesten VideokünstlerInnen Kanadas. Charakteristisch für ihre Arbeiten aus den 70er Jahren ist die Auseinandersetzung mit (auto-)biographischen Aspekten und persönlichen Bekenntnisen.

In ihrem Vortrag wird Catherine Russell zu zwei früheren kurzen Arbeiten, als auch zu einer neueren langen Arbeit sprechen, die sie gemeinsam mit Kim Tomczak realisierte. Legal Memory beschäftigt sich mit den dokumentarischen und narrativen Formen von Geschichte und Archäologie, wobei die Perfomance als Repräsentationsform eine elementare Rolle einnimmt. Steele´s Arbeit stellt zahlreiche provokative Fragen zu Körper, Identitätspolitik und visueller Repräsentation.


Catherine Russell:

Catherine Russell ist außerordentliche Professorin für Film Studies an der Concordia

Universität in Montreal. Sie ist Autorin von Narrative Mortality: Death, Closure and New Wave und Experimental Ethnography: The Work of Film in the Age of Video. Zur Zeit arbeitet sie an einem Buch über Mikio Naruse and the Japanese Woman’s Film. www.cinema.concordia.ca/russell/  


Dienstag, 11.12.01,  19 Uhr/Depot      

Vortrag 


Klaus Sander/Nils Röller (zu Akt2/Akt3)

Aufgenommene Wörter - Zum Medienwechsel bei Hubert Fichte

Ausgehend von den zwei CD-Produktionen "Gott ist ein Mathematiker" und ”St. Pauli-Interviews” erörtern Nils Röller und Klaus Sander in einem Vortrags-Gespräch weitere Projekte der Audiophilosophie. In dem Beitrag werden editierte und nicht editierte akustische Dokumente als Möglichkeit vorgestellt, das Werk Hubert Fichtes zu erschliessen.                

 

Nils Röller: geb. 1966, ist Medientheoretiker. Die "Notizen eines Kerzenhändlers" (www.tuxamoon.de/cuscokids) reflektieren seine Interessen.

Klaus Sander: geb. 1968, Studium der der Literatur und Medienwissenschaft,  lebt und arbeitet als freier Produzent und Verleger in Köln. Betreiber des Verlags und Labels supposé (www.suppose.de).


VIDEO(ARCHIV)PROJEKT RAVENSBRÜCK - Gundula Daxecker; Bernadette Dewald, Barbara Huemer, Gerda Klingenböck, Tina Leisch, Corinne Schweizer in Zusammenarbeit mit Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr. *


MYSTERIES AND DESIRE: SEARCHING THE WORLDS OF JOHN RECHY - Labyrinth Projekt

John Rechy + Marsha Kinder / Annenberg Center for Communication.


HUBERT FICHTE - ST. PAULI INTERVIEWS. Supposé Verlag; Hrsg. Nils Röller und Klaus Sander 



Akt 3


Teil von…?

4.12.01 – 15.12.01

 

kuratiert von Rike Frank

 

Das Besprechen von Orten und Zugehörigkeiten sowie den an ihrer Konstituierung beteiligten gesellschaftlichen - sprich politischen, ökonomischen, ethnischen, technologischen, medialen, kulturellen… - Prozessen befindet sich in Bewegung. Die Frage ist, wie lassen sich Positionen des Sprechens herstellen, die in gleichem Maße getragen sind von der Erfahrung einer "De- und Entterritorialisierung" und dem Wunsch einer Weltsicht Ausdruck zu verleihen, von dem Bestreben priviligierende Hierachien zwischen dem "Fremden" und dem "Eigenen" zu demontieren und sich zugleich nicht von Architekturen bestehender Systeme zu lösen, diese nicht aufzugeben, sondern an ihnen teilzuhaben.

Das Moment des Reisens als Metapher oder konkrete Ausgangsbasis spielt hierbei eine zentrale Rolle.


Programm:

Zu den Öffnungszeiten werden dauerhaft folgende Arbeiten gezeigt:


Supposé Verlag; Hrsg. Nils Röller und Klaus Sander


Huber Fichte – Gott ist ein Mathematiker. Annäherungen an die traditionelle Psychiatrie in Togo

Originaltonaufnahme, Anfang der 80er Jahre, Audio-CD, 2000

Ein Hörstück von Hubert Fichte (1935-1986) über Bewußtseinsstudien in Afrika und eine Gegenüberstellung der Heilmethoden psychisch Kranker, die mit Elektroschocks und Medikamenten operieren, mit jenen des Afrikaners Messanvi Sessou. Sessou untersucht, ob der Kranke sich an die rituellen und magischen Gesetze seiner Umgebung gehalten hat. Diese Methode begreift den Kranken und seine Umgebung als individuelles System, das entsprechend sprachlicher und botanischer Gesetze verschlüsselt ist.


Mathilde ter Heijne, For a Better World, 2001, CD-ROM

Ausgangspunkt für die CD-ROM sind Recherchen über Personen, welche die Form des Selbstmordes durch Verbrennnung wählten. Die gesammelten Materialien erzählen von den unterschiedlichen Motivationen und versuchen dieser radikalen Form des Protestes eine audiovisuelle Sprache zu geben jenseits medialer Archivaufnahmen.

 

Haluk Akakce, The Messure of All Things, 2000, Video

Virtuelle  Umgebungen bilden die Basis für ein "Märchen" über mögliche menschliche Kommunikation und ihre Grenzen zwischen Urbanem, Renaissance, Moderne, Netz und molekularen Mikrostrukturen. Stets ein Fremder im Paradies?


Sharon Hayes, The Interpreter Project, 2001, Videoinstallation

In ihren performativen Arbeiten "re-interpretiert" Sharon Hayes Führungen durch die einzigen 4 U.S. National Historic Sites, die Frauen (Eleanor Roosevelt, Clara Barton, Mary McLeod Bethune, Maggie L. Walker) gewidmet sind. Reduziert auf eine imaginäre Audio-Tour exponieren die Erzählungen die Funktionsweise historischer Zuschreibungen, entleeren sie ihrer Referenzen und entwerfen neue Dialoge mit vermeintlich Unsichtbarem. 


Irit Batsry, 2000, These Are Not My Images (neither here nor there), Video, Videostills

These Are Not My Images verknüpft Elemente des Dokumentarischen, Experimentellen, Essayistischen und Erzählerischen zu hochgradig bearbeiten Bildern einer Reise durch den Süden Indiens (Tamil Nadu), welche unterschiedliche Bedeutungen von Ort, Nähe und  Distanz sowie einer Bilderproduktion zwischen Sehen und Blindheit artikulieren.


13.12.01 – 15.12.01,  21.00 Uhr /Filmhaus am Spittelberg


Sixpackfilm zeigt parallel zur Ausstellung eine Retrospektive der Arbeiten von Irit Batsry: In Person Irit Batsry,


15.12.01 – 16.12.01,  Kunsthalle Exnergasse

Vortragsreihe 

Am letzten Wochenende wird die Ausstellung zur Plattform für eine Reihe von Vorträgen und Diskussionen zu den Fragestellungen von "Teil von…?"



Cirricula


Rike Frank, Magistra phil.

* 23.05.1968, Rendsburg, Deutschland


Ausbildung und Stipendien (Auswahl)


1998-99: 6 monatiges KuratorInnen-Trainée-Stipendium des österreichischenBundeskanzleramts, Kunstsektion, am P.S.1 Contemporary Art Center/NY und Dia center for the arts/NY, curatorial departement

seit 1997: Arbeit an der Dissertation zu aktuellen Tendenzen in der Videokunst bei Prof. Dr. Marie-Luise Angerer (Kunsthochschule für Medien, Köln)

1988-95: Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften, Schwerpunkt Audiovision, Prof. Dr. Siegfried Zielinski, Universität Salzburg/A; Diplomarbeit über "Histoire(s) du Cinéma" von Jean-Luc Godard


Audiovisuelle & kuratorische & wissenschaftliche Projekte (Auswahl)


Nov. 2000 »Never Alone Again«, Ausstellung und Screenings, La Panaderia, Mexico City, Kuratorin


1999-2000 Wissenschaftliche Recherche & Kuratorische Assistenz, »Re-Play.Anfänge Internationaler Medienkunst in Östereich«, Generali Foundation/Wien, Kuratorin Dr. Sabine Breitwieser, Ausstellung (Mai-August 2000) und Publikation (dt.-engl.), Katalogbeitrag Chronologie


Mai 1999 »Five29Ninety9«, a one-day-symposium and exhibition/NY, Konzeption gemeinsam mit M. Buckingham, A. Geyer, S. Hayes, K. Lukas, J. McKay, A. Ray; www.thing.net/~Five29Ninety9


seit Mai 1997  »vergessen©«. Verein zur künstlerischen Erforschung des Verges-         sens. Ein kollaboratives, internationales, interdisziplinäres Kunst- & Wissenschaft   -Projekt zum Thema Vergessen. Konzeption und Produktion, gemeinsam mit Herwig Turk. www.vergessen.com


seit 1996  Gründung  von Best Before/Wien, zahlreiche kuratorische Projekte,  gemeinsam mit Stefan Gyöngyösi (s. Best Before)


1995 »Bild : bild«. Konzeption & Durchführung von Videoprogrammen in der Galerie 5020/Salzburg, gemeinsam mit Stefan Gyöngyösi


Vorträge & Workshops (Auswahl)


2000 »Editing Elsewhere«, Videokunstkonferenz, Bratislava

2000 »Outside the Museum«, Nomads&Residents/New York

2000 »Die 13. Etage. Strategien des vergessen©«, Museum im Kopf/Wien

1998-2000 »VinylVideoTM« (siehe Best Before)

1997 »Videokunst von Frauen. Die 70er und 90er Jahre im Vergleich«, HDK/Berlin


Texte (Auswahl)


»Krisenmanagement. Ein Gespräch mit Cuhautémoc Median über Praktiken und TaktikerInnen in der Kunstwelt Mexico City«, springerin VI/4, 2000

»Hotel New York«, Katalogtext zu Jeanne van Heeswijk, P.S.1/NY, 2000

»Racefactory«, Katalogtext zu »fabrica de razas« von Adriana Arenas Illian, 1999

»Eigentlich haben wir es geschafft«, Katalogtext zu »Jeanny« von Katrina Daschner, 1998

»Die Kunst der Intervention«, Text über die Videoarbeiten von Moira Zoitl, erschienen in eikon. Internationale Zeitschrift für Photographie und Medienkunst 25/1998

Rezensionen u.a. in Medienjournal/Salzburg, springerin/Wien, eikon/Wien, camera austria/Graz, make/London


Beiräte & Netzwerke

 

seit 1998 Mitglied von »womens‘dinner«, Netzwerk von Kuratorinnen und Künstlerinnen

seit 1997 Beiratsmitglied der Kunsthalle Exnergasse/Wien



Dietmar Schwärzler

* geb. 07.11.1971; in: 6850 Dornbirn


Ausbildung:


1990 Matura am BRG-Dornbirn und Inskription des Studiums Theaterwissenschaft/Fächerkombination (Geschichte/Philosophie/Publizistik/Pädagogik – Schwerpunkt Film- und Medienwissenschaft).

1994-1996 Zusatzausbildung: Fakultätslehrgang Film und Geisteswissenschaften  

1996/97 zwei monatiger Forschungsaufenthalt an der University of California Los Angeles 

1998 Zivildienstantritt (Februar 98 bis Jänner 99)

11/1998 Diplom/Thema: “Lust und Verführung - Der Kinotrailer. Versuch ein kinematographisches Element zu formulieren“. Studiumabschluß mit Auszeichnung.

 

Seit 98: Dissertation - „Widerständige Bilder im zeitgenössischen Kino“

Untersuchung antirassistischer, antisexistischer und antikapitalistischer Bildkonstruktionen im gegenwärtigen Kino anhand der Gattung (Auto)Biographie / Portraits. (bei Prof. Monika Meister und Prof. Marie-Luise Angerer


2002: Lehrauftrag am Institut für Geschichte (gem. mit Sylvia Szely)


Seit 1992 diverse wissenschaftliche und kuratorische Projekte:


 01/01: Konzeption und Organisation – gem. mit Sylvia Szely - der Filmschau “ZWISCHENSTATION: Rund um den österreichischen Fernsehfilm 1070 - 1986“ in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria & dem ORF (Abt- Fernsehfilm)


11/00: Gastvortrag an der Bauhaus - Universität Weimar/backup – Festival.


Seit 11/99: Angestellt bei SIXPACK FILM; Zuständigkeitsbereich: Aufbau und Betreuung eines Videovertriebs. Schwerpunkt Kurz-, Musik,- Dokumentar- und Experimentalvideo.


Herbst 99 Konzeption und Organisation der dreiteiligen Veranstaltung You Can Have It. – gemeinsam mit Tanja Widmann.


* die Ausstellung in der Kunsthalle Exnergasse/WUK; in der ein temporäres Trailerarchiv installiert wurde;

* die Trailerschau bei der VIENNALE/Metro Kino

 * die Tagung; „Kinorituale“ im Depot/Museumsquartier. 


1998/99 Konzeption, Organisation und Zusammenstellung des Diagonale Specials - gemeinsam

mit Sylvia Szely - Unterwegs in die Gegenwart. 7 Programme zum österreichischen Fernsehspiel der 70er Jahre. Präsentation bei der Diagonale in Graz März 99. 


10/98 Videoproduktion Are You Sexual und Präsentation im Rahmen von Different Voices im  Depot/Museumsquartier.


1997 Mitarbeit (Literatur- und Projektrecherche) beim internationalen Symposion GEGEN RASSISMEN  – Konstruktionen, Interaktionen, Interventionen/Kunsthalle Exnergasse.


1997 Gastvortrag an der Universität Wien Ein Film und drei Varianten im Rahmen der Ringvorlesung 12 Gänge durch die Filmwissenschaft gemeinsam mit Andrea Pollach und Gerald Weber.

 

1997 Konzeption und Organisation gem. mit Sylvia Szely von Different Voices: Drei Veranstaltungen zum Thema Identitäten, Repräsentationen, Rassismen;

* Filmschau Looking For... Personale Isaac Julien im Stadtkino, Filmhaus Kino;

* Mehrtägiger Workshop zur “Konstruktion des Eigenen“ im Depot/Museumsquartier

* Sonntagsmatinee im WUK – Präsentation zweier österreichischer Film/Videoprojekte


10/96 Konzeption und Organisation (für Projektor; gem. mit Yasmin Kiss, Barbara Pichler, Andrea Pollach, Gerald Weber) von film/SUBJECT/theory. Filmtheorie und Film der 90er. Ein internationales Symposion im Französischen Kulturinstitut und eine Filmschau im Studio Molière. 


1996 Vereinsgründung u. Obmann von Projektor - Diskussionsforum Film, Video und Neue Medien.     

1996/98/00 Div. journalistische Tätigkeit: Blimp - Film Magazin; Buchrezensionen für Material - Zeitschrift vom Depot/Museumsquartier.

1995 Praktikum im Filmhaus Stöbergasse

1995 Konzeptuelle und organisatorische Mitarbeit (gem. mit Familie Benzer) bei dem Projekt 100 Jahre  Film im Conrad Sohm. Super 8  als Dokument des Privaten.


1995 Mitarbeit bei der Dokumentarfilmreihe Exercise in Reality - Eine Aufbearbeitung und Präsentation des österreichischen Dokumentarfilmschaffens im Filmhaus Kino.


 Zw. 1994 und 1996 diverse Projekte; u.a. 1994 und 1995 Konzeptuelle und organisatorische Mitarbeit bei Gesprächen der DIAGONALE/Salzburg. Der österreichische Film und die EU - was nun ?  und Ländervergleich Österreich/Schweiz.


1994 Tätigkeit beim Dornbirner Stadtarchiv. Recherchearbeiten für eine Ausstellung; Erstellung eines  Drehbuches für das Dornbirner Stadtarchiv.

 

1992 Konzept/Organisation der Performance (gem. mit Gerda Heidegger): Tyrannei der Schönheit. 



Christine Braunersreuther

Geboren 12. Juni 1974 in Wasserburg, Deutschland


Ausbildung:


bis Juli 2002 Studium der Museumskunde, FHTW Berlin

Juli 1994 Fachabitur, FH Landshut/Schönbrunn

Juli 1993 Chemielaborantin IHK, Peroxid-Chemie, München


Arbeitsfeld:


Oktober 2000  bis März 2001 Kunsthalle Exnergasse, Wien, A

Ausstellungsorganisation / Pressearbeit / KünstlerInnenkontakt


Januar / Februar 2000  KATO, Berlin,  Organisation einer Diskussionsveranstaltung zu Zwangsarbeit im 3. Reich


November 1998 bis Mai 1999 aktionsgalerie, Berlin, Kunstfestival „Und ab die Post III“, Organisation / Produktion / Katalogerstellung


Juni bis September 1998

TAM – The Alternative Museum, New York, USA, Organisation / Produktion / KünstlerInnenkontakt Ocularis, Brooklyn, USA, Festival for early german silent movie, Beratung / Organisation


Dezember 1997 bis Mai 1998, aktionsgalerie, Berlin, Kunstfestival „Und ab die Post II“, Organistion / Produktion / KünstlerInnenkontakt

Galerie- und Ausstellungseröffnung Galerie Mori Ogai, Gabriele Musebrinck, „Hei-Ku“ (Malerei), Organisation / Pressearbeit

 

Oktober 1994 bis Juli 1997 Süddeutsche Zeitung Ebersberg, Lokaljournalismus mit Schwerpunkt Feuilleton und Reportage

Desweiteren regelmässig Artikel für das halbjährlich erscheinende Magazin „testcard


Best Before, bearbeitet - produziert, kuratiert, konzeptioniert, erforscht, vermittelt, inszeniert - audiovisuelle (Genuß)Mittel entlang ihrer medialen Verfallsdaten und Haltbarkeiten.

Gründung Herbst 1996; seit 1997 Verein für mediale Produktionen und Inszenierungen


Projekte (Auswahl)


1996-1998 

AUDIOVISIONEN.                                                                                                 POPULÄR.DISKURSIV.PERSÖNLICH.LEGENDÄR.

Eine monatliche Veranstaltungsreihe im Kulturgelände Nonntal, Salzburg

 

Juli 1997               

»subraum«, elektronische Musik und Kunst; ein Ausstellungsevent in den Funder-Werken/St.Donat/A; Konzeption Bereich Medienkunst


April/Mai 1998  

»NACH 68   VERLANGEN UND BEGEHREN« Ausstellungsprojekt  in der Kunsthalle Exnergasse und im Salle de Bal/Wien


seit März 1998  »VinylVideoTM«, ein Projekt von Gebhard Sengmüller in Zusammenarbeit mit Best Before. www.vinylvideo.com. U.a. 2000 Galerie Shift, Berlin,

 

lowtech, Kunstraum/München (Vortrag), d(vision), Schikaneder/Wien

(Vortrag), Postmasters Gallery/NY, lowtech, Shedhalle/Zürich

(Vortrag), 1999 digitale 99/Köln (Vortrag), EAMF/Osnabrück,

 

Dogenhaus Galerie/Leipzig, phonotaktik/Wien (Show); 1998 Galerie 5020/Salzburg (Show), in between the image/Graz (Show),


DEAF/Rotterdam, OK.Centrum für Gegenwartskunst/Linz (Show), Sub Techs/the lab/San Francisco)


Juli 1998               

»vergessen©lounge« im Rahmen von »vergessen©« im Funderwerk III/St.Donat/A. Setting mit künstlerischen Videoarbeiten zum Thema Vergessen.

 

Juni 1999

 »Ersatz«; Installation mit der Videoarbeit »Work in progress« von Luis Valdovino; im Rahmen von »Parking«, im Highbridge Park, NY, einem Projekt von maydayproductions.

 

Projektor

Der Verein Projektor (Gründung 1996) versteht sich als Diskussionsforum für die gezielte Auseinandersetzung mit Film, Video und Neuen Medien. Der Verein wurde von Mitgliedern des Fakultätlehrganges Film und Geisteswissenschaften gegründet, einem interdisziplinären Projekt an der Universität Wien, das eine wissenschaftliche Spezialisierung mit Film und Filmtheorie ermöglichte. Die Intention des Vereins liegt in der Verbindung von praxisorientiertem Arbeiten und kulturtheoretischer Forschung. Projektor setzt sich aus FilmemacherInnen, VeranstaltungorganisatorInnen, FilmkritikerInnen und auf der Universität Tätige zusammen, die die im Rahmen des Fakultätlehrganges auf nationaler und internationaler Ebene geknüpften Kontakte und den wissenschaftlichen Austausch in Form von Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen, Symposien, Filmschauen und Workshops intensiviert und weiterführt.

 

Bisherige Projekte:

 

2000/01: Zwischenstation. Rund um den österreichischen Fernsehfilm von 1970 – 1986.

12 tägige Filmschau; in Kooperation mit FILMARCHIV AUSTRIA und ORF

1999: You Can Have It.

* You Can Have It. Trailerausstellung in der Kunsthalle Exnergasse.

* You Can Have It. Filmtrailerprogramm bei der VIENNALE

* You Can Have It. Kinorituale: Internat. Tagung im Depot/Museumsquartier

1998: Realisierung und Präsentation von 6 Videoprojekten, die innerhalb des Workshops entwickelt wurden.                                                                             

1997: Different Voices. Drei Veranstaltungen zum Thema Identitäten, Repräsentationen, Rassismen.

* Filmschau Looking For... Personale Isaac Julien; Stadtkino und Filmhaus Kino.                      

* Mehrtägiger Workshop zur “Konstruktion des Eigenen” im Depot/Museumsquartier                             

* Sonntagsmatinee im WUK; Präsentation zweier österreichischer Filmprojekte

1996: film[SUBJECT]theory. Film und Filmtheorie der 90er.Ein internationales Symposium im französischen Kulturinstitut und eine Filmschau im Studio Molière. 

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