© Apollonia Bitzan

Coming up

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Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Nikolaus Adler: PALE BLUE

Ein Blick auf die Welt in 100 imaginierten Artefakten

Choreograf Nikolaus Adler lädt uns zu einem spielerischen Experiment ein: Hundert choreografische Artefakte entfalten sich im leeren Raum und die Bühne wird zu einem imaginären Ausstellungsort.

Sa 27./ So 28. / Mo 29. / Di 30. Juni | 19:30 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Taous Bertrand: Nymph

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Nachdem die Göttin Hera sie der eigenen Sprache beraubt hat, bleibt der Nymphe Echo nichts, als fremde Worte zu wiederholen. Unfähig, dem schönen Narziss ihre Liebe zu gestehen, muss sie zusehen, wie er sich in sich selbst verliebt, und verkümmert zur bloßen, selbstlosen Stimme. In Nymph tritt die tragische Figur nun aus der Obskurität heraus und in einen neuen Körper: den der Choreografin und Tänzerin Taous Bertrand, die in ihrem anmutigen Solo Echos Mythos als transfeminine Erfahrung deutet. Dabei schafft sie ein besonderes Spiel der Hände – Werkzeuge, „um einen Körper, ein Gesicht, ein Selbstbild neu zu gestalten.“

Sa 11.7., So 12.7., 21:00 Uhr & Mo 13.7.2026, 19:00 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Ndoho Ange: Welcome To My Jungle

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Die Luft flimmert grün und orange, wiegt beinahe tropisch schwer, Ndoho Ange ist umkreist von Subwoofern und Publikum, die Bühne ein Boxring: „Der Feind ist unsichtbar. Er ist in mir. Ich kämpfe mit mir selbst.“ Elektronische Musik aus dem Genre des Jungle, das sich durch Brüche und Wiederholungen auszeichnet, versetzt die multidisziplinäre Künstlerin und unfassbar talentierte Tänzerin in eine Suchbewegung nach einer „verschütteten Erinnerung des Körpers“. Ganz im Sinne des martinikanischen Autors Édouard Glissant, für den Sprache „ein Ort des Zitterns“ war, ringt Ange auf der bebenden Tanzfläche um Antworten.

Do 16.7., 22:30 Uhr, Fr 17.7. 19 Uhr & Sa 18.7.2026, 21:00 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Silke Grabinger / SILK Fluegge: AREYOUARE

Im zweiten Teil einer Trilogie, die das heutige Verhältnis zwischen Mensch und Maschine verarbeitet, tritt Silke Grabinger mit einem kopflosen Roboterhund, einem digitalen Küchenautomaten und drei selbsttätigen Staubsaugern auf. Mit Bezug auf Carolee Schneemanns Performance Up to and Including Her Limits sowie auf Martha Roslers Semiotics of the Kitchen liefert die Oberösterreicherin abermals eine so aufregende wie unheimliche Interaktion zwischen Körper, Choreografie und Robotik. Möchte die Künstlerin eine Maschine und befreit von alten Limits sein?

Sa 18.7., 19:00 Uhr, Mo 20.7. & Di 21.7.2026, 21:00 Uhr
, Projektraum

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Alina Arshi / KAAM KAAS: States of bewilderment

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Mit ihrem allerersten Stück tourte Alina Arshi schon durch die Schweiz, Italien, Frankreich und UK. Ihr neues Duo soll das Publikum „mehr im Bauch und weniger im Kopf“ erreichen. Für den Sozialwissenschaftler Gregory Bateson, dessen Bücher eine Inspiration für States of bewilderment waren, bilden Körper und Geist ohnehin eine Einheit.Welche Widersprüche zutage treten, wenn zwei solcher Einheiten sich zu verbinden suchen, zeigen Arshi und Co-Performerin Juliette Uzor in winzigen Verschiebungen. So formen sich bekannte Hierarchien und noch unerschlossene Dynamiken: verstrickt, vertraut, entschieden, fassungslos.

Di 21.7. & Mi 22.7., 19:00 Uhr, Sa 23.7.2026, 21:00 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Magdalena Forster: Echo Body

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Nachdem sie letztes Jahr in Martina De Dominicis’ stimmungsvollem Latente zu sehen war, zeigt Magdalena Forster heuer ihr Gruppenstück Echo Body. Die in Wien lebende Künstlerin und ehemalige Pflegerin hat ein Gespür für die Zerbrechlichkeit und Kraft des Körpers, die vielschichtigen Resonanzen, Korrespondenzen und Schwellen zwischen ihm und seiner Umwelt – damit auch für den Atem, für das Ein und Aus des Lebens. In Echo Body befreit sie die Orgelpfeife, die zu den frühesten Klangkörpern der westlichen Musikgeschichte zählt, von ihrem liturgischen Kontext und entlockt ihr im choreografischen Wechselspiel neue Töne.

Do 23.7., 19:00 Uhr & Sa 25.7.2026, 19:00 Uhr
, Projektraum

Menschen sind geprägt von ihrer Umwelt. Was also verrät eine in Einzelteile aufgespaltene und zum Verkauf stehende Welt über ihre Bewohner:innen? Inmitten dieser „profitablen Landschaften“ eröffnet Netti Nüganen gemeinsam mit Künstlerin Pire Sova und Sounddesignerin Michaela Kisling ihre eigene Eismanufaktur. Zwischen Objekten aus Eis, mit denen auch das Publikum hantieren darf, und riesengroßen Ideen angesichts der uns allen schmelzenden Existenzgrundlage, erzählt Nüganen humorvoll, multiperspektivisch und zugleich präzise von der Widerständigkeit des Loslassens.

So 26.7., 22:30 Uhr & Di 28.7.2026, 21:00 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Ewa Dziarnowska: This resting, patience

Tanz nicht als frontale Unterhaltung, sondern als soziale Praxis. Ein Gewahrwerden des gemeinsamen Raumes und der Handlungsfähigkeiten darin. Das ganz genaue Hinsehen, das In-Kontakt-Treten, Durchlässig-Sein. Verabredungen treffen, umdenken und neu treffen. Schleifen des Mit- und Füreinanders. Zwischen Ewa Dziarnowska, Leah Marojević und dem Publikum entsteht über drei Stunden in einer sinnlichen und hinreißend getanzten Arbeit ein „Gegenentwurf“ dazu, wie wir uns im aktuellen gesellschaftlichen Klima „zu fühlen und zueinander in Beziehung zu setzen haben“ (Dziarnowska). Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz International, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Di 28.7., 18:00 Uhr, Do 30.7., 19:00 Uhr & Fr 31.7.2026, 20:00 Uhr
, Projektraum

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Ehsan Hemat: Everything brings us back to the body

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Ein Duett zwischen Mensch und Kupferplatte. Außerirdisch mutet das große, polierte Objekt an – stammt aber aus tiefster Erde, aus Tagebauminen in Afrika und den Amerikas. In sich trägt es Geschichten menschlicher wie ökologischer Ausbeutung, denen Ehsan Hemat sich mittels Bewegung, Klang und Stimme nähert. Dabei schafft er eindrucksvolle Bilder: lässt das Kupfer aufflammen im Dunkeln, duckt den eigenen Körper hinter der Platte weg, erstrahlt dann wieder im Licht ihrer Reflexion. Der Titel, der als Motto für das Festival als Ganzes stehen könnte, zitiert den postkolonialen Theoretiker Achille Mbembe: Everything brings us back to the body.

Sa 1.8., 21:00 Uhr & Mo 3.8.2026, 19:00 Uhr
, Saal

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Gabrielle Levie: Winter Quarters

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Schrille Hauptfiguren und soziale Netzwerke, die jede Kleinigkeit mediale Saltos schlagen lassen, bringen unserer politischen Gegenwart immer öfter Vergleiche mit dem Zirkus ein. Doch Gabrielle Levie genügt es nicht, die Welt für verrückt und damit für undurchschaubar zu erklären. Stattdessen tritt sie selbst in die Manege und legt die Mechanismen des Spektakels frei. Inspiriert von den historischen Zirkussen des 19. Jahrhunderts kreiert Levie ein „verzerrtes Märchen“, in dem u. a. ein humanoider Nussknacker, ein Showgirl und ein Zebra Aufschluss geben über unseren ganz normalen Wahnsinn.

Mo 3.8., 21:00 Uhr & Mi 5.8.2026, 19:00 Uhr
, Projektraum