Röntgenaufnahme eines Regals mit verschiedenen Haushaltsgegenständen und Werkzeugen
Time

Mo 19.10. bis Sa 21.11.2026

Price

Eintritt frei

Place

Fotogalerie Wien

Gate

G

(c) Gabriele Rothemann
Kunst,  Ausstellung

WERKSCHAU XXXI: Gabriele Rothemann

Für Gabriele Rothemann bringt nach 25 Jahren Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst Wien ein neuer Lebensabschnitt neue Herausforderungen und Erfordernisse. Als Professorin für künstlerische Fotografie hatte sie die Klasse für Fotografie im Bereich Bildende Kunst gegründet, hatte die technischen Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Umgang mit Fotografie als Medium der Kunst geschaffen und der Wiener Fotografie auch inhaltlich bedeutende Impulse gegeben. 

Die Lehre und das eigene Schaffen sind im künstlerischen Bereich naturgemäß untrennbar miteinander verbunden. Die nun stattgefundene Entflechtung bedeutete, dass auch örtlich ein anderer Arbeitsbereich geschaffen werden musste. Die Errichtung des neuen Ateliers brachte neue, auch ästhetische Erfahrungen mit sich, die, so wie bei Gabriele Rothemann in ihrem behutsamen und bedachten Erfahren des Lebens seit je, auch künstlerisch ihren Niederschlag fanden. Ihre gesamte bisherige Entwicklung ist von solch scheinbar zufälligen Erscheinungen, Verhältnissen und teils archaischen Erzählungen geprägt, sei dies in philosophischer, mythologischer, politischer oder einfach die alltäglichen Dinge betreffender Weise. 

Wie ein Fluss seinen Verlauf nach den geologischen Verhältnissen nimmt, so mäandert auch die Künstlerin durch die reichen Erfahrungen, die ihr wacher Geist aufnimmt und ästhetisch wie inhaltlich neu konstruiert. Dadurch entstehen bildliche Realitäten, die doch tief im uralten Erfahrungsschatz der Menschheit verwurzelt sind. 

Der Mäander als bis in die Steinzeit zurückreichendes, besonders aber in der Antike gebräuchliches Muster ist ein Sinnbild für die Unendlichkeit. In ihm faltet das Alte sich zusammen, zieht sich in sich selbst zurück und öffnet den Weg für das Neue. Im Rapport entsteht die andauernde Abfolge des Lebens im Absterben und Aufkeimen. Im Zuge der Umbauarbeiten im neuen Studio wurde eine Fußbodenheizung eingebaut. Als Gabriele Rothemann die noch offen verlegten Industrierohre sah, entstand die Idee, den Mäander in Form der Wasserrohre zur Grundlage eines eigenen Werkes zu machen. 

 

Zusammen mit anderen Schlüsselwerken schafft Gabriele Rothemann ein Gewebe aus Arbeiten, das sich medienreflexiv mit der Conditio Humana auseinandersetzt. (Berthold Ecker)

Zur Ausstellung erscheinen: 

WERKSCHAU XXXI – FOTOEDITION 25/2026:
GABRIELE ROTHEMANN
Edition über das Verschwinden, 2026

Pigment-Prints

3 Motive, je 25 x 30 cm

je 8 + 2 AP, nummeriert und handsigniert

Preis: € 250,- (exkl. Versandspesen)


WERKSCHAU XXXI – FOTOBUCH 72/2026:
GABRIELE ROTHEMANN

Herausgeber: FOTOGALERIE WIEN
 

Texte: Berthold Ecker, Verena Krieger
48 Seiten, Deutsch/Englisch, 29,7 x 21 cm
Softcover
ISBN: 978-3-902725-58-5
Preis: € 15,- (exkl. Versandspesen) 


Am gleichen Abend, am Montag, 19. Oktober um 19.00 Uhr, wird außerdem eröffnet: 

DISPLAY CABINET VI 

Julian Turner – Keine besonderen Vorkommnisse

Intervention

 

Dauer: 20.10.2026–6.3.2027

 

Immer alles schön im Blick haben. Keine besonderen Vorkommnisse zeigt das Modell einer Sicherheits- oder Schaltzentrale mit vielen Monitoren und Schaltpulten. Über diese Bildschirme läuft eine komprimierte Sammlung von Bildern zur Farb- und Formensprache der 1980er-Jahre: Große Volumina, runde Ecken, tiefes Braun und sattes Orange. Ein Versatzstück aus eigenen Aufnahmen, fremden Archiven, Vernacular Photography, Malerei, Stand- und Bewegtbild.

 

Durch diese Verdichtung entsteht eine präzise Formulierung von etwas völlig Vagem. Vielleicht das Inszenierte einer vergangenen Ära, die in historischem Rückblick so verführerisch komprimiert und widerspruchsfrei erscheint, mit all ihren uneingelösten Verheißungen und Widersprüchen re-inszeniert.

 

 

Werkschau

WERKSCHAU XXX Ist die Fortsetzung der jährlich stattfindenden Ausstellungsreihe der FOTOGALERIE WIEN, in der zeitgenössische Künstler*innen präsentiert werden, die wesentlich zur Entwicklung der künstlerischen Fotografie und neuen Medien in Österreich beigetragen haben. Gezeigt wurde bisher ein Querschnitt durch das Schaffen von Jana Wisniewski, Manfred Willmann, VALIE EXPORT, Leo Kandl, Elfriede Mejchar, Heinz Cibulka, Renate Bertlmann, Josef Wais, Horáková + Maurer, Gottfried Bechtold, Friedl Kubelka, Branko Lenart, INTAKT – Die Pionierinnen (Renate Bertlmann, Moucle Blackout, Linda Christanell, Lotte Hendrich-Hassmann, Karin Mack, Margot Pilz, Jana Wisniewski), Inge Dick, Lisl Ponger, Hans Kupelwieser, Robert Zahornicky, Ingeborg Strobl, Michael Mauracher, PRINZGAU/podgorschek, Maria Hahnenkamp, Robert F. Hammerstiel, Sabine Bitter & Helmut Weber, Michaela Moscouw, Günther Selichar, Heidi Harsieber Christian Wachter, Andrea van der Straeten und Karl-Heinz Klopf und Sigrid Kurz.

Wir freuen uns, in unserer WERKSCHAU XXXI Arbeiten der Künstlerin Gabriele Rothemann präsentieren zu dürfen. 

Barrierefrei zugänglich.
Veranstalterin: Fotogalerie Wien
Sponsored by: BMWKMS, MA7-Kultur, Arctic Paper, Cyberlab, KE KELIT Austria

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Mo 19.10. bis Sa 21.11.2026

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Barrierefrei zugänglich

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