Atelieransicht

Andreas Dworak

Malerei, Fotografie, Video

Die Ruine, das Wrack oder auch ein Bezirksmuseum. Andreas Dworak interessiert sich für Dinge und Orte, die von vergangenen Zeiten zeugen und geht ihnen auf die Spur. Mit aufwendigen traditionellen Techniken wie dem Gummidruck bewahrt er sie vor dem völligen Verschwinden und verleiht ihnen ein Stück ihrer Erhabenheit zurück.

Mouse eats Banksy Cop at Mauskulturhaus, Kunstzelle, WUK,

Andrea Reisinger/ Andreas Dworak 2014

Banksysratten oder mäuse erscheinen in seinen arbeiten stets als die zynischen kommentatoren unserer ungerechten welt. Sie entlarven die neoliberalistische paradigmenarchitektur als das was sie ist. maus ist gleich anarchistin oder punk.
Die notorischen nager, alte und massenweise auftretende nahrungskonkurrenten der menschen, bewegen sich seit dem sie das mühsam kultivierte korn rauben, auch in der bilderwelt. Sie können massenweise dämonisch apokalyptischen charakter annehmen, oder als einzelne wesen verspielt und kuschelig in ihrer miniaturisierung antropomorph kindliche geborgenheit verkörpern. Unzählige mäusefamilien bevölkern kinderbücher in wort und bild.
Es gilt "sie oder wir", wenn sie sich unserer kontrolle entziehen, indem sie massenweise auftreten. Als kleinfamilie sind sie aber immer gern gesehen und als gleichnis in erziehungstechnischer hinsicht willkommen.
So pendelt das historische mäusbild immer zwischen der masseweise naturgewaltigen erscheinungsform und dem einzelmäuschen in der Kleinfamilie.
Diese beiden mausbilder in eine sprache zu übersetzen ist das ziel und ergebnis des mauskulturhauses.
Es ist nicht weit, die mäuse, einmal als individuen neu erfunden,  wieder zurückzutragen und ihnen die eigenschaften der robin hoodidity zuzusprechen. So werden die mitglieder ehemaliger anonymer räuberbanden individualisiert und unter neuen vorzeichen punks. 


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