Beate Schachinger

Malerei, Fotografie

In einen Raum „dahinter“.

Einzelbilder aus traumhaften Sequenzen auf kleine Formate verdichtet, jedes eine Welt für sich. Die Dargestellten, aus der Mitte an den vorderen Bildrand gerückt, an dem sie meist angeschnitten sind, behalten ihre Geheimnisse für sich, auch für die Künstlerin selbst. In sich gekehrt, abgewandt, wartend, schlafend, träumend, nach innen schauend, ohne den Kontakt zum Betrachter suchend, so geben sie in sich selbst versunken die Aussicht auf einen Raum dahinter frei, in dem sie doch nicht anwesend sind. Schachingers Blick auf die Figuren ist ein fotografischer, so wie die gewählten Bildausschnitte. Vor der malerischen Umsetzung wird eine Fotoserie inszeniert. Aus dem so entstandenen Material werden die ausgewählten Bilder am Computer zusammen- und gegebenenfalls in ein Hintergrundmotiv montiert. Neben Traumsequenzen fließen Erinnerungen an Genrefilm und Comic ein. Die Bildräume – meist sind es Innenräume – werden zu einem Bühnenraum, einem Filmset, in dem der Akteure Doppelgänger schon anwesend sind. Die lineare Zeit ist wie in einem Traumbild aufgehoben, eine Begegnung bleibt unmöglich. In Zeiten voyeuristischer Überinformation geht es in Schachingers Arbeiten um die Magie des Mehrdeutigen, aber auch um eine bestimmte Ruhe, die sie beim Malen findet und die sich in ihre Malerei einschreibt und sichtbar wird.

Mit den Mitteln, die Farben und Bildträger bieten, ihrer Materialität, sucht Schachinger für jedes Bild eine ihm eigene, gleich malerische wie auch formale Lösung zu finden. Nicht nur die dargestellten Szenen lassen den Betrachter an etwas teilhaben, das nicht für aller Augen bestimmt zu sein scheint, auch die Auseinandersetzung am Bildträger mit Form, Motiv und dem Prozess des Malens, dem Tun, wird sichtbar und wirkt auf unmittelbare Weise intim.

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