homo sapiens oeconomicus inpräzisius

© Bente Stachowske

homo sapiens oeconomicus inpräzisius

Blind Date Collaboration & ANNULLA

Wie entstehen Sound, Text und Bühnenbild einer Theaterproduktion, die ausschließlich Maschinen und Künstliche Intelligenzen auf die Bühne bringt? Das Projektteam von "U.G.A.I.", Blind Date Collaborations & ANNULLA, geben Einblick in ihr Herangehensweise.

"U.G.A.I. Ich bin kein Roboter" ist der dritte Teil des Projektzyklus “Union of Global Artificial Intelligence (U.G.A.I.)” – eine längerfristige Zusammenarbeit der Theaterschaffenden von Blind Date Collaboration und den Medienkünstler_innen von ANULLA.

Wie ist es zu der Idee gekommen?

Marie-Christin Rissinger | Regie: Es begann mit einem Dilemma: Können wir uns mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz Arbeit in Zukunft verändern wird, auseinandersetzen – ohne entweder eine Dystopie oder eine Utopie zu entwerfen? Aus dieser Überlegung ist das folgende Gedankenexperiment entstanden: Was wäre wenn autonome Maschinen eine Gewerkschaft gründen und anfangen für ihre eigenen Rechte einzutreten?

Wie schreibt man aus der Perspektive einer autonomen Maschine?

Anna Hirschmann | Text: Indem man sich ganz klare Regeln gibt. Es gibt formale Wege, die man beschreiten kann und es gibt Bereiche, die nicht denkbar sind. Im Prinzip ist das Repertoire unendlich, es gibt nicht ein einziges Wort in der deutschen Sprache, das noch nicht ins Internet eingespeist worden ist. Aber wieviel Sinnzusammenhang kann eine autonome Maschine durch eine Analyse dieser Sammlung aller Begriffe herstellen?

Was für eine Vorstellung hast du davon wie Maschinen sehen können?

Andreas Zißler | Bühnenbild: Ich glaube, interessant ist das Sehen, das unsere gewohnte visuelle Perspektive verlässt. Es ist interessant, wenn Sehen auf einmal bedeutet, in Daten etwas zu sehen, in Haufen an bits und bytes Muster oder Anomalien zu erkennen – in einer Landschaft, die ins Unendliche geht.

Wie klingen autonome Maschinen?

Fabian Lanzmaier | Komposition: In meiner Vorstellung basiert der Sound autonomer Maschinen auf sehr schnellen Datenflüssen, die ich in sehr hohe Frequenzen übersetze. Mit digitaler Ästhetik verbinde ich kühle, harte Sounds, weniger organische, weiche Sounds, die für den Menschen in der Regel bekömmlicher sind.

Was ist aus Sicht einer Maschine ein Fehler?

Klemens Kohlweis | Maschinendesign: Für eine Maschine ist ein Fehler das, von dem ich ihr sage, dass es ein Fehler ist. Eine Maschine macht immer ganz genau das, was ich ihr sage. Wenn ich einem Menschen eine Anweisung gebe, dann gehe ich von vielen Annahmen aus, ich gehe davon aus, dass der Mensch nicht alles wörtlich nimmt. Ein Mensch hat eine Idee davon, wie er etwas selbst formulieren würde. Wenn ich einer Maschine eine Anweisung gebe, dann muss ich die unmöglichsten, idiotischsten möglichen Eingaben mitdenken und davon ausgehen, dass all das passieren kann, verstanden und umgesetzt wird.

U.G.A.I. Ich bin kein Roboter
Ein Projekt von Blind Date Collaboration & ANNULLA

Vorstellungen
Do 6. bis Sa 8.10.2022
19:30 Uhr
Projektraum
€ 20 | 15 | 10 

Mehr Informationen findest du auf der Eventseite.

Dieser Text hätte eigentlich Teil der Broschüre vierzehn | fourteen von WUK performing arts seien sollen, hat es nur leider nicht in den Druck geschafft. Wir reichen ihn hiermit nach.

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