SONDERAUSGABE MITARBEITER*INNEN INFO JÄNNER 2026

 
 
 
 

RÜCK- UND AUSBLICK DER GESCHÄFTSLEITUNG

2025 war dicht, herausfordernd, bereichernd und erfolgreich in vielerlei Hinsicht. Die Zwischenbilanz verrät, was wir schon lange wussten: Wir waren viel beschäftigt. Mit mehr als 600 Veranstaltungen inkl. Ausstellungstagen und über 55.000 Besucher*innen im Betriebsteil Kunst und Kultur sowie vollausgelasteten Angeboten in 16 Projekten an 14 Standorten in Wien und NÖ bei Bildung und Beratung nähern wir uns dem Niveau vor Pandemie und Sanierung wieder an. 

Unzählige Kooperationen, ein paar Abschiede und Neuanfänge, die Einführung neuer Formate, und auch bauliche Veränderungen – vieles hat uns 2025 bewegt. Neben dem regulären Betrieb haben wir beispielsweise mit der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Demokratie am Tisch“ im Rahmen unseres Jahresschwerpunktes Demokratie ein communitybezogenes Austauschformat ins Leben gerufen, das viele neue Denkanstöße geboten hat. Im Oktober wurde eine – leider verregnete – zweite Auflage des Common Grounds-Straßenfest umgesetzt. Im Zuge des 2025 gestarteten WUK Visionsprozesses wollen wir weiter im Gespräch bleiben und mit euch allen die Richtung bis WUK 2050 skizzieren. 

Ausblick

2026 steht ebenso viel auf dem Programm: Das biennale Jahresthema ZU HÖREN wird sich durch unsere Kommunikationskanäle ziehen und in Programmpunkten und auf Projektebene aufblitzen. Eure Ansprechpartnerin in dieser Sache ist Hanna Sohm, WUK Kommunikation. Mit einer Befragung des KK-Veranstaltungspublikums wollen wir unseren Besucher*innen Gehör schenken. 

Auch intern möchten wir als Geschäftsleitung den Austausch und das Zuhören fördern: Deshalb lädt Stefanie ab 2026 alle Mitarbeitenden von Kunst und Kultur zwei Mal pro Jahr zum KK-Frühstück ein, wo ihr einerseits über Aktuelles persönlich informiert werdet und andererseits die Möglichkeit habt, direkt und unmittelbar Fragen zu stellen und Themen zu platzieren, die euch beschäftigen. Christoph bietet im Rahmen seiner jährlichen Teambesuche bei den Projekten wieder die Gelegenheit für einen persönlichen Austausch mit der Geschäftsleitung und wird dabei, dem Jahresmotto folgend, noch stärker als bisher das Zuhören in den Fokus seiner Besuche nehmen.

Bautechnisch wird uns u.a. der Austausch des elektronischen Schließsystems im Haus in der Währinger Straße und den allermeisten BB-Standorten sowie die Neugestaltung eines barrierefreien Abendkassen-Bereichs beschäftigen. Mit nextcloud werden wir neue Wege der Kommunikation und des Datenaustausches einschlagen. Mit 2026 wird außerdem das Weiterbildungskonto im Betriebsteil Kunst und Kultur eingeführt – alles Nähere hierzu findet ihr im Handbuch. Im Betriebsteil Bildung und Beratung wird uns 2026 die Ausweitung von WUK bio.pflanzen und WUK re.cycle in Bezug auf Infrastruktur und Umsetzung noch intensiv beschäftigen.

Solidarität in schwierigen Zeiten

In Kunst und Kultur läuft 2026 unsere 3-Jahresförderung mit der Stadt Wien aus. Wir werden in diesem Jahr somit um eine neue Förderperiode ansuchen. Noch ist offen, wie sich das angespannte Budget der Stadt Wien auf die WUK-Förderung ab 2027 auswirken wird. Wir befinden uns in Gesprächen, der enge Austausch mit unseren Ansprechpersonen in der Kulturabteilung der Stadt Wien wird weitergeführt. 

In Bildung und Beratung kommt seit vielen Jahren der Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreichs (SWÖ) zur Anwendung. Nun sind die Verhandlungen zum Abschluss des KV 2026 ins Stocken geraten. Die Geschäftsleitung des WUK steht voll hinter den Forderungen unserer Belegschaft nach einem gerechten KV-Abschluss. Für die Teilnahme am Warnstreik am 18.12.2025 hat Christoph daher auch entschieden, dass diese unter Fortzahlung des Entgelts erfolgen konnte. Diese Regelung bleibt aufrecht, falls es im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am 26.1.2026 zu weiteren Warnstreiks kommt. 

Die aktuellen Entwicklungen stellen uns alle vor große Herausforderungen. Sparmaßnahmen und Kürzungen bringen nicht nur Organisationen und Projekte in existenzielle Schwierigkeiten. Auch die marginalisierten und vulnerablen Zielgruppen von WUK Bildung und Beratung sowie Kulturinitiativen geraten zunehmend unter Druck. Als WUK stehen wir weiterhin fest hinter euch als Mitarbeiter*innen – und ebenso hinter den Menschen, die unsere Unterstützung brauchen. Gerade jetzt ist für uns Solidarität besonders wichtig.

In Bildung und Beratung setzen wir uns weiterhin für unsere Zielgruppen ein, und machen uns dafür stark, dass Angebote so finanziert werden, dass sie qualitativ hochwertig und mit tragbarer Arbeitsbelastung umgesetzt werden können. 

Solidarität heißt für uns, nicht wegzuschauen, wenn andere Unterstützung verlieren, sondern gemeinsam für faire Finanzierung, gute Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Teilhabe einzutreten. Umso wichtiger ist es, dass wir uns mit anderen vernetzen, gemeinsame Positionen entwickeln und solidarisch zusammenstehen. Solidarität verstehen wir dabei als Haltung: gegenüber unseren Teilnehmer*innen, gegenüber den Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen, mit denen wir arbeiten, gegenüber anderen Organisationen und Projekten – und nicht zuletzt gegenüber euch als Mitarbeiter*innen, die täglich mit Professionalität und Engagement dafür sorgen, dass unsere Aktivitäten jene Wirkung entfalten, die wir damit erreichen wollen!

Save-the-Date 

Zum Schluss noch zwei Save-the-Date: Am Montag, den 18. Mai 2026, wird das WUK beim Mitarbeiter*innen-Tag wieder zum Treffpunkt für die Kolleg*innen aller Abteilungen und Projekte mit einem spannenden Programm und einer Gelegenheit zum WUK-übergreifenden Austausch. 

Am 3. Oktober 2026 feiern wir das 45-jährige Bestehen des WUK! Das Geburtstagsfest lädt zum Entdecken noch unbekannter Ecken im Haus und zum gemeinsamen Feiern ein! Darauf freuen wir uns!

Stefanie & Christoph

 
 
 

Fragen und Anmerkungen zu diesem Newsletter bitte an Hanna Sohm, WUK Kommunikation.

 

Foto: Susanne Senekowitsch