Zeit

Do 13. Januar 2000 - Sa 12. Februar 2000

Ort

Kunsthalle Exnergasse

Übersetzungen, Helmut Rainer, 2000, Detail
Kunst

Uebersetzungen

Ausstellung

Vernissage: Mittwoch 12.1.00, 19.00

Einleitung: Georg Vasold 

Die teilnehmenden KünstlerInnen sind alle im WUK produzierend tätig:

Walter Berger, Reinhard Blum, Andreas Dworak, Susanne Gamauf, René Herar, Helmut Rainer, Beate Schachinger, Tommy Schneider

"ÜBERSETZUNGEN" - so der Titel der ersten Ausstellung im Jahr 2000 - unternimmt den Versuch, am Beispiel von Malerei, Skulptur, Foto, Video und Sound, Möglichkeiten medialer Verknüpfungen sichtbar zu machen. Im Gegensatz zum dutzendfach variierten Crossover-Konzept geht es jedoch primär nicht darum, völlig neue Sinnzusammenhänge zu erschliessen, sondern um ein konsequentes Hinterfragen des einen Mediums im Spiegel des anderen.

Dem Projekt liegt die ebenso schlichte wie bedeutsame Erfahrung zugrunde, daß die Veränderung und Erweiterung des visuellen Vokabulars notwendigerweise eine Veränderung der Inhalte mit sich bringt. Das Werk als Form, deren Aussagekraft abhängig ist von den technischen und materiellen Bedingungen, soll im Rahmen dieser Ausstellung eine Erweiterung erfahren. Angestrebt wird dabei aber weder eine Position, die sich erschöpft im koketten Schielen zum Nachbarmedium, noch in einem wahllosen Zusammenfassen aller verfügbaren Bild-/Ausdrucksmöglichkeiten. Beabsichtigt ist vielmehr eine Untersuchung der Schnittstellen, ein Sichtbarmachen der Berührungspunkte und eine konzentrierte Darstellung jener Momente, in denen der Blick und die Empfindung des Rezipienten sich löst von den Erwartungen und Erfahrungen, die an ein Medium A geknüpft sind, und umspringt zu jenen des Mediums B, usw. Dabei werden auch perzeptive Abläufe thematisiert, da die Momente, in denen die Wahrnehmung umspringt (z.B. beim Verlangsamen des Films zum still; im Augenblick, in dem sich Einzelbilder zur Narration verdichten; in der Erfahrung der Standpunkt- und Subjektabhängigkeit in der Betrachtung; usf...), thematische Leerstellen hinterlassen, die aber aufgrund der Parallelmedien sofort neu gefüllt werden.

Georg Vasold

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