
Fr 14.8.2026
8.30 pm
Eintritt frei
Hof
MANUL
Benannt nach der wildlebenden Pallas-Katze macht das Duo Manul Musik, die wie das Tier kompakt und gedrungen ist, voll Unberechenbarkeit und emotionaler Nähe. Gitarrenriffs changieren zwischen sphärischen Shoegaze und klaren Hookmelodien, die sich in noch so runde Ohren festsetzen. Die Drums folgen, mal mit schweren klaren Beats zum Anlehnen, um dann wieder mit verspielten Rhythmen genaue Melodien wiederzugeben um sich in wilde, aber präzise ausgeführte Zoomies zu steigern.
Die Musik von Manul lässt die Intimität und Freundschaft der zwei Performenden spüren: Die Nummern verarbeiten Gefühle und Geschichten, das Leben als nachtaktive Einzelgänger, eifersüchtige Liebhaber und Anpassungsdruck an die Umgebung. Teils mit, teils ohne Text, die Instrumente immer symbiotisch und solidarisch einander zugewandt.
Was bedeutet Manul? Wilder und ungezähmter als Hauskatzenmusik – eine Raubkatze mit kurzen Beinen, aber langem Atem.
Im Frühsommer 2024 erschien die erste selbstbetitelte EP “Demo Tape”, vorerst exklusiv auf Kassette, via No Expectation Records mit Release Konzerten am Queerzilla Festival, Wien sowie in Linz und Ostrava (CZ).
Holy Shit! Hier sind sie wieder die Platzkonzerte! Klare Kante, guter Ton! Heuer mit queerem Electro Trash Pop von POPSCH, anarcho New-Wave-Post-Punk von ROLLTREPPE und radikalem Free-Jazz-Hip-Hop von und zu KOENIGLOLLIPOP. Ratta Tatta Peng Peng! So knallen PALOMA 004 Indie-esk ins sommerfrische Gemüse, während GATAFIERA mit funky Reggeaton-Riot Wadeln dort hinrichtet, wo sie hingehören. Den Auftakt zum Radau zupft diesmal DER TÄUBLING selbst und swingt den WUK-Hof prophylaktisch mit fidel misanthropem Dada-Tourette-Rap ein. Hört, hört! So addiert sich das Programm aus musikalischen Raritäten der Sonderklasse wieder zu einem akustischen Feuerwerk, das die Ohrmuscheln proper poliert.
Kuratiert wird das Programm im dritten Jahr vom Veranstaltungskollektiv BRUTTO aka Rania Moslam, Lisa Kortschak und Gregor Mahnert, das bisher u.a. im brut Theater Eventreihen auf die Bühne gebracht hat - immer mit dem Ziel, unterschiedliche künstlerische Formate, Zugänge und Arbeitsweisen einander gegenüber zu stellten, miteinander zu konfrontierten und aneinander auszuprobieren. Nicht im Sinne eines beliebigen „Anything goes“, sondern als gewagtes Zusammendenken scheinbarer und tatsächlicher Gegensätze.
Die Kuratur erfolgt heuer wieder als „Teil des linken Musiker*innenratnetzwerks“ und denkt die Platzkonzerte als sommerlichen Treffpunkt für Musikinteressierte sowie als Ort für Austausch, Inspiration und solidarisches Kräfte-Vereinen.
Eine Veranstaltung des WUK








