
Th 20.8.2026
8.30 pm
Eintritt frei
Hof
Bull Nakano
Bull Nakano haben seit ihrem Debüt 2025 einen Nerv getroffen. Wie sonst lässt sich erklären, dass sie neben den gängigen Punkbühnen auch Events wie das Silweety oder den Rundgang der Akademie der bildenden Künste bespielen und da wie dort mit einer charmanten Selbstverständlichkeit alles niederreißen. Benannt nach der japanischen Wrestlerin hat sich die hochkarätig besetzte Band zusammengefunden um einen Sound zwischen aggressiven Riffs, grooviger Rhythmuspartie und mitreißend emotionalen Vocals auszuloten. Das treibt sowohl alteingesessene Hardcore-Traditionalist*innen als auch Nicht-Genre-Fans auf den Dancefloor wie Kühe auf die Alm und macht vor allem ihre Live Shows zu einem ekstatischen Erlebnis. Ab hier gibt es kein Zurück, denn wie es schon in dem Soundbite am Anfang ihres Demo Tapes heißt: "Bull Nakano means Business!”
Holy Shit! Hier sind sie wieder die Platzkonzerte! Klare Kante, guter Ton! Heuer mit queerem Electro Trash Pop von POPSCH, anarcho New-Wave-Post-Punk von ROLLTREPPE und radikalem Free-Jazz-Hip-Hop von und zu KOENIGLOLLIPOP. Ratta Tatta Peng Peng! So knallen PALOMA 004 Indie-esk ins sommerfrische Gemüse, während GATAFIERA mit funky Reggeaton-Riot Wadeln dort hinrichtet, wo sie hingehören. Den Auftakt zum Radau zupft diesmal DER TÄUBLING selbst und swingt den WUK-Hof prophylaktisch mit fidel misanthropem Dada-Tourette-Rap ein. Hört, hört! So addiert sich das Programm aus musikalischen Raritäten der Sonderklasse wieder zu einem akustischen Feuerwerk, das die Ohrmuscheln proper poliert.
Kuratiert wird das Programm im dritten Jahr vom Veranstaltungskollektiv BRUTTO aka Rania Moslam, Lisa Kortschak und Gregor Mahnert, das bisher u.a. im brut Theater Eventreihen auf die Bühne gebracht hat - immer mit dem Ziel, unterschiedliche künstlerische Formate, Zugänge und Arbeitsweisen einander gegenüber zu stellten, miteinander zu konfrontierten und aneinander auszuprobieren. Nicht im Sinne eines beliebigen „Anything goes“, sondern als gewagtes Zusammendenken scheinbarer und tatsächlicher Gegensätze.
Die Kuratur erfolgt heuer wieder als „Teil des linken Musiker*innenratnetzwerks“ und denkt die Platzkonzerte als sommerlichen Treffpunkt für Musikinteressierte sowie als Ort für Austausch, Inspiration und solidarisches Kräfte-Vereinen.
Eine Veranstaltung des WUK








