Malerei • Zeichnung • Installation
Christine Baumann
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pebbles nr. 4
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neo • geo • pop • op • konkret
Die Arbeiten von Christine Baumann strahlen Zentrierung und Ruhe aus. Mittels Reduktion und klarer Formen verleihen sie dem Raum jene konzentrierte Stimmung, die sofort in den Bann zieht. Ein Betrachten ohne Ablenkung wird möglich.
Christine Baumanns Kunst ist Ausdruck einer Suche nach einem Zentrum, einer Mitte, einem Ruhepol als Gegenposition zu einer schnellen Überfrachtung mit Bildern und Dingen. Die Energie in ihren Kunstwerken soll sich konzentrieren und sammeln, nicht zerstreuen.
Ihre Formensprache wirkt auf den ersten Blick einfach: Es sind überwiegend Kreise, Quadrate oder Würfel, die erst nach und nach ihre Geheimnisse preisgeben.
Die Präzision der feinen, mit einfachen Techniken herausgearbeiteten Strukturen faszinieren genauso, wie die verwendeten Materialien und Farben, oder das verblüffende Innenleben ihrer Würfelobjekte.
Sämtliche Kunstobjekte sind so platziert, dass sie einen Bezug zum Raum herstellen. In diesem Zusammenhang ist der Kreis als geometrisches Konstrukt für die Künstlerin eine besondere Herausforderung, da er jegliche Korrespondenz mit den Konturen des rechtwinkligen Raums verweigert. Er zwingt die Betrachtenden zum Stehenbleiben und Hinsehen. Die genaue Mitte wird nicht vorgegeben und kann selbst gefunden werden. Damit beschäftigt fällt man unweigerlich in einen Zustand der Kontemplation.
Auch wenn der meditative Aspekt der Arbeiten eindeutig gewollt ist, so erscheinen sie keineswegs vordergründig religiös. Auf den Punkt gebracht sind die Arbeiten Christine Baumanns mit einem Zitat von Richard Long zu charakterisieren: „Formen, an denen jede/r teilhat, weil sie seit jeher existieren, befreit von persönlichem Ballast – universell einfach und direkt.“
Christine Baumann betreibt das Projekt Kunstzelle im WUK.