
Tu 23.6.2026
6.00 pm
Eintritt frei
Projektraum
D
Gesundheitspolitik im Widerstreit
Österreichs Gesundheitssystem, lange als Vorzeigemodell gerühmt, ist an vielen Stellen unter Druck: Während das Gesundheitspersonal unter chronischer Überlastung leidet, müssen Patient*innen immer länger auf Termine warten. Wer es sich leisten kann, wechselt in den privaten Sektor. Angekündigte Sparmaßnahmen im Sozialbereich drohen die Lage weiter zu verschärfen, insbesondere für marginalisierte Gruppen. Die wachsende Unzufriedenheit trägt zur gesellschaftlichen Polarisierung bei und öffnet Tür und Tor für rechtspopulistische Bewegungen.
Die Podiumsdiskussion beleuchtet Ursachen und Folgen dieser Entwicklung, verknüpft Daten mit Erfahrungswissen und diskutiert Wege zu mehr Gerechtigkeit – für ein solidarisches, zugängliches Gesundheitssystem.
Am Podium
- Richard Gauss: Abteilungsleiter der MA 24 – Strategische Gesundheitsversorgung der Stadt Wien, in der u. a. die strategische Planung, Steuerung und Verbesserung der Angebote im Gesundheitsbereich angesiedelt ist.
- Elisabeth Hammer: Geschäftsführerin des Vereins neunerhaus, der obdachlosen und wohnungslosen Menschen in Wien Wohnraum sowie allgemein- und zahnmedizinische Versorgung bietet.
- Barbara Prainsack: Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse, Leiterin der Forschungsgruppe Zeitgenössische Solidaritätsstudien und Co-Direktorin des Vienna Centre for Advanced Studies an der Universität Wien. Neues Buch: States of Solidarity: How to Build a Society
- Dominique Stiefsohn: Sprecherin der Wiener Pflege- und Patient*innenanwaltschaft, die Patient*innen bei der Durchsetzung ihrer Rechte im Gesundheits- und Pflegebereich unterstützt.
Moderation: Gudrun Springer, Redakteurin der Tageszeitung Der Standard
Veranstaltet vom Forschungsverbund Gesundheit in Gesellschaft der Universität Wien.

