Time

Sa 27./ So 28. / Mo 29. / Di 30. Juni | 19:30 Uhr

Place

Saal

Gate

C

Performance, Tanz, TheaterPerformanceTanz

Nikolaus Adler: PALE BLUE

Ein Blick auf die Welt in 100 imaginierten Artefakten

Bewegtes Museum

Choreograf Nikolaus Adler lädt uns zu einem spielerischen Experiment ein: Hundert choreografische Artefakte entfalten sich im leeren Raum, und die Bühne wird zu einem imaginären Ausstellungsort. Mit dem Wissen, dass jede Beschreibung der Welt anhand exemplarischer Stücke immer der Kritik einer unausgewogenen Perspektive ausgesetzt ist, versteht sich diese Sammlung als bewusst subjektiver Blick auf unsere Welt.

Inspiration aus dem All

Die Inspiration für PALE BLUE liegt in einem historischen Moment der Raumfahrt: Beim Start der Raumsonde Voyager 1 im Jahr 1977 wurde die sogenannte Golden Record mitgeschickt. Darauf befinden sich ausgewählte Artefakte als Botschaft für mögliche außerirdische Wesen.

Tänzer*innen als lebende Archive

Dieses Prinzip dient als gedankliche Spielwiese für das Stück. Die Bühne wird zu einem Ort, an dem nicht Gegenstände, sondern bewegte Repräsentationen unserer Welt gesammelt werden. Das choreografische Material entsteht aus Artefakten, die von den Tänzer*innen über mehrere Monate hinweg zufällig ausgewählt wurden. Dabei beschränkt sich der Begriff des Artefakts nicht nur auf Dinge, sondern umfasst auch Erinnerungen, Gefühle und andere Zustände menschlicher Existenz.

Mach dir dein Bild

Erst durch die Interpretation des Publikums entfaltet sich die Ausstellung vollständig. Die Zuschauer:innen sind eingeladen, sich auf eine Art Charade einzulassen: Jede der 100 Choreografien kann und soll individuell gelesen und gedeutet werden - eine Entdeckung des Alltäglichen oder vermeintlich Banalen. So materialisiert sich in einer Welt, in der das Gewohnte von ständigen Umbrüchen bedroht ist, im leeren Raum eine Vielzahl persönlicher Bilder und Geschichten - ein individueller Blick auf die Welt in 100 imaginierten Artefakten

Credits

Konzept, künstlerische Leitung und Choreographie
Nikolaus Adler

Tanz und Choreographie
Lea Karnutsch, Eva Maria Schaller, Giorgia Scisciola, Vito Vidovič Bintchende, Xianghui Zeng

Szenographie und Kostüme
Sophie Eidenberger

Lichtdesign
Joe Albrecht

Dramaturgie
Stefanie Alexandra Prenn

Produktion und choreographische Mitarbeit
Fabian Tobias Huster

Presse und PR
Stefan Pauser
 

Eine Koproduktion von 
Kulturverein für zeitgenössischen Tanz und WUK performing arts.

Gefördert durch 
die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7), das Bundesministerium (BMWKMS), LSG – Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.b.H.
 

about

Nikolaus Adler (he/him)
1974 in Wien geboren, erhielt seine Ausbildung an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper. 1992 bis 2007 war er Tänzer des Wiener Staatsopernballetts, wo er in zahlreichen Balletten solistisch auftrat. Seit 1995 war er als Choreograph u.a. für das Wiener Staatsopernballett, Bregenzer Festspiele, Dance Europe (Tel Aviv), Festspielhaus Baden Baden (D), Da Dong Art Center, (Taiwan), Company Homunculus, Company ProART (Cz), Österreich Tanzt, X.ida, Brucknerfest Linz, Tiroler Landestheater, Tanzcompany der Oper Graz tätig. Seine Stücke waren bereits in Amerika, Taiwan, Israel, Spanien, Italien, Luxembourg, Tschechien, Deutschland und Österreich zu sehen. Seine Choreographien „Do not forsake me oh, my Darling“ und „rien ne va plus“ wurde durch die Kunstsektion des Bundeskanzleramtes für „Künstlerisch hervorragende Gesamtleistung“ prämiert. Sein „Torero Carmen“ gewann den Preis für „Beste zeitgenössische Choreographie“ beim Wettbewerb „Maya“ (St. Petersburg).
https://www.instagram.com/nikolaus_adler_choreographer/

Lea Karnutsch (she/her)
ist Tänzerin und Choreografin und studierte Zeitgenössischen und Klassischen Bühnentanz an der MUK Wien. Als Tänzerin arbeitete sie u. a. mit den Choreograf:innen Nikolaus Adler, Liz King, Katharina Senk, Steffi Wieser und Inge Gappmaier und bekam Engagements am Theater an der Wien und dem Johann Strauss Jahr. Mit ihren eigenen Choreografien gastiert sie europaweit, darunter brut Wien, Stadttheater Augsburg, CerModern Ankara, Q35 Turin und DOCK 11 Berlin. Seit 2021 entwickelt sie gemeinsam mit dem Medienkünstler Ferdinand Doblhammer als Kollektiv „Flip The Coin“ Bühnenstücke an der Schnittstelle von Tanz, Musik und digitaler Kunst. Mit großer Faszination für die Tanzwissenschaft verbindet sie in unterschiedlichen Projekten Tanztheorie mit Tanzpraxis. Dies resultierte in Kollaborationen mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, der Paris Lodron Universität Salzburg, LIMBO Arts Studios und der Tanzhistorikerin Andrea Amort.
https://leakarnutsch.at

Eva-Maria Schaller (she/her)
tanzt, lebt, arbeitet in Wien. Sie studierte an der Ballettschule der Wiener Staatsoper, Codarts Rotterdam und an der Stockhom University of the Arts. Als Tänzerin und Choreografin beschäftigt sie sich mit Tanzerbe (insbesondere der österreichischen Tanzmoderne) und Weitergabe verkörperten Wissens. Dazu gehören auch das Engegement für Projekte an der Schnittstelle von Tanzausbildung und Berufsfeld in Wien. Ihre Stücke Recalling Her Dance – eine choreografische Begegnung mit Hanna Berger (2021), Femenine (2022), O! A Biography (2024) in Kooperation mit Komponist Matthias Kranebitter / Black Page Orchestra / Tanzabteilung der MUK Wien und Walzerwut (2025) mit Wolfgang Mitterer wurden in Österreich u.a. im Rahmen von ImPulsTanz, Wien Modern, Tanzquartier Wien, Carinthischer Sommer und zuletzt Johann Strauss 2025 präsentiert. In den Niederlanden arbeitete sie mit Choreograf:innen wie Emio Greco|PC und Anouk van Dijk mit Gastspielen in Europa, USA und Asien. Als Countertechnique-Lehrerin unterrichtet sie in professionellen Tanzausbildungen und Companies international.
https://evamariaschaller.jimdofree.com/

Giorgia Scisciola (she/her)
In Rom geboren, erhielt sie ihre Ausbildung in zeitgenössischem Tanz an der Dance Arts Faculty in Rom sowie an der Nuova Officina della Danza in Turin. Von 2019 bis 2022 war sie Ensemblemitglied am Theater Regensburg unter der Leitung von Georg Reischl, anschließend bis 2023 am Theater Münster unter der Direktion von Lillian Stillwell. Seit 2023 ist sie als freischaffende Tänzerin, Choreografin und Performerin international tätig. Sie tanzte u. a. in Produktionen von Norrdans (SWE) und Spellbound Contemporary Ballet (IT) sowie in Arbeiten von Paloma Muñoz, Judith Sánchez Ruiz, James Vu Anh Pham, Annie Hannauer, Iratxe Ansa und Igor Bacovich, Luca Signoretti, Simone Elliot, Alessio Burani, David Nigro, Filippo Buonamassa, Ella Rotschild, Eva Urbanova, Sarah Wong und Beatrice Bodini. Ihre jüngste choreografische Arbeit „PIERRE“ entstand als Co-Produktion von Brut Wien, WUK performing arts und Bears in the Park.

Vito Vidovič Bintchende (he/him) 
wurde 1994 in Ljubljana, Slowenien, geboren. Er absolvierte 2018 sein Studium in Zeitgenössischem und Klassischem Tanz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Anschließend setzte er seine Ausbildung fort und erlangte 2021 den Master of Arts an der London Contemporary Dance School, wo er in der Saison 2019/20 Teil der EDGE Dance Company war. Seit 2014 ist er in Wien als freischaffender Tänzer tätig und unterrichtete während dieser Zeit in mehreren Wiener Tanzstudios. Schon während der Ausbildung arbeitete er mit Choreograf*innen wie Alleyne Dance, Igor x Moreno, Regina van Berkel, Maša Kagao Knez, Saju Hari und Cameron McMillan zusammen. Seit 2017 ist er mit der Wiener Kompanie Tauschfühlung verbunden und war als Gast am Burgtheater Wien und bei den Salzburger Festspielen engagiert. Von 2022 bis 2024 war er Mitglied der National Dance Company Wales in Cardiff, wo er in Stücken von Choreografen wie Marcos Morau, Caroline Finn und Mathew Robinson auftrat. Derzeit lebt er in Wien und arbeitet freischaffend europaweit als Tänzer, Lehrer und Choreograf.

Xianghui Zeng (he/him)
(b. 24.12.1983, China) is a contemporary dancer and choreographer based in Graz. He studied dance in Shenyang (1995–2000) and graduated from the University of Music and Performing Arts Frankfurt (2003–2006). 2006–2014 soloist at Saarländisches Staatstheater under Marguerite Donlon, working with Stijn Celis, Rafael Bonachela, Stephan Thoss and Marco Goecke. 2015 dancer at Oper Graz. Since 2016 freelance dancer, teacher and choreographer. In 2018 he founded the contemporary company SubsTanz. His works include Kuckucksnest, Verfall, Mirror, Balance, Wonderland, Bar 101, Sky Burial, The Box, FOUR SEASONal Stories, Invisible Barriers, Floor 21, Echoes of Silence and Nomad. Awards: 2nd Prize Liaoning (2001); Jury & Audience Awards at “no ballet” (2014).

Sophie Eidenberger (she/her) 
1992 in Wien geboren, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien sowie Szenografie an der Akademie der bildenden Künste Wien (Meisterklasse von Anna Viebrock und Nina von Mechow) und Kostümdesign an der Royal Academy of Fine Arts Antwerpen. Ihr Diplomprojekt Chemtrails over the Schillerplatz wurde mit dem Würdigungspreis der Akademie ausgezeichnet. Zudem war sie Stipendiatin der Akademie Musiktheater Heute der Deutsche Bank Stiftung (AMH) 2023-2025. Vor ihrem Studium sammelte sie praktische Erfahrungen unter anderem am Thalia Theater Hamburg sowie beim ZDF Neo Magazin Royale in Köln im Bereich Requisite und Set Design. Heute ist sie als freie Szenografin und Kostümbildnerin tätig und arbeitete unter anderem für die Wiener Festwochen, die Neue Staatsoper Wien, Kampnagel Hamburg, Sophiensäle Berlin, Zuidpool Antwerpen, brut Wien, WUK Wien, Theater am Werk, die Musiktheatertage Wien sowie Dschungel Wien. Dabei arbeitete sie in enger Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Nesterval, Calle Fuhr, Mirja Biel, Nikolaus Adler und Stefanie Prenn. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit den ästhetischen und gesellschaftlichen Potenzialen des Theaters, mit besonderem Fokus auf experimentelle, immersive und nachhaltige Arbeitsweisen. Dabei legt sie besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Wiederverwertbarkeit.
https://sophieeidenberger.com/

Stefanie Prenn (she/her) 
studierte Violoncello und Dramaturgie in Wien und Amsterdam. Sie ist Mitglied des Adamas Quartetts und des Platypus Ensembles. Rege Konzert- und Unterrichtstätigkeit im In-und Ausland (Musikverein Wien, Konzerthaus Wien, Rudolfinum Prag, Carnegie Hall New York, Wüste Iran, Mojave Wüste, Festivals wie Wien Modern, Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Spring Festival Shanghai, Imago Dei, Carinthischer Sommer, Biennale Zagreb, Musical Spring Festival/Poznan) Von 2016 - 2022 Lehrtätigkeit an der mdw. 2020 Abschluss des postgradualen Studiums „Angewandte Dramaturgie“ an der mdw Wien. Seither arbeitete sie auch als Dramaturgin in Berlin und Wien, unter anderem im Radialsystem/Berlin, bei den Musiktheatertagen Wien 2019, im Semperdepot, sowie bei diversen freien Projekten, „Intervention“ bei den Musiktheatertagen Wien, Kooperation mit errortheater im Schloss Neugebäude (Ballsaal), Mitwirkung der Celloklasse der Johann Sebastian Bach Musikschule beim mdw Großprojekt „Atlas der gesamten Musik“ im Rahmen von Wien Modern, „Nobodaddy is perfect, Bach und die Kunst des Verschwindens“ im Radialsystem Berlin, Bloomsday Performance /Videostream Ulyssesland, in einer Kooperation mit der Szenographin Sophie Eidenberger, Eröffnungsfest Aiaiadventkonzert im Haus Wittgenstein, Inseln aus Wasser I: Duck and listen! in Wiener Schwimmbädern, Inseln aus Wasser II: nass zell flux eine Tour in 7 Wiener Badezimmer und ein Lokal, Milkyway im Luftwaggon: Performances in 4 Waggons des Wiener Riesenrads, sowie im Planetarium. Spielen einer Cellistin in einer Produktion der Josefstadt (Traumnovelle), Mitwirkung an Angelica Liddells „Todo el cielo sobre la terra (el sindrome de Wendy)“ im Metropolitan Theatre/Tokyo.

Fabian Tobias Huster (he/him) 
Fabian Tobias Huster ist Tänzer, Schauspieler und Choreograf und arbeitet überwiegend in Wien und Vorarlberg. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Schauspielschule Krauss sowie an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien (MUK). Im Zentrum seiner Arbeit steht die Verbindung von Sprechtheater, musiktheatralen Formen, bildender Kunst und zeitgenössischem Tanz. Als Darsteller war Huster unter anderem in der Kammeroper („Der Prozess“, „Richard III“), an der Staatsoper („Turandot“) sowie im Dschungel Wien („Wir sehen Rot!“, „Zunder“) zu sehen. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Produktionen der freien Szene mit, unter anderem bei WalkTanzTheater in Vorarlberg und Produktionen der Festivals MusikTheaterTage Wien und Wien Modern. Außerdem ist er Teil der immersiven Theatergruppe Nesterval.

Tickets

  • WUK Onlineshop
  • TicketGretchenticketgretchen.com
  • Abendkassa WUK: nach Verfügbarkeit, Währinger Straße 59, 1090 Wien. 
    Die Abendkassa öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
  • Wahlpreissystem:
    Bei Veranstaltungen von WUK performing arts entscheidest du selbst, wie viel du zahlen kannst.
    Zur Auswahl stehen € 22, € 18 und € 14.
    Zusätzlich bieten wir eine ermäßigte Kategorie um € 10 für folgende Personengruppen an: Alleinerziehende, Arbeitssuchende, Sozialhilfe Empfänger*innen, Asylwerbende, Studierende, Pensionist*innen, Personen mit geringem Einkommen
  • Weitere Informationen zu unserem Wahlpreissystem findest du hier.
  • Kulturpass: Inhaber*innen eines Kulturpasses können ihr Ticket online buchen, sofern es noch Kontingent gibt. Wir bitten darum, den Kulturpass gemeinsam mit dem Ticket bei Einlass unaufgefordert vorzuweisen.
  • Rollstuhlplätze: Es steht eine limitierte Anzahl an Rollstuhlplätzen zur Verfügung. Tickets für diese Plätze sind online buchbar, sofern es noch Kontingent gibt. Für Begleitpersonen ist der Besuch gratis, wir bitten aber auch diese, den Platz online vorab in der entsprechenden Katergorie zu buchen. 
Kontakt und Zugang
  • WUK Werkstätten- und Kulturhaus, Währinger Straße 59, 1090 Wien
  • Das WUK ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (U6, Straßenbahn 37, 38, 40, 41, 42). Anfahrt
  • Der Zugang zum Foyer und Saal ist barrierefrei möglich, es gibt eine Toilette mit Haltegriffen.

Bei allen Fragen erreichst du uns unter performingarts@wuk.at oder das Infobüro unter 01 401 210

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