Bildungsberatung goes digital

Bildungsberatung goes digital

Telefonberatung und Beratung per Videotelefonie

Die Kund_innen und die Berater_innen der WUK Bildungsberatung beginnen sich auch in Onlineformaten sicherer zu bewegen.

Beitrag von Astrid Lanscha und Sonja Draub, WUK Bildungsberatung

Die Frage nach der Notwendigkeit, der Dringlichkeit und ob es überhaupt sinnvoll ist, hat sich durch die „Coronakrise” schneller als erwartet und eindeutiger geklärt: Ja, unbedingt in diesen Zeiten der Ausgangsbeschränkung und der Angst vor Ansteckung. Auf jeden Fall sofort und darüber hinaus gedacht. Ja, aber mit stimmigen Konzepten, denn Kommunikation ist digital sehr gut möglich, anfühlen tut es sich aber ganz anders.

Vor mehr als einem Jahr haben wir bereits den Zugang zur Einzelberatung digitalisiert! Organsiert und betreut von der Gesamtprojektleitung der Bildungsberatung in Wien wurde ein Kalenderapp auf die Homepage gestellt, das unseren Kund_innen alle frei verfügbaren Termine in ganz Wien anzeigt - mit Beschreibung des Anfahrtsweges und der Sprachen, die die_der Berater_in spricht. Was hat das gebracht? Viel, die Beratungen sind gut gebucht, die Kommunikation zwischen Interessierten und Berater_innen wesentlich vereinfacht! Das Gute an dieser Kalenderapp ist auch, dass per E-Mail eine "Termin-Erinnerung" an die Kund_innen geschickt wird. Sollte der bereits gebuchte Beratungstermin doch nicht wahrgenommen werden können, kann dieser Termin auch ganz einfach wieder storniert werden. Der Storno-Button wird den Kund_innen in der Bestätigungsmail zugeschickt. Diese Kalenderapp stellt unser Beratungsangebot übersichtlich dar und hat offensichtlich Hürden für die Terminbuchung abgeschafft.

Jetzt in Zeiten von Corona, mit dem Rückzug in die eigenen vier Wände und der Kontaktvermeidung, braucht es mehr! 
Seit 16.3.2020 konnten wir mit Hilfe dieses Kalenderapps Termine für telefonische Beratung veröffentlichen bzw. schon gebuchte Termine leicht in Telefonberatungstermine umstellen! Die ersten Telefonberatungen in der herausfordernden Zeit des Virus und der damit verbundenen Absage jeglicher Veranstaltungen, machte Beratung allerdings für die meisten zweitrangig…

Jetzt arbeiten wir schon die siebte Woche im Homeoffice. Eine Umstellung zwar, aber wir sind nicht weniger produktiv. Die Anfragen für Telefonberatungen und Beratung per Videotelefonie nehmen wieder zu.
 

Wie eine Interaktion auf Augenhöhe im Einzel- und Gruppensetting digital kreieren? In allen Gruppen, Workshops und in der Einzelberatung gilt der Grundsatz die_der Kund_in ist Expert_in ihres_seines beruflichen Lebens! Wir unterstützen - methodisch und mit aktuellen Information - bildungs- und berufsbezogene Veränderungen anzugehen und individuell passende Entscheidungen treffen zu können. 

Zum Glück gibt es ein paar Menschen, die schon länger digi-afin sind und uns jetzt ziemlich schnell mit Weiterbildungen unterstützt haben. Wir haben uns selber täglich in online Weiterbildungen und Teambesprechungen wiedergefunden und unsere Bedenken zurückgestellt und unsere Beratungskompetenzen erweitert!

Neue Formate, neue Methoden ... und auch neue Themen!?! Darauf haben wir zwei Antworten gefunden, sie fallen sowohl… als auch… aus:

Antwort 1: Ja! Fernstudium, Onlinelernen… Stimmt ja, das gibt es schon länger, aber worauf sollte geachtet werden? Schaffe ich es da erfolgreich teilzunehmen? Welche Angebote sind seriös und was wird anerkannt und ist ausbaufähig? Tja, das ist auch für die Bildungsberater_innen eine Flut von Fragen, die es zu beackern gilt. Tatsächlich bieten viele Plattformen Lernmöglichkeiten und Tools an. Sowohl Lernende als auch Lehrende haben jedoch weiterhin Schwierigkeiten, auf sie zu zugreifen, da sie nicht über die nötigen digitalen Kompetenzen verfügen - das wird sich ändern!?!

Antwort 2: Nein! Am 17.04.2020 fand die erste Gruppenberatung, die sonst in einer Kleingruppe im Harry-Spiegelsaal im WUK angeboten wird, per Zoom statt. In der Vorbereitung galt es, sich die Inhalte nochmals genau zu strukturieren und für interaktive Übungen Tools bereitzustellen. Beim Anschreiben, Motivationsschreieben geht es einerseits darum, die wichtigen Teile und Texte der Bewerbung und ihre Funktionen zu vermitteln sowie an eigenen Textpassagen für die Bewerbungsunterlagen zu arbeiten und Feedback zu erhalten.  
Was lief gut? Wir konnten unsere Inhalte gut rüberbringen, die Powerpoint-Präsentation hat den Input gut strukturiert und die Möglichkeit  in der Zoomsoftware die Teilnehmer_innen zu befragen, d.h. ihre Interessen wahrzunehmen, hat uns geholfen. Gemeinsam  Arbeiten gelang mit edupad, Informationen strukturieren und weitergeben via padlet.

Unser Resümee: die Kund_innen und die Berater_innen der Bildungsberatung sind dabei sich auch in Onlineformaten sicherer zu bewegen. Wir vermuten, je vertrauter die Kommunikation und die Arbeit über den Bildschirm wird, umso näher wird der menschliche Kontakt. Im Homeoffice und beim Studieren und Lernen in virtuellen Umgebungen sind Selbstorganisation, Zeitmanagement, gelassener Umgang mit Technik, verstehen von Lehr-Lerntools und Kommunizieren über mehrere Kanäle wichtig. Die Zukunft des Beratens wird digitaler und sehr spannend sein.

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