Erst die Pause. Dann das Vergnügen.Der Dezember ist ein Monat, der sich oft von selbst beschleunigt. Verpflichtungen, letzte Termine, alles verdichtet sich. Unsere beiden verbleibenden Programmpunkte setzen (un)bewusst zwei Gegenpole. Einer widmet sich der Pause als subversive Geste gegen den allgegenwärtigen Jahresendrhythmus. Der andere bündelt künstlerische und genreübergreifende Energie kurz vor den Feiertagen zu einem intensiven gemeinsamen Erlebnis. Mit POINT FIXE richtet Alberto Cissello einen humorvollen Blick auf das Innehalten. Das Solo erforscht die Pause als momentane Öffnung. Ein Zwischenraum, der weder Produktivität einfordert noch Ablenkung bietet. In Anlehnung an die Pantomime entsteht eine fragile Landschaft aus Andeutung, Erwartung und Projektion. Gesten bleiben stehen, Bewegungen lösen sich auf und lassen einen Raum entstehen, in dem Wahrnehmung sich schärfen kann. In einer Zeit, in der das Tempo oft von außen bestimmt wird, macht POINT FIXE einen anderen Vorschlag. Was wird sichtbar, wenn wir einen Augenblick nicht ausfüllen? Was passiert, wenn plötzlich alles um uns herum stehen bleibt? Wenn wir stehenbleiben? Mehr über die künstlerische Praxis im Gespräch mit Alberto Cissello. Sägezahn Festival 19. & 20. Dezember | ab 19.30 Uhr | Foyer und Saal Kurz vor den Feiertagen verdichtet sich das Programm noch einmal. Das Sägezahn Festival bringt bereits zum zweiten Mal ungewöhnliche Musik, Performance und visuelle Kunst im WUK zusammen und schafft eine Atmosphäre, in der Intensität, Klang und Körper aufeinandertreffen. Unterschiedliche Positionen öffnen einen Raum, der sich ständig verändert und in dem sich Wahrnehmung und Erfahrung überlagern. Mit: Xenia V. Koghilaki mit Noumissa Sidibé und Irini Georgiou / Alyona Pynzenyk / Cäcilia Brown / DRUG SEARCHING DOGS / New Choir / Kasho Chualan & Omid Darvish / Manu Mayr / Manuel Riegler & Martina De Dominicis / Melanie Ender / Michael Fehr & Rico Baumann / Slumberland / Tamara Kurkiewiecz / Ju Aichinger / Alfred Lenz Kuratiert von Jacob Suske und Samuel Schaab. Ein Moment Ruhe, ein Moment Rauschen – so verabschieden wir das Jahr 2025. Herzliche Grüße, Andreas, Anežka und Rebekka |