Körper in ResonanzDie Produktionen im März verbinden Sound, Körperlichkeit und kollektive Zustände. Musik entsteht nicht neben der Bewegung, sondern durch sie. Rhythmus wird zur physischen Erfahrung. Zwischen Erschöpfung, Ekstase und Widerstand öffnen sich Räume, in denen individuelle Wahrnehmung und gemeinsames Erleben ineinandergreifen. Im Zentrum stehen Grenzerfahrungen. Feiern als Reaktion auf Überforderung. Klang als architektonische Struktur. Bewegung als Moment des Übergangs. Alle drei Arbeiten fragen, was entsteht, wenn Körper gemeinsam schwingen und Resonanz zum sozialen Zustand wird.
Feiern als widerständige Praxis _________________________________________________________ Luigi Guerrieri: PARTY! 04. / 05. / 06. März 2026 | 19.30 Uhr Performance / Uraufführung | Projektraum _________________________________________________________Mit PARTY! untersucht Luigi Guerrieri das Feiern als Strategie im Umgang mit Krisen. Eine große Party, obwohl es nichts zu feiern gibt. Historisch waren exzessive Feste kollektive Antworten auf bedrückende Zeiten. PARTY! greift dieses Motiv auf und macht die Paradoxien der Gegenwart sichtbar. Die Solo-Performance bewegt sich zwischen Leichtigkeit und Überforderung, Katharsis und Reflexion. Guerrieri zerlegt die Feier, feiert allein, die Musik entsteht live aus seiner eigenen Stimme. Entstanden aus der Zusammenarbeit mit Performer*innen und Workshop-Teilnehmenden zeigt sich auf der Bühne ein paradoxes Solo aus vielen Körpern. PARTY! fragt, was vom Feiern bleibt, wenn Gemeinschaft brüchig wird, und welche Formen von Resilienz darin sichtbar werden. Ein Interview mit Luigi Guerrieri beleuchtet die Entstehung, Hintergründe und persönlichen Ansätze von PARTY!
Luigi Guerrieris Arbeit Poor Guy wurde 2025 im Rahmen des [8:tension]-Programms von ImPulsTanz gezeigt. Sein neues Solo PARTY! entsteht nun in Koproduktion mit WUK performing arts und feiert im Projektraum seine Premiere. Klang in Bewegung _________________________________________________________ Navaridas & Deutinger: BOUNCE 19. / 20. / 21. März 2026 | 19.30 Uhr Performance / Gastspiel | Saal _________________________________________________________BOUNCE von Navaridas & Deutinger versteht Sound als physische Kraft. Auf einem mehrfach mikrofonierten Metallgerüst entwirft ein interdisziplinäres Team, bestehend aus einem experimentellen Harfenisten, einem modularen Synthesizer-Künstler und drei Tänzer*innen, ein Netz aus Klang und Bewegung. Ausgestattet mit Sprungseilen begeben sie sich auf eine choreografische Reise und navigieren durch ein unbekanntes Meer aus Rhythmus und Resonanz. BOUNCE lässt die Grenzen zwischen Musik, Tanz und installativer Kunst verschwimmen und schafft ein Erlebnis, das von roher Energie geprägt ist. Mit: Bruna Diniz, Matteo Haitzmann, Marta Navaridas, Manuel Riegler, Eduardo Raon Nach seiner Premiere als Eröffnungsperformance beim elevate Festival in Graz und einem Gastspiel in der SZENE Salzburg erlebt BOUNCE nun seine Wien-Premiere bei WUK performing arts im großen Saal. Zwischen Sichtbarkeit und Auflösung _________________________________________________________ Viktor Szeri: UNSEEN 27. März 2026 | 21.00 Uhr 28. März 2026 | 19.00 Uhr imagetanz Festival 2026 / Performance / Uraufführung | Saal _________________________________________________________Mit UNSEEN präsentiert Viktor Szeri eine neue Arbeit in Kooperation mit dem imagetanz Festival 2026 von brut Wien. Die von WUK performing arts koproduzierte Performance ist Teil des Abschlusswochenendes des Festivals und wird von einem gemeinsamen Rahmenprogramm begleitet. UNSEEN widmet sich dem Moment, bevor Form Gestalt annimmt.Die Performer*innen navigieren durch wechselnde Rhythmen und subtile Gesten, in denen Gewissheiten verschwinden und neue Möglichkeiten entstehen. Auch das Publikum betritt einen Zwischenraum, in dem Bewegung, Empfindung und Präsenz ineinanderfließen.
Mit: Martina De Dominicis, Imre Vass, Sasha Portyannikova Im Zusammenhag mit dem imagetanz Fetival laden Elena Lach und Ema Benčíková am 28. März ab 17:30 Uhr zu einem alkoholfreien Closing Cocktail im WUK Foyer ein. Das Get-together bietet Raum, um den Festivalverlauf Revue passieren zu lassen und sich auf den weiteren Abend einzustimmen. Im Anschluss geht es gemeinsam ins brut nordwest zur Performance rascal von gergő d. farkas um 21.00 Uhr. Danach klingt das Festival bei der Abschlussparty mit einem DJ-Set von Yinna aus.
Nach Viktor Szeris Erfolgsproduktion Fatique ist UNSEEN die zweite Arbeit, die im Programm von WUK performing arts gezeigt wird. Die Perfomance ist an beiden Spieltagen als Doppelabend mit rascal von gergő d. farkas im brut nordwest zu sehen. Alle drei Arbeiten kreisen um Schwingung als körperliche und soziale Erfahrung. Sound treibt an, fordert heraus, verbindet. Zwischen Erschöpfung und Ekstase entsteht Gemeinschaft. Die Bühne wird zum Resonanzraum.
Herzliche Grüße, Andreas, Phädra und Anežka |