
Th 21.5.2026
9.00 am - 12.30 pm
kex—kunsthalle exnergasse
B
SOUNDING OURSELVES
Wie klingt ein Kunstwerk? – Ok, das ist vielleicht noch einfach. – Aber wie klingt eine Schulklasse, unsere Klasse? Was macht gerade unseren Klang aus? Ist der Sound jeder Klasse anders? Und vor allem, wo klinge ich in dieser Gruppe?
Innerhalb der von Elisabeth Falkensteiner und Nora Mayr kuratierten Ausstellung High on Distortion, Low on Reception komponieren die Schüler*innen gemeinsam ein Klangstück, das ihre Klasse widerspiegelt. Für die Gestaltung dieser Soundcollage setzen wir uns mit unseren Körpern als Klangkörper auseinander und begeben uns auf die Suche nach unserem ganz persönlichen Sound. Diese Stimmungen, individuelle Geräuscheigenschaften und schiwngenden Momente fangen die Jugendichen mit Aufnahmegeräten (kabellosen ASMR-Mini-Mikrofone) ein und bearbeiten die Klänge bei Bedarf mit Soundprogrammen.
Wir nutzen aber auch bereitgestellte Requisiten und werfen so gleich auch einen Blick/ein Ohr auf den Beruf der Geräuschemacher*innen.
Gemeinsam erarbeiten die Schüler*innen aus ihren Einzelklängen eine Komposition für eine Live-Choreografie zum Abschluss des Workshops. Zum großen Finale stimmt jede*r Einzelne in unser Crescendo mit ein.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung
Zwischen Lautem und Leisem, Wahrnehmbarem und Verdrängtem widmet sich die Gruppenausstellung High on Distortion, Low on Reception den Klängen unserer Gegenwart – überlagert von Verzerrung, verloren in der Resonanz. Im Mittelpunkt steht dabei ihre Form als Kommunikation, Empfindung und kulturelle Erfahrung.
Poetisch wie analytisch erkunden die künstlerischen Arbeiten das Potenzial von Klang als vielschichtigem Medium – jenseits ästhetischer Kategorien oder sprachlicher Bedeutung. Sie machen verborgene, oft bedrohliche Facetten unserer Klangwelten erfahrbar: das Dröhnen menschlicher Eingriffe in Ozeane, das Verstummen von Insekten, das Rauschen unsichtbarer elektromagnetischer Felder oder der Donner akustischer Aggression. Innerhalb der Ausstellung begegnet uns Klang einerseits als politische sowie affektive Artikulation, andererseits als Ausdruck von kultureller Identität. Zugleich erscheint er als Werkzeug sozialer Kontrolle, als Auslöser veränderter Wahrnehmung oder als Spur, die sich in Ökologien, Räume und Erinnerungen eingräbt.
Künstler*innen: Natalia Dominguez Rangel, Jung An Tagen, Marlene Kager, Christina Kubisch / Peter Kutin / Florian Kindlinger, Suchart Wannaset, Hui Ye in Zusammenarbeit mit Qu Chang, Samo Zeichen / Paula Backer
Kuratiert von Elisabeth Falkensteiner, Nora Mayr
Im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026, ein Projekt des KunstHausWien
Unterstützt durch den Otto Mauer Fonds












