Zeit

Do 13. April 2000 - Sa 6. Mai 2000

Ort

Kunsthalle Exnergasse

My love painting, Klaus Hartmann, Detail
Kunst

MY LOVE PAINTING

Malerei mit ...

Hilke Dettmers (D), Klaus Hartmann (D), Chantal Joffe (GB), Petra Maitz (A,D), Claudia Pegel (D), Ascan Pinckernelle (D), Jeanette Schulz (D/A)

In dieser Ausstellung werden von der Künstlerin und Kuratorin Petra Maitz ihre eigenen Arbeiten und von ihr ausgewählte Arbeiten von Kolleginnen und Kollegen gezeigt.

Dazu die Künstlerin: Teil 1 <-> Teil 2

 

Teil 1:

Die Lust der Malerei - Malerei freut mich.

Die selbstreferentielle Selbstorganisation der Systemtheorie hat auch die alten Medien Zeichnung, Malerei und Skulptur erreicht.

Mir sind 6 junge Künstler und Künstlerinnen aus meinem persönlichen Umfeld aufgefallen, die diese konzeptuelle Grundlage ihres Tuns hierin bestätigen. Kontextualität, Appropriation, ironische Verfremdung sind Voraussetzung für eine Kunst - Handlung geworden.

"My Love Painting" täuscht vorerst über diese Tatsache hinweg.

Alles ist wieder möglich, der Zeichenstift und der Pinsel werden eingesetzt, um hochkomplexe Zusammenhänge zu formulieren.

Heute zu malen und zu zeichnen ist so eine Art Widerstand, der auf die um sich greifende durch elektronische Medien verursachte Entfremdung und Freudlosigkeit antwortet.

Auch die aktuelle Auseinandersetzung mit politischen Inhalten wird unter den gezeigten Arbeiten nicht fehlen.

Petra Maitz

 

Teil 2:

MY LOVE PAINTING

Seit einigen Jahren hat sich in Hamburg um wenige junge Künstler eine Gemeinschaft von Malenden gefunden, die nicht in Romantik verfallen und dennoch gegenständlich malen. Es handelt sich bei den Bildern um eine poetische-imaginative Betrachtung von Wirklichkeit, die am Individuum selbst bricht, somit einen sehr intimen und persönlichen Ausdruck ganz bewußt formuliert. Die kontextuellen Prämissen der sogenannten Kunst-Handlung sind in Anspielung auf Geschichte, Kunstgeschichte, populäre Musik oder die Biowissenschaft zu suchen.

Die Malerei, die wir meinen ist nicht an unsere Geschichtsschreibung gerichtet, wohl eher handelt sie von unseren momentanen, geschichtslosen Lebens- und Arbeitsbedingugen, wie unserer unmittelbaren Umgebung, der Landschaft oder auch ganz selbstverständlich von unseren Fotoalben.

Es stört nicht, in einem uralten Medium wie der Malerei, solch kleine Schritte zur Wiederelebung zu machen. Weit weg von groben Antimethoden oder destruktiven Versuchen die Einfachheit der Malerei zu hinterfragen oder sie in einen fast werbetechnischen Zusammenhang zu stellen, wird das Naheliegenste dargestellt.

Es ist ein Vorteil, sich eines solch traditionell gewachsenen Mediums zu bedienen.

Also sind auch ganz simpel gesagt die Titel wichtig, oder die Formate und Farben, sowie die ganz persönliche Handschrift. Manchmal sind kleine Hinweise an die Oberfläche vorhanden, die weiterführen ins Geschehen, insofern als die Malerei nichts zu verbergen hat, ihre Oberfläche das gibt was sie verspricht.

Petra Maitz

 

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