Zukunft machen wir später

Zwei Jugendliche arbeiten am Zukunftshof

Zukunft machen wir später

spacelab am Zukunftshof Favoriten

Die ersten Arbeiten von spacelab-Teilnehmer_innen am Zukunftshof Favoriten, an dem das WUK als Partnerorganisation beteiligt ist, hatten vor der Zwangspause bereits begonnen. Wir hoffen, die Zukunft kann bald weitergehen.

Beitrag von Susanne Senekowitsch, WUK Bildung und Beratung sowie AusbildungsFit spacelab

Wenn man einen wunderschönen Frühlingstag wie heute im Home Office vor dem Computer verbringt, dann entsteht eine intensive Sehnsucht nach jenen Arbeiten im Freien, die durch die Ausgangssperre im Zuge von COVID-19 abrupt unterbrochen wurden. Dazu zählen etwa die Arbeiten mit einer Gruppe von Jugendlichen am so genannten Zukunftshof Favoriten. Auch diese Zukunft wird nun wohl noch etwas warten müssen.

2019 gewann der Zukunftshof ein Ausschreibungsverfahren für die Zwischennutzung des ehemaligen Haschahofs in Wien Favoriten, an der auch das WUK beteiligt ist. Im Zuge der Wiederbelebung wurde ein interdisziplinäres Stadtlandwirtschaftskonzept für das zukünftige Stadtentwicklungsgebiet Rothneusiedl entwickelt. Das WUK bringt sich als Partnerorganisation am Zukunftshof sowohl als Träger von Bildungs- und Beratungsangeboten als auch mit seiner Expertise im Kulturbereich ein.

Ein Jugendlicher arbeitet am Zukunftshof
Zwei Jugendliche arbeiten am Zukunftshof

Mit dem Kooperationsprojekt spacelab, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Unterstützung am Übergang von der Schule in den Beruf bietet, leistet das WUK schon im Vorfeld der Eröffnung des Zukunftshofs wichtige Vorbereitungsarbeiten. Mit dem ZukunftsErwachen 2020, das nun auf 21. – 23. August verlegt wurde, findet nach jahrelangem Leerstand die erste öffentliche Veranstaltung im ehemaligen Haschahof im Wiener Süden statt.  Zu den vorbereitenden Tätigkeiten, die spacelab übernimmt, gehören etwa Rodungsarbeiten unmittelbar am Hof, Entfernen von Schutt, Abbrucharbeiten, Säubern und Aufkehren der Räumlichkeiten sowie diverse Haus- und Hofarbeiten.

Der erste Einsatz einer Gruppe Jugendlicher von spacelab_umwelt am Zukunftshof fand am 3.3.2020 statt. Es wurden die Hofflächen flurbereinigt und zum Teil von der Ruderalvegetation befreit. Damit wird die Pflanzenwelt von menschlich tiefgreifend geprägten Standorten bezeichnet, deren Zusammensetzung nicht vom Menschen beabsichtigt wurde und die sich auf brachliegenden Flächen von ihm unbeachtet wieder vielfältig eingestellt hat. Ausgewählte Ruderalflächen sollen bewusst erhalten bleiben und im Zuge einer künstlerischen Interaktion beim ZukunftsErwachen bespielt werden.

Durch die Arbeiten, die hoffentlich bald weitergehen können, werden die Jugendlichen an ein realitätsnahes Arbeitsfeld herangeführt und können diverse arbeitskulturelle Fertigkeiten erwerben. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von Schneckenzüchter Andreas Gugumuck, einem der Initiator_innen des Zukunftshofs, der gemeinsam mit den Jugendlichen mit dem Vorschlaghammer einen vermauerten Zugang freilegte.

Zwei Jugendliche arbeiten am Zukunftshof

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