Die Europäische Theaternacht 2017

Die Europäische Theaternacht 2017

Am 18. November sind wieder über 70 österreichische Theater bei der Europäischen Theaternacht dabei – erstmals unter dem Ehrenschutz des Bundespräsidenten Alexander van der Bellen. WUK performing arts freut sich zum ersten Mal und gleich mit dem Eröffnungswochenende dabei zu sein und öffnet die Saaltüren zum „pay as you wish_can“-Preis. Gerald Gröchenig gibt einen Einblick in die Hintergründe des Projekts.

„Theater machen bedeutet, die Routine des Alltäglichen zu durchbrechen, die Akzeptanz wirtschaftlicher, politischer und militärischer Gewalt als Normalität infrage zu stellen, die Gemeinschaft zu sensibilisieren für Fragen des menschlichen Daseins, die sich nicht durch Gesetze regeln lassen, und zu bekräftigen, dass die Welt besser sein kann, als sie ist.“

Gerard Mortier

Wann hat man das letzte Mal darüber gehört oder gelesen, warum Theater wichtig ist? Welche Leistungen Theaterschaffende zwischen Bregenz und Wien, Linz und Klagenfurt tagtäglich für das Funktionieren einer Gesellschaft liefern? Ob sie nun unterhalten, Spannung erzeugen, Identität stiften, Widersprüche oder Konflikte auf die Bühne bringen oder mit vielfältigen Formen auf neue Sichtweisen und Denkansätze neugierig machen. Übers Theater wird normalerweise mit Kritiken berichtet, oder bei Skandalen, Intendant_innenwechseln, wenn’s Geld nicht reicht und irgendwo eingespart werden muss.

Bei der „Europäischen Theaternacht“ ist das anders: hier steht das Theater österreichweit als „Ort des gemeinschaftlichen Erlebens“ im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Durch das gemeinsame Auftreten im gesamten Bundesgebiet und die dadurch geschaffene mediale Präsenz bietet das Ereignis die Möglichkeit, ein neues Publikum anzusprechen bzw. das bestehende stärker an die jeweilige Organisation zu binden.

Seit fünf Jahren findet dieses Ereignis immer am dritten Samstag im November statt. An der 2008 in Kroatien ins Leben gerufenen Veranstaltung nehmen in der Zwischenzeit in Europa ca. 500 Organisationen teil. Von Beginn an fungierte in Österreich die freie Szene als Träger dieser Idee, erst in den letzten Jahren beteiligten sich auch größere Häuser wie Burgtheater oder Länderbühnen in Vorarlberg, Tirol und Graz daran. Die Zahl der Teilnehmer_innen konnte kontinuierlich gesteigert werden; ein Zeichen dafür, dass die Aktion in der Szene auf Wohlwollen stößt.

Eines ist überall gleich: Unter dem Motto „Pay as you wish_can“ laden an diesem Tag die teilnehmenden Organisationen ihr Publikum mit einem vielfältigen Programm ein, die von Vorstellungen über Workshops, dramaturgische Lesungen oder offene Proben bis hin zu Backstage-Führungen oder Flashmobs reichen. Was dabei angeboten wird, steht den Theatern frei.

WUK performing arts nimmt zum ersten Mal an der Europäischen Theaternacht teil

Am 18. November 2017 haben Interessierte und Neugierige die Möglichkeit die Saisoneröffnung mit dem "pay as you wish_can"-System zu besuchen.

Jan Machacek multitasking diaries

Jan Machacek: multitasking diaries

Der Medienkünstler Jan Machacek tritt in seinen Performances in einen Dialog mit seiner medial transformierten Person. Dies führt zu hybriden Live-Momenten, in denen unklar bleibt, wer wen beeinflusst und kontrolliert: die reale Person ihr mediales Spiegelbild oder umgekehrt.
multitasking diaries ist eine audio-visuelle Performance über ein Zuviel an Eindrücken, Gefühlen, Reflexionen und Ansprüchen.

Do 22. Februar 2018 - Sa 24. Februar 2018, 19.30 Uhr
Saal
(Stiege 3, Erdgeschoß, barrierefrei)

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Contact Improvisation Jam

ttp

Contact Improvisation (CI) ist eine improvisierte Tanzform zwischen zwei oder mehreren Tänzer_innen. Durch den Körperkontakt erkunden die Tanzenden ihre Bewegungsmöglichkeiten und entwickeln im Augenblick einen gemeinsamen Tanz. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers, auf die Verbindung zum Körper der Partner_innen sowie auf den Raum. Die Tanzenden handeln selbstbestimmt und selbstverantwortlich

Do 12. Oktober 2017 - Sa 30. Juni 2018, 19.15 Uhr - 22.00 Uhr

Josef Jöchl, Denice Bourbon, Katja Langmaier

PCCC* #5: My first time

One gay guy and two queerfeminist lesbians walk into a bar, where they say OMG a lot and wear overalls. Not. PCCC* is going beyond the cliché – again. For the 5th time you will hear punchlines that are 100 % free from “funny” accents, “men are like this“ (penis) and „women like this“ (shoes).

Mo 19. März 2018, 19.30 Uhr
Saal
(Stiege 3, Erdgeschoß, barrierefrei)

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