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AUSSTELLUNG

Solo VIII – Christina Werner

Immer bleibt etwas übrig...


The Boys are Back, Videostills, 2015/2016

Eröffnung: Mo 30. Jänner, 19 Uhr

Christina Werner wurde 1976 in Baar (CH) geboren; sie hat Fotografie und Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Heute lebt und arbeitet sie in Wien.

In letzter Zeit beschäftigt sich die Künstlerin verstärkt mit den Auswirkungen der Globalisierung, vor allem mit der aktuellen Migration, einem wiedererstarkten Nationalismus sowie Repräsentationsfragen. In ihrer ersten umfassenden Einzelausstellung präsentiert sie vier Projekte, wobei die raumgreifendste Arbeit "Something Is Always Left Behind" eine Neukombination der bereits bestehenden Projekte "Neues Europa" und "The Boys Are Back" darstellt.
Zentrales Werk der Präsentation "Neues Europa" ist ein 106-seitiges, für die BesucherInnen gratis erhältliches Heft, das Medienbilder und Zitate rechtspopulistischer und rassistischer Aktivitäten auf Bilder und Beschreibungen von Tatorten und Gedenkstätten für Opfer prallen lässt. Teil dieses Projekts sind zudem eine Wandinstallation aus fragmentarischen Bildern von Personen bei rechtspopulistischen Auftritten, kurze Filmausschnitte nationalistischer Reden sowie die Texttafel "The Boys Are Back", die einen Stimmungswandel fühlen lässt.

"Reflecting Pools" ist Werners aktuelles Projekt, das sich mit Erinnerungskultur am Ground Zero in New York beschäftigt. Die Bilder sprechen von einer massiven Präsenz von Polizei, starken Eingriffen im öffentlichen Raum – wie Absperrungen – sowie amerikanischem Patriotismus. Kombiniert werden die Bilder und das Fotobuch mit einem Video, in dem Donald Trump nach 9/11 von einem Neubau, der „groß und majestätisch“ sein müsse, spricht.
Fragen der Stadtentwicklung und der nationalen Identität verbinden "Reflecting Pools" mit der ebenfalls mehrteiligen Installation "Pipal", einer Dokumentation des „Sabarmati Riverfront Projects" in Ahmedabad in Indien.
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf ein Zitat von Thomas Heise: „Immer bleibt etwas übrig, ein Rest, der nicht aufgeht. Dann liegen die Bilder herum und warten auf Geschichte.“

Solo

Seit 2010 wird jährlich eine Ausstellungen der Fotogalerie Wien einem/einer jungen aufstrebenden KünstlerIn als Einzelausstellung gewidmet. Diese Ausstellungsreihe Solo fungiert als Plattform und Sprungbrett für KünstlerInnen, die gerade am Beginn ihrer Karriere stehen, aber bereits über ein umfangreiches Werk verfügen, das einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

 


INFO & SERVICE

Eröffnung

Mo 30. Jänner, 19 Uhr
Einführung: Hemma Schmutz

Fotogalerie Wien

VERANSTALTER

Fotogalerie Wien