Gehe zu Menü 1. Ebene Menü 2. Ebene Inhalt Heutige Termine Nächsten 3 Tage Diese Woche Nächsten 2 Wochen Dieses Monat Nächste 2 Monate
Um den Kalender zu sehen benötigen Sie JavaScript!

Der WUK Bildungs- und Beratungstag 2015 findet in Kooperation mit dem Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule statt.
 

Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule

 

FÖRDERGEBER_INNEN:

Europäische Union - Europäischer Sozialfonds        Logo Sozialministeriumservice        Logo bmbf

Logo AMSLogo FSW         Logo MA 13

Logo WAFF          Logo Wiener Gesundheitsförderung

Diese Seite empfehlen:

per E-Mail weitersenden Icon Bookmark Twitter Icon Bookmark Facebook Icon Bookmark dlicious Icon Bookmark Digg

Vielen Dank,
Deine Empfehlung wurde abgeschickt.

WUK BILDUNGS- UND BERATUNGSTAG

Extrem Radikal

Präventive Strategien im Umgang mit der Radikalisierung von Jugendlichen


2 Kletterer hängen in Seilen

Radikalisierung, Extremismus, Dschihadismus sind gegenwärtig ein die Medien und die politische Diskussion bestimmendes Thema. Politik und Gesellschaft rufen nach Sofortmaßnahmen, um Jugendliche – und sich selbst – vor extremistischen Strömungen zu schützen. Vor dem Punkt, an dem sich junge Menschen einer radikalen Gruppierung anschließen, steht in der Regel ein langer Prozess. Umso wichtiger ist es, Radikalisierungstendenzen frühzeitig entgegenzuwirken. Eine eingehende Auseinandersetzung mit dem brisanten Thema ist notwendig, um langfristige Präventionsstrategien für die Arbeit mit Jugendlichen zu entwickeln.

Der WUK Bildungs- und Beratungstag greift deshalb die gegenwärtige Debatte auf und öffnet sie in Richtung einer umfassenden Betrachtung des Phänomens Radikalisierung und seiner langfristigen Prävention. Wie können wir das gesellschaftliche Zusammenleben so gestalten, dass es gar nicht erst zur Radikalisierung kommt? Was hindert Jugendliche daran, von radikalen, extremen Positionen angezogen zu werden? Welchen Stellenwert haben stabile Netzwerke, Emanzipations- und Empowermentprozesse, Zukunftsperspektiven, Bildung und Integration in den Arbeitsmarkt?

Interessierte haben während der Veranstaltung die Gelegenheit, die Angebote von WUK Bildung und Beratung kennenzulernen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir ersuchen um Anmeldung mittels rotem Anmeldebutton oder per Mail an bildung-beratung@wuk.at.
 

PROGRAMM

Jihadismus und Fanatisierung – Ideologie und Empirie

Vortrag von Thomas Schmidinger

Thomas Schmidinger beschäftigt sich mit dem Nahen Osten und verschiedenen Formen des politischen Islams. Gemeinsam mit dem islamischen Religionspädagogen Moussa al-Hassan Diaw hat er das „Netzwerk Sozialer Zusammenhalt“ zur Deradikalisierung jihadistischer Jugendlicher gegründet. In seinem Vortrag liefert er nicht nur die theoretische Basis für eine Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern bietet anhand seiner praktischen Erfahrungen auch Einblicke in die Faktoren, die zur Radikalisierung von Jugendlichen führen bzw. diese verhindern können. Er setzt sich dabei ebenfalls mit der Frage auseinander, ob es um Ausschlussfaktoren geht oder die Gesellschaft an sich radikaler wird und betrachtet das Thema aus einer Gender-Perspektive.

Präventive Strategien im Diskurs

Patricia Hladschik im Gespräch mit Thomas Schmidinger, Andreas Peham, Fabian Reicher, Renate Schnee und Christoph Trauner.

Wir nehmen uns Zeit für eine persönliche Reflexion zum namensgebenden Begriffspaar der Tagung – extrem und radikal – im Kontrast zu Respekt, Offenheit und Diversität.

Danach stecken wir unser Diskussionsfeld ab: Was alles fällt unter den Begriff Prävention? Wo sind die Grenzen der Prävention bzw. die Übergänge zum Bereich der Krisenintervention? Bei wem liegt in der pädagogischen und sozialarbeiterischen Tätigkeit welche Verantwortung? Welche Ansätze gibt es? Wie greifen sie ineinander und können sich wechselseitig unterstützen?

Nach einem kurzen überblicksartigen Streifzug durch das breite Feld möglicher Persönlichkeit und Teilhabe stärkender Lehr-, Lern- und Beratungszugänge (von der Politischen Bildung über religionspädagogische und transkulturelle Ansätze bis zur ganzheitlichen berufsorientierenden Arbeit) richten wir das Augenmerk auf einige Beispiele aus der Praxis.

  • „Alle Jugendlichen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Artikel 1 der Allgemeinen Erkärung der Menschenrechte ist Richtschnur, Ausdruck einer Grundhaltung und Auftrag an uns alle gleichermaßen."
    Patricia Hladschik

  • „Alle Formen des Extremismus versprechen Sicherheit und Stärke, stiften Sinn, wo kein Sinn ist, verabsolutieren die eigene Position und verteufeln die von anderen, die man schließlich auszumerzen trachtet.“
    Andreas Peham

  • „Wir reden ständig darüber, was mit den Jugendlichen schiefläuft. Wir fragen uns, ob der Islam gefährlich ist, statt uns zu fragen, was vielleicht unsere Gesellschaft versäumt hat und was wir machen sollten, damit sich alle hier wohl fühlen."
    Fabian Reicher

  • „Was wir neben weiteren Ressourcen brauchen, sind Empowerment-ExpertInnen und vielfältige Gesellschaftsverträge, die den dialogischen Prozess zwischen (ökonomisch, kulturell, bildungstechnisch) gut ausgestatteten und weniger gut ausgestatteten Zielgruppen gestalten."
    Renate Schnee

  • „Wirksamen Präventionsstrategien gegen Extremismus liegen im Rahmen von Beratungs- und Betreuungseinrichtungen erstaunlich einfache Prinzipien zu Grunde. Wesentlich ist die Haltung, mit der Jugendlichen begegnet wird, um Geborgenheit zu fördern, Selbstbewusstsein zu stärken und damit die Resilienz zu erhöhen.“
    Christoph Trauner  

 

EXPERT_INNEN & REFERENT_INNEN:

Dr. Thomas Schmidinger ist Politikwissenschaftler, Sozial- und Kulturanthropologe und Lektor am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien und an der Fachhochschule Vorarlberg, Vorstandmitglied der im Nahen Osten tätigen Hilfsorganisation LEEZA, Mitbegründer und Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie und Vorstandsmitglied im Netzwerk Sozialer Zusammenhalt.

Dr.in Patricia Hladschik ist Co-Direktorin des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte und Geschäftsführerin von Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule. Schwerpunkte: Politische Bildung und Menschenrechtsbildung, Frauenrechte, Rechte behinderter Menschen. Aktuell Tätigkeit in EU-Twinning-Projekten zum Thema Menschenrechte in Marokko sowie zum Thema Homophobie und Transphobie im Kosovo.

Andreas Peham ist Rechtsextremismusforscher, seit 1996 mit den Forschungsschwerpunkten Neonazismus unter Jugendlichen, Burschenschaften, Antisemitismus und Rassismus, Holocaust-Education sowie Islamismus im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) tätig.

Fabian Reicher, BA ist Sozialarbeiter mit den Schwerpunkten Burschenarbeit, Einzelfallarbeit in den Bereichen Delinquenz und Arbeit/Berufsausbildung bei Back Bone Mobile Jugendarbeit, 1200 Wien und Teil des Schulungsteams der Beratungsstelle Extremismus.

Renate Schnee ist Mitinitiatorin und im Leitungsteam des Projekts NACHBARINNEN in Wien - aufsuchende Familienarbeit im transkulturellen Kontext und Initiatorin des lokalökonomischen Sozialexperiments KAESCH, einem transkulturellen Zeittauschsystem in Wien. Zuvor Leiterin des Stadtteilzentrums Am Schöpfwerk und Lektorin an der Fachhochschule Campus Wien mit Schwerpunkt Gemeinwesenarbeit.

Christoph Trauner ist Geschäftsleiter von WUK Bildung und Beratung und damit verantwortlich für die Formulierung von Wirkungsfaktoren in der Organisation, diplomierter Sozialarbeiter, Gestaltpädagoge und Sozialmanager. Langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen im arbeitsmarktpolitischen Kontext. Zuvor Gesamtkoordinator des innovativen Projekts spacelab – Produktionsschule Wien.


INFO & SERVICE

Saal
Stiege 3, Erdgeschoß


  Barrierefrei

Barrierefrei für RollstuhlfahrerInnen

SERVICE

Ich möchte an den per erinnert werden.


Meine E-Mail-Adresse .