Gehe zu Menü 1. Ebene Menü 2. Ebene Menü 3. Ebene Menü 4. Ebene Inhalt Heutige Termine Nächsten 3 Tage Diese Woche Nächsten 2 Wochen Dieses Monat Nächste 2 Monate

 

 

 

Das Ausstellungsprogramm für die Kunsthalle Exnergasse wird von einem Beirat in Zusammenarbeit mit der Leitung der Kunsthalle Exnergasse ausgewählt. Näheres zur Bewerbung für eine Ausstellung, dem jährlich ausgeschriebenen CALL FOR PROPOSALS, finden Sie unter dem Menüpunkt Ausschreibung

Programm 2012


Baby, I lost my handshoes...


Reality Manifestos, or Can Dialectics Break Bricks?
Eine Studie über détournement als Kunstform

Ausstellung: 19.01. - 03.03.2012
Eröffnung: 18.01.2012
Tagung: 19.01. - 20.01.2012
Finissage: 03.03.2012

Teilnehmer/innen an der Ausstellung: Marc Bauer, Sabina Baumann, Mareike Bernien & Kerstin Schroedinger, Pauline Boudry & Renate Lorenz, Bogna Burska, Brice Dellsperger, Konstantinos Manolakis, Michele O’Marah, Cora Piantoni, Elodie Pong, „Schmale, Scheirl, Knebl Werke“ (Toni Schmale, Hans Scheirl & Jakob Lena Knebl), Rebecca Ann Tess.
Eröffnung: Performance von The Centre of Attention, Soundperformance und DJ-Set von DJ Sweatproducer (Anne Käthi Wehrli).
Zur Finissage am 3. März wird Hans Scheirl um 19 Uhr ein öffentliches Interview geben.
Ausstellung und Tagung sind kuratiert von Dimitrina Sevova.

Ideologie kann nur im Kontakt mit radikaler Subjektivität zerbersten.
Aus: René Viénet, La dialectique peut-elle casser des briques? (Kann Dialektik Ziegelsteine zerschlagen?)


Bestehend aus einer internationalen Gruppenausstellung und einer zweitägigen Tagung, entwickelt sich das Projekt entlang von Fragestellungen und Nachforschungen zu Inbesitznahme und dem Ready-Made in der zeitgenössischen Kunst in Bezug auf die Kinoindustrie und einer möglichen Übertragbarkeit von Eigenschaften zwischen ihnen. Es untersucht sowohl den Raum als auch die Verwechslung der Grenzen zwischen Bild und Repräsentation und richtet den Blick auf die Ruinen der Repräsentation, darauf, welche Möglichkeiten der Übersetzung es geben kann, und wo sich das Konzept von Original und Kopie auflöst. Das Projekt geht sozialen, politischen und ästhetischen Inhalten nach, die sich aus dem dialektischen Aufeinanderprallen von Unsichtbarem und Sichtbarem ergeben, oder folgt auch den Verschiebungen zwischen den Begriffen von Produktion und Konsum, Realität und Fiktion. Es entwirft Zwischen-Zeitlichkeiten, versammelt eine Vielfalt von Kunstpraxen, die singuläre Taktiken der spekulativen Zweckentfremdung, Wiederholung, getreue Nachahmung und détournement bestehender Bilder, visueller Ikonen oder narrativer Muster anbieten – und diese nachstellen, umschreiben und übersetzen.
Das Projekt dient als Plattform zur Untersuchung der Struktur und der Institutionen des kommerziellen Kinos in Bezug auf die Institutionen der Kunst und der Bilder. Befragt wird ebenso der Prozess der Projektion sowohl im rein mechanischen Sinn durch Kinokamera und Projektor beziehungsweise deren Ähnlichkeit zur Funktion der menschlichen Wahrnehmung, aber auch die Art und Weise, in der die Psychoanalyse im subjektiven und sozialen Feld dieselben Prinzipien der Projektion betrachtet: etwa wie wir Angst und Begehren auf andere projizieren und wie die Normen der psycho-symbolischen Formation von Rasse, Klasse und Sexualität immer wieder reproduziert werden. Die ausgestellten Werke erkunden die Kinomaschine in ihren Erzählstrukturen, Mythologien, Darstellungsformen und ihrer Reproduzierbarkeit, betrachten im Allgemeinen, wie diese Strukturen, Institutionen und Grenzen errichtet werden, wie Wert generiert wird, wie Wahrheiten durch die symbolischen und wirtschaftlichen Bedingungen einer spekulativen Industrie vorgegeben werden. Wenn der oder die Künstler/in die Oberfläche des Kinos durchbricht, kann dann der Anspruch einer Autonomie der Kunst als Institution aufrechterhalten werden? Letztendlich geht es bei diesem Projekt um das Spektakel, darum, welche Möglichkeiten wir haben, es zu unterlaufen, den Blick der Betrachter/in aus seiner Lethargie zu lösen und doch aus der verführerischen Kraft der Bilder noch immer jouissance zu schöpfen.

Öffentliche Theorie-Tagung
WUK Museum
19.-20. Januar 2012
Teilnehmer/innen an der Tagung: Mareike Bernien & Kerstin Schroedinger, Brice Dellsperger, Eva Egermann, Maren Grimm, Esther Kempf, Lucie Kolb, Elke Krasny, Boyan Manchev, Işın Önol, Bernd Oppl, Małgorzata Radkiewicz, Dorothee Richter, Nicola Ruffo, Simone Schardt & Wolf Schmelter, Dimitrina Sevova
Künstler/innengespräche mit den Teilnehmer/innen der Ausstellung.


TISCH IM RAUM lädt Michael Staab
Eröffnung, Gespräch, Esstisch: 14.03.2012
Gesprächspartnerin: Si.Si. Klocker
Ausstellung: 15.03. – 23.03.2012

Sind es die immateriellen Kräfte von Kunst und Kultur, die Gesellschaften stabilisieren und für Identität sorgen könnten?
Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich der Kölner Regisseur, Künstler und Kurator Michael Staab seit langem in seinen performativen und partizipatorischen Rauminszenierungen und konzeptionellen Projekten.
Zu tisch im raum am 14.März wird Michael Staab mit einer performativen Rauminstallation und partizipatorischen Versuchsanordnungen seine Arbeit darstellen und zu Fragen über die Möglichkeiten eines erweiterten Kunstbegriffes Stellung nehmen. Ab dem 15.März bis zum 23. März werden die künstlerischen Ergebnisse und die Dokumentation des Abends in der Kunsthalle Exnergasse zu besichtigen sein. Michael Staab wird als Gesprächspartner und aktiver Teil seiner eigenen Inszenierung täglich in der Ausstellung anwesend sein. Via Skype werden Künstler und andere Gesprächspartner aus aller Welt dazugeschaltet sein. Kunst goes Praxis.

Michael Staab: Regisseur, Künstler und Kurator, lebt in Köln.
Si.Si. Klocker: Künstlerin, Filmemacherin, Autorin, Performerin, Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin, lebt in Wien.
tisch im raum ist eine Versuchsanordnung, als Ausstellungsformat, Dialograum und Esstisch-Landschaft, das in Ausstellungen oder deren Zwischenräumen interveniert und veranstaltet. Gäste die zu Phänomenen des Kunstfeldes arbeiten, zeigen eine für ihre Arbeit relevante künstlerische Position und führen darüber ein Gespräch mit einem weiteren Gast. Anschließender Esstisch mit dem Publikum im Ausstellungsraum.
Esstisch: gekocht von Roman Steger, Ö1 Genussschule
Konzeption tisch im raum : Andrea Löbel, Lina Morawetz, Klaus Schafler


Afterimage: Intuition and Duration within the Space of Art
Ausstellung: 12.04. – 02.06.2012
Eröffnung:  11.04.2012

Künstler/innen: Steffi Alte, Frank Altmann, Frauke Dannert, Robert Dowling, Marita Fraser, Marcel Frey, Jan Kiefer, Alex Lawler, Alexandra Navratil, Janine Tobüren, Matthew Verdon
Kuratiert von Alex Lawler und Frank Altmann

Die Ausstellung „Afterimage“ zeigt, wie elf junge europäische Künstler materielle, semiotische und kulturelle Sprachen entwerfen, die an den zeitgenössischen Konzepten abstrakter Kunst ansetzen und diese weiterführen. In jedem dieser Bereiche der Abstraktion gibt sich eine relationale Welt zu erkennen, die fundamental wirklich ist und ihre Abstammung nicht von historischen Begriffen der Figuration herleitet, sondern in der Tradition der konkreten Kunst steht.
Diese Praxis einer abstrakten Sichtweise reflektiert Henri Bergsons Idee der Intuition, die nach ihm dem analytischen Blick entgegensteht. Gleichzeitig spiegelt sie die Auffassung des abstrakten Künstlers wider, der sich wieder der wirklichen und sichtbaren Welt zuwendet.
Diese Ausstellung postuliert, dass die Formen der Wahrnehmung und die Mechanismen der metaphysischen Vorstellung der Abstraktion strukturell in der gleichen Weise dienen, wie gebaute Strukturen die zeitgenössische Kunstwelt unterstützen. In diesem Sinne offenbaren sich die hier vertretenen Künstler durch Gesten, die sowohl als physisch präsent wie auch als fundamental konzeptuell zu verstehen sind.


COLLIDING WORLDS. Nodes of Mobility and Networks of Transient Communities
Ausstellung: 13.09. – 25.10.2012
Eröffnung: 12.09.2012

Künstler/innen: Katharina Copony (A), Josef Dabernig (A), Michael Hieslmair & Michael Zinganel (A), Carolin Hirschfeld & Clara Giacalone (D), Jamshed Kholikov (TJ) (angefragt), Heimo Lattner (A/D), Plinio Avila Marquez (D/ MEX), Christoph Oertli (CH), Adrian Paci (I) (angefragt), Barthelemy Toguo (F/ US/ CAM), Ingo Vetter & Annette Weisser (D), Anna Witt (A/ D)
Kuratiert von Michael Hieslmair

Wenn Multi-Lokalität – d.h. der zyklisch wiederkehrende kurzzeitige Aufenthalt an verschiedenen Orten bzw. das Reisen zwischen ihnen – unseren Alltag prägt, werden Halte- bzw. Knotenpunkte zunehmend zu wichtigen liminoiden Orten der Mobilität. Wo immer Leute ein-, aus- bzw. umsteigen, und aus welchen Gründen auch immer Mobilitätsströme abreißen, kollidieren Welten und bilden sich multilokale (Akteurs-) Netzwerke wiederkehrender vorübergehender Gemeinschaften aus.
COLLIDING WORLDS versammelt Künstler/innen, die in ihren Arbeiten Orte und soziale Systeme einer stark globalisierten und international vernetzten Mobilitätskultur genauer in den Blick nehmen und versuchen, beispielhaft die damit verknüpften Konsequenzen auf Akteure und den Gebrauch ihrer Umwelt auszumachen. Während sich die Beiträge auf der Mikroebene mit den Veränderungen der sozialräumlichen Bezugssysteme auseinandersetzen, fokussieren sie auf der Makroebene ökonomische und politische Transformationsprozesse, die im Zusammenhang mit einem globalisierten Waren- und Personenverkehr wirkmächtig werden.


Baby, I lost my handshoes…
Ausstellung: 08.11. – 22.12.2012
Eröffnung: 07.11.2012

Baby, I Lost My Handshoes... ist eine Gruppenausstellung von und mit Donna Huanca,
Vytautas Jurevicius, Lisa Meixner und Aki Nagasaka. Ihre künstlerische Praxis verbindet
ein gemeinsames Interesse an der Erforschung und Neuerzählung kultureller und sozialer
Ausdrucksformen wie Sprache, Mode oder Architektur.
In ihren Filmen, Performances und Installationen bedienen sie sich auf spielerische Weise
Formaten wie Dokumentation, wissenschaftliche Recherche oder ethnografische
Feldstudie und folgen dabei, wie die seltsamen Handshoes aus dem Ausstellungstitel,
einem radialen Denkprozess, der sich seiner konkreten Definition verweigert um
subjektive oder widersprüchliche Ergebnisse offenzuhalten.

Während der Dauer der Ausstellung präsentieren die KünstlerInnen ein Begleitprogramm
aus Filmvorführungen, Vorträgen, Performances und Diskussionen mit Gästen, deren
künstlerische, wissenschaftliche oder kuratorische Positionierung die Themen der
Hauptausstellung Baby, I Lost My Handshoes... in einen dynamischen Dialog einbinden
und fortschreiben.