„AusBildung bis 18“ aus Sicht der Jugendlichen

Lehrling in Halle mit Bussen

„AusBildung bis 18“ aus Sicht der Jugendlichen

Mit Ende des Schuljahres 2016/17 wirkt das bundesweite Ausbildungspflichtgesetz „AusBildung bis 18“. Deswegen haben die Jugendcoaches von WUK Jugendcoaching West bei den Jugendlichen nachgefragt, um zu erfahren, welche Infos sie bereits erhalten haben und wie sie zur „AusBildung bis 18“ stehen.

Beitrag von Johanna Ehrenmüller und Willi Bogensperger, WUK Jugendcoaching West

Mit Ende des Schuljahres 2016/17 wirkt das bundesweite Ausbildungspflichtgesetz „AusBildung bis 18“, das zum Ziel hat, dass alle Jugendlichen eine Ausbildung abschließen, die über den Pflichtschulabschluss hinausgeht. Das Gesetz gilt erstmals für alle Jugendlichen, deren Schulpflicht im Juni 2017 endet.

Aufgrund dessen haben wir, die Jugendcoachs von WUK Jugendcoaching West, bei den Jugendlichen, die wir betreuen, genauer nachgefragt und wollten erfahren, welche Infos sie bereits erhalten haben und wie sie zur „AusBildung bis 18“ stehen.

Die Mehrheit der Jugendlichen hat bereits von der „AusBildung bis 18“ gehört. Vorrangig wurden sie von der Schule bzw. den Lehrer_innen darüber informiert. Die am häufigsten genannte Antwort bei der Frage: „Was hast du darüber gehört?“ war, dass die Eltern Strafe bezahlen müssen, wenn die Jugendlichen nach dem 9. Schuljahr nicht weiter in eine Schule gehen oder eine Lehre machen.

Im Freundes- oder Familienkreis wurde das neue Gesetz bei zirka der Hälfte der Jugendlichen thematisiert. Neben der „Konsequenz“ bei Nicht-Einhaltung, Strafe zahlen zu müssen, tauschen sich manche Jugendliche mit ihrem Umfeld auch darüber aus, welche Ausbildungen gut sind und dass es wichtig ist, eine Ausbildung zu machen.

Wir haben die Jugendlichen auch nach ihrer ganz persönlichen Meinung gefragt und fast alle sind der „AusBildung bis 18“ gegenüber positiv eingestellt.

Ein Auszug der Aussagen, die von den Jugendlichen getätigt wurden:
Es ist gut, dass niemand unter 18 aus dem Bildungs- und Ausbildungssystem ausgeschlossen wird.“
„Eh gut. Wenn man mehr lernt, bekommt man auch einen besseren Job – also mehr Gehalt.“
Ich finde das besser so, weil man dadurch mehr Chancen hat.“

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Jugendlichen, welche von der „Ausbildung bis 18“ betroffen sind, grundsätzlich positiv dazu eingestellt sind. Die genannten Aussagen zeigen sehr schön, dass die Jugendlichen motiviert sind, zu lernen und auch eine Ausbildung  machen wollen. Die „Ausbildung bis 18“ wird von den Jugendlichen als Chance wahrgenommen und das sollte sie für die Jugendlichen auch sein.

WUK Jugendcoaching West:
Diese Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Foto: "Lehre, wem Lehre gebührt: Der Lehrling und der Bus", (c) Joel Kernasenko / Holding Graz, CC BY 2.0

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