© Apollonia Bitzan

WUK performing arts

WUK performing arts, as one of four program divisions of WUK Kultur, presents a variety of formats in the WUK Saal, the Foyer, the Projektraum, sometimes the inner courtyard and repeatedly also the urban space outside the former locomotive factory at Währinger Straße 59. We thus create visibility for a lively independent dance and performance scene and are particularly interested in interdisciplinary formats at the interfaces of dance, performance, installation, lecture, concert, party, video art and site-specific works. Our program reflects the ideas and themes of a major international city, its inhabitants and its artists. We trace these, help to shape them and let them take effect in the spaces of the WUK.

Coming up

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Ewa Dziarnowska: This resting, patience

Tanz nicht als frontale Unterhaltung, sondern als soziale Praxis. Ein Gewahrwerden des gemeinsamen Raumes und der Handlungsfähigkeiten darin. Das ganz genaue Hinsehen, das In-Kontakt-Treten, Durchlässig-Sein. Verabredungen treffen, umdenken und neu treffen. Schleifen des Mit- und Füreinanders. Zwischen Ewa Dziarnowska, Leah Marojević und dem Publikum entsteht über drei Stunden in einer sinnlichen und hinreißend getanzten Arbeit ein „Gegenentwurf“ dazu, wie wir uns im aktuellen gesellschaftlichen Klima „zu fühlen und zueinander in Beziehung zu setzen haben“ (Dziarnowska). Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz International, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Di 28.7., 18:00 Uhr, Do 30.7., 19:00 Uhr & Fr 31.7.2026, 20:00 Uhr
, Projektraum

Menschen sind geprägt von ihrer Umwelt. Was also verrät eine in Einzelteile aufgespaltene und zum Verkauf stehende Welt über ihre Bewohner:innen? Inmitten dieser „profitablen Landschaften“ eröffnet Netti Nüganen gemeinsam mit Künstlerin Pire Sova und Sounddesignerin Michaela Kisling ihre eigene Eismanufaktur. Zwischen Objekten aus Eis, mit denen auch das Publikum hantieren darf, und riesengroßen Ideen angesichts der uns allen schmelzenden Existenzgrundlage, erzählt Nüganen humorvoll, multiperspektivisch und zugleich präzise von der Widerständigkeit des Loslassens.

So 26.7., 22:30 Uhr & Di 28.7.2026, 21:00 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Ehsan Hemat: Everything brings us back to the body

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Ein Duett zwischen Mensch und Kupferplatte. Außerirdisch mutet das große, polierte Objekt an – stammt aber aus tiefster Erde, aus Tagebauminen in Afrika und den Amerikas. In sich trägt es Geschichten menschlicher wie ökologischer Ausbeutung, denen Ehsan Hemat sich mittels Bewegung, Klang und Stimme nähert. Dabei schafft er eindrucksvolle Bilder: lässt das Kupfer aufflammen im Dunkeln, duckt den eigenen Körper hinter der Platte weg, erstrahlt dann wieder im Licht ihrer Reflexion. Der Titel, der als Motto für das Festival als Ganzes stehen könnte, zitiert den postkolonialen Theoretiker Achille Mbembe: Everything brings us back to the body.

Sa 1.8., 21:00 Uhr & Mo 3.8.2026, 19:00 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Gabrielle Levie: Winter Quarters

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Schrille Hauptfiguren und soziale Netzwerke, die jede Kleinigkeit mediale Saltos schlagen lassen, bringen unserer politischen Gegenwart immer öfter Vergleiche mit dem Zirkus ein. Doch Gabrielle Levie genügt es nicht, die Welt für verrückt und damit für undurchschaubar zu erklären. Stattdessen tritt sie selbst in die Manege und legt die Mechanismen des Spektakels frei. Inspiriert von den historischen Zirkussen des 19. Jahrhunderts kreiert Levie ein „verzerrtes Märchen“, in dem u. a. ein humanoider Nussknacker, ein Showgirl und ein Zebra Aufschluss geben über unseren ganz normalen Wahnsinn.

Mo 3.8., 21:00 Uhr, Di 4.8. 21 Uhr & Mi 5.8.2026, 19:00 Uhr
, Projektraum


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