BILDUNG UND BERATUNG

 
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Geschätzte Leser_innen, liebe Freund_innen!
Die gegenwärtigen Krisen haben massive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und Zukunftsperspektiven von Jugendlichen. Sie zeigen Probleme auf und beschleunigen Prozesse, die schon latent in der Gesellschaft und auf individueller Ebene vorhanden sind. Gleichzeitig beobachten wir eine sich verändernde Arbeitswelt. Im Rahmen des WUK Bildungs- und Beratungstages 2022wollen wir die aktuellen Herausforderungen in den Blick nehmen und Lösungsansätze diskutieren.

Leben in interessanten Zeiten

Wie können Jugendliche in einem konstanten Krisenmodus ihre Zukunft planen?

Zeit: Di 11.10.2022 | 13.00 - 17.00 Uhr (Check In: 12:30 Uhr)
Ort: Veranstaltungszentrum Klinik Floridsdorf

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihre

Online-Anmeldung

(auch per E-Mail an bildung-beratung@wuk.at möglich)

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist rollstuhltauglich.Wenn Sie eine Übersetzung in Gebärdensprache oder eine andere Form der Unterstützung benötigen, bitten wir um Bekanntgabe bei der Anmeldung.

Veranstaltung auf wuk.at

 
 
 

PROGRAMM

ZUR GEGENWÄRTIGEN SITUATION

Aktuelle Krisen zeigen Probleme auf und beschleunigen Prozesse, die schon latent in der Gesellschaft und auf individueller Ebene vorhanden sind: Menschen ziehen sich zurück und vereinsamen. Expert_innen zeigen in einem Überblick, wie stark besonders Jugendliche und junge Erwachsene von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind.
 

Die Folgen der Pandemie für die Psyche Jugendlicher

Andrea Jesser

Die gravierenden psychischen Folgen der Pandemie – insbesondere bei jungen Menschen – werden vielfach diskutiert. Dieser Vortrag gibt Einblicke in die Forschungsergebnisse der Universität für Weiterbildung Krems. Präsentiert werden quantitative und qualitative Daten aus mehreren Umfragewellen unter Schüler_innen in Österreich. Die Ergebnisse veranschaulichen, wie sich die psychische Gesundheit im Pandemieverlauf verändert und geben einen Einblick in die Wahrnehmung und das Erleben der Jugendlichen.
 

Belastungen junger Menschen in der Corona-Krise

Veronika Wöhrer

Für junge Menschen brachte die Pandemie neue Belastungen und Herausforderungen, doch diese betreffen nicht alle Jugendlichen gleichermaßen. Im Vortrag werden Ergebnisse aus der Längsschnittstudie „Wege in die Zukunft“ präsentiert. Im Rahmen des an der Universität Wien durchgeführten Forschungsprojektes wurden seit 2017 Jugendliche auf ihrem Weg nach der Neuen Mittelschule begleitet. In den Befragungen im Winter 2020/2021 zeigte sich, dass die Pandemie zwar für alle einen großen Einschnitt darstellt, aber die Belastungen für ohnehin schon benachteiligte Jugendliche noch größer sind. Gerade sie erzählen von verstärkten Mehrfachbelastungen, da sie sich beispielweise gleichzeitig um Familienangehörige, den Haushalt und um die eigene Zukunft kümmern müssen.
 

Anerkennung ist der Schlüssel

Georg Grund-Groiss

Die Erkundung der psychischen und sozialen Folgen der Pandemie für junge Menschen ist wesentlich, um die richtigen gesundheits- und sozialpolitischen Antworten zu finden. Insbesondere die Formulierung der richtigen arbeitsmarktpolitischen Antworten bedarf aber auch einer philosophischen Reflexion, die die gegenwärtige Konstellation der „sozialen Krise der Anerkennung“ in den Blick nimmt. Es ist ein Grundprinzip unseres Daseins, dass jedes Subjekt von der Anerkennung durch seine Mitmenschen abhängig ist. Für junge Menschen ist heute die Gefahr besonders groß, dass das Streben nach Anerkennung zum „Selbstverlust“ führt. Reformierte arbeitsmarktpolitische Systeme und Instrumente können dazu beitragen, jungen Menschen neue Wege zur Anerkennung als „Selbstkontrolle“ und als „Selbstbestimmung“ innerhalb einer sozialen Gemeinschaft aufzuzeigen.

Im Anschluss gibt es eine Diskussion mit den Vortragenden Andrea Jesser, Veronika Wöhrer, Georg Grund-Groiss, Moderatorin Lisa Mayr und dem Publikum.

BEGLEITUNG DURCH UNSICHERE ZEITEN

Gemeinsam mit verschiedenen Expert_innen, die in unterschiedlichen Projekten tätig sind, richten wir unseren Fokus im Gespräch auf geeignete Lösungsansätze, die wir anschließend diskutieren:

open2chat

Markus Böckle

open2chat bietet Jugendlichen kostenlos und anonym die Möglichkeit, online mit Gleichaltrigen – die als Berater_innen ausgebildet werden – über ihre Sorgen, Fragen und Probleme zu chatten, jedoch ohne den Anspruch eine Therapie, Beratung, ärztliches Gespräch oder andere Form von Unterstützung zu ersetzen.
 

#change/Gesund aus der Krise

Beate Wimmer-Puchinger

#change, ein Projekt des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen (BÖP), bietet bis 31.12.2022 bis zu 1.500 Jugendlichen und jungen Erwachsenen psychologische Unterstützung für einen (Wieder-)einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Gesund aus der Krise bietet klinisch-psychologische, gesundheitspsychologische sowie psychotherapeutische Beratung und Behandlung von Kinder und Jugendlichen zur Bewältigung der psychosozialen Folgen der COVID-19 Pandemie.

istOkay

Teresa O Rourke

istOkay ist eine kostenlose, niederschwellige und evidenzbasierte Selbsthilfeplattform, mit dem Ziel Jugendlichen ein Verständnis ihrer psychischen Gesundheit zu vermitteln, sie in ihrem Selbstmanagement zu stärken und gleichzeitig zu einer Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen beizutragen.

WUK CoachingPlus und WUK Arbeitsassistenz

Britta Schmidjörg und Astrid Edinger

WUK CoachingPlus bietet Jugendcoaching für Jugendliche und junge Erwachsene bis 24 mit psychischer Beeinträchtigung oder mit Autismus-Spektrum-Störungen an. WUK Arbeitsassistenz unterstützt bei der bei der Lehrstellen- oder Arbeitsplatzsuche sowie bei Schwierigkeiten in bestehenden Dienstverhältnissen.

 
 
 

Anlässlich der Eröffnung des zweiten Standorts von WUK CoachingPlus laden wir im Anschluss an den WUK Bildungs- und Beratungstag zu einem kleinen Umtrunk in der :
Schwaigergasse 30, 1210 Wien .

Achtung aufgrund einer begrenzten Teilnehmer_innen-Zahl ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich!