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FAKES, FAKTEN UND FIKTION: WUK Fake Burg
Posted @ 15.10.2012 15:09 By Theater/Tanz
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Ausgangspunkt für den Themenschwerpunkt Fakes, Fakten und Fiktion diesen Herbst im WUK Theater/Tanz waren die Produktionen bis Dezember selbst. Es gab keine Themenvorgabe für die KünstlerInnen. Nachdem schnell klar war, dass sich hier aber ein Themenkomplex herauskristallisiert, der den Performances im Herbstprogramm quasi als gemeinsamer Nenner auf der Zunge liegt, haben wir umgehend beschlossen, das auch visuell zum Ausdruck zu bringen. Beim Thema „Fake“ angelangt, war bald klar, wir suchen „Vorbilder“. Man fakt gewöhnlich nicht „Marken“ die unter einem stehen, sondern „über“ einem. In China heißt faken „Shanzai“ und impliziert u.a., dass die Armen von den Reichen stehlen, um für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Das am besten subventionierte Theater Wiens war logischerweise unser erstes Angriffsziel. Staatstheater und durchsubventionierte Stadtfestivals kokettieren heute ja gerne mit einer Revolutionsästhetik, mit der die freie Szene vor 20 Jahren punkten wollte. Sie werben mit neonfarbenen oder roten Fäusten, Freiheitstäubchen, Comics, roten Sternen … Das Burgtheater scheint mit seinen verspielten Zeichnungen ein wenig das Image ästhetisch innovativerer, jüngerer Häuser der freien Szene imitieren zu wollen. Und während die Josefstadtisierung unter Matthias Hartmann voranschreitet, will das Traditionshaus wenigstens visuell ein wenig „Zeitgeist“ ausdrücken. Deswegen ist es doch auch echt Mal OK, wenn WUK Theater/Tanz zur Shanzai-Hochburg mutiert und wir den Spieß umdrehen! Shanzai ist ja u. a. auch bekannt dafür, das Original zu verbessern! Natur, Burg, Sekt für alle!

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