Zeit

Do 20. Oktober 1994 - Sa 19. November 1994

Ort

Kunsthalle Exnergasse

DAS WIENER GRAFFITI-ARCHIV, 1994, Detail
Kunst

DAS WIENER GRAFFITI-ARCHIV

NORBERT SIEGL

Norbert Siegl präsentierte in dieser Ausstellung großformatige Fotos von Graffiti und eine Zusammenstellung historischer Felsritzbilder des Höhlenforschers Werner Hollender.

Die inhaltliche Spannbreite der gezeigten Graffiti umfaßt folgende Themen:
Graffiti und Werbung, Wahlwerbung und Parteien, historische Graffiti und Dipinti, diverse Sprüche und Forderungen, Tiere, Figuren, Gesichter, Kleber und Plakate, graffitoforme Phänomene, Sexualität, Liebe, Pop, Jugendkultur, Anarcho- und "linke" Graffiti, Rechtsextremismus, Feminismus, Religion, Drogen, Krieg, Umwelt, Tod und Selbstmord.

Norbert Siegl, geb. 1952, graduierter Psychologe, lebt in Wien. 1978 begann er mit ersten Arbeiten auf dem Gebiet der Graffitiforschung, die ihn immer mehr in Richtung empirische Wissenschaften führten und in einem Psychologiestudium resultierten, das er 1992 mit einer Studie über geschlechtstypisches Kommunikationsverhalten am Beispiel Toilettengraffiti abschloß.Das Wiener Graffiti-Archiv besteht seit 1978 und hat sich zur Aufgabe gemacht, "inoffizielle Inschriften und Zeichnungen = Graffiti" zu sammeln, zu archivieren und wissenschaftlich auszuwerten. Der gemeinsame Nenner besteht darin, über diese frei und meist spontan entstandene Kommunikation, authentische und unverfälschte Antworten auf diverse Fragen der Zeit zur Verfügung zu haben.

Im Wiener Graffiti-Archiv findet sich Bildmaterial zu Gefängnis- und Toilettengraffiti, Graffiti von Kindern und Jugendlichen, Polit- und Kunstgraffiti aus dem deutschsprachigen Raum. Erhebungsorte waren bisher Berlin, Dresden, München, Köln und Wien.
Das Wiener Graffiti-Archiv ist ein Privatarchiv, das teilweise mit öffentlicher Unterstützung arbeitet. Nach Voranmeldung und Absprache kann das Archivmaterial zugänglich gemacht bzw. für Berichterstattung und Forschungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Internationale Zusammenarbeit wird angestrebt, Hinweise auf Graffiti sind erwünscht.

Leitung: Mag. Norbert SIEGL
Mitarbeit: Daniela Beranek
 

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