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Eröffnung und Katalogpräsentation

Mo 18. Juni, 19 Uhr
Einleitende Worte: Christina Natlacen

 

Werkstattgespräch mit Robert Zahornicky

Do 19. Juli, 19 Uhr Uhr

 

Zur Ausstellung erscheint

FOTOBUCH NR. 47/2012
WERKSCHAU XVII: ROBERT ZAHORNICKY – ARBEITEN 1981-2011
Hg.: FOTOGALERIE WIEN
Text. Christina Natlacen

Links

AUSSTELLUNG

Werkschau XVII: Robert Zahornicky

Arbeiten 1981-2011


Villa Griesebach-129-2-2005, Lambdaprint, 2010

Die Werkschau von Robert Zahornicky (Jahrgang 1952) umfasst einen umfangreichen Querschnitt seiner künstlerischen Tätigkeit, die in den 1980er-Jahren ihren Anfang nahm. Neben experimentellen Polaroids, Fotogrammen, Aquagrammen und verschiedenen anderen fotografischen Techniken zeigt er auch skulpturale Arbeiten (Sarkophage), zu Blöcken gepresste Bücher- und Zeitschriftenschnipsel, das Video Communication Breakdown sowie Dokumentationen seiner frühen Aktionen wie Die letzte Reise der Venus von Willendorf oder Zeit-Spuren, in denen er sich mit der Veränderung des Fotomaterials und der Personen beschäftigt hat.

Thematischer Schwerpunkt des Werks von Robert Zahornicky ist die Natur, an der er nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein philosophisches und wissenschaftliches Interesse hat. Grundlage seiner Fotogramme sind Blätter, Zweige, Pflanzen, die er während der Belichtung auf dem Fotopapier bewegt. Diese Bewegung steht für Wachstum und Veränderung. Erstmalig zu sehen sein wird auch der letzte, 2005 entstandene Zyklus der Serie Wildnis, Farne unterschiedlicher Wachstumsstadien, die der Künstler aus ihrem ursprünglichen natürlichen Kontext genommen und vor neutralem weißen Hintergrund platziert hat. Auch diese stehen für den zeitlichen Ablauf, für lebendige Abläufe, für den Kreislauf des Lebens. Die Arbeiten der Serie Shredder, für die Zahornicky alle Arten von Schriften durch den Papierwolf geschickt hat, leiten über zu der neuen Serie Doppelbilder – Zeitungs- und Zeitschriftenseiten, bei denen sich bei Durchleuchtung Bilder der Vorder- und Rückseite irritierend zu neuen Bildern vermischen. Hier wird die Frage nach der Aussagekraft bzw. dem Wahrheitsgehalt von fotografischen Bildern gestellt. In allen seinen Arbeiten geht es Zahornicky um die Verschiebung von Kontexten und somit um die Frage nach Realität; er ist ein Meister von Täuschungsmanövern und Verunsicherungen von Sehgewohnheiten.

Werkschau XVII ist die Fortsetzung der seit 17 Jahren jährlich stattfindenden Ausstellungsreihe der Fotogalerie Wien, welche zeitgenössische KünstlerInnen präsentiert, die wesentlich zur Entwicklung der künstlerischen Fotografie und neuen Medien in Österreich beigetragen haben.

 


INFO & SERVICE

Fotogalerie Wien

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