Ausstellungsempfehlung mit WUK Bezug
Besetzt!
Kampf um Freiräume seit den 70ern
Wem gehört die Stadt? Und was ist Kultur? Die Ausstellung Besetzt! Kampf um Freiräume seit den 70ern im Wien Museum fragt nach den gegenkulturellen Bewegungen der Stadt, nach ihren politischen Visionen und Erfolgen sowie der Aktualität ihrer Forderungen.
Mit der Besetzung der Arena, des ehemaligen Auslandsschlachthofes in St. Marx, im Sommer 1976 treten erstmals neue politische und gegenkulturelle Bewegungen in den Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit. Forderungen nach selbstverwalteten Kulturräumen, das Infragestellen politischer Verhältnisse im allgemeinen und die Kritik an einer abrissfreudigen, „betonlastigen“ und der Kommerzialisierung öffentlicher Räume zugeneigten Stadtpolitik im speziellen fanden hier ihren Anfang.
Die folgenden Jahre brachten weitere Kämpfe um Freiräume und Mitbestimmung und fanden Konkretisierungen im zunächst besetzten Amerlinghaus, das 1978 zum ersten selbstverwalteten Kulturzentrum der Stadt wird, in der „neuen“ Arena, im WUK, der Gassergasse, der Aegidigasse oder dem Ernst-Kirchweger-Haus.
Das WUK war Teil dieser Bewegung und ist es bis heute geblieben mit all den Vor- und Nachteilen einer mehr als 30jährigen Erfahrung, den Vor- und Nachteilen erprobter Strukturen und Strategien, mehr oder weniger gefestigter Existenzbedingungen sowie dem Ringen um notwendige Anpassungen bei Erhalt seines Charakters als Freiraum und Experimentierfeld.
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