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    <title>WUK Umweltblog</title>
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      <title>Super-GAU und so weiter</title>
      <category domain="http://www.wuk.at/wuk/gesellschaft_politik/wuk_umweltblog/categoryid/204">Energie</category>
      <category domain="http://www.wuk.at/wuk/gesellschaft_politik/wuk_umweltblog/categoryid/130">Umwelt</category>
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      <description>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="DE" style="font-size:11.0pt;mso-bidi-font-size:&amp;#xd;&amp;#xa;12.0pt;font-family:Verdana;mso-ansi-language:DE"&gt;Erdbeben, Tsunami und die Ereignisse in Japans Atomkraftwerken, speziell die Unfälle im AKW Fukushima Daiichi waren in aller Munde und füllten alle Medien bis zum Bersten. Die Fülle der Ereignisse und Hintergründe lässt sich wohlam besten&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;&amp;#160; &lt;/span&gt;häppchenweise aufbereiten und verständlich machen. Eine erste Portion im Rahmen des WUK-Umweltblog, widmet sich dem Thema Super-GAU und der fortgesetzt und beratungsresistent mißverständlichen Verwendung dieses Begriffs durch die Medien. Die Redakteure haben zwar meistens nicht recherchiert, was das eigentlich ist, greifen aber mit den permanenten Warnungen davor dennoch ins Leere, schlicht weil er nicht droht, sondern bereits eingetreten ist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="DE" style="font-size:11.0pt;mso-bidi-font-size:&amp;#xd;&amp;#xa;12.0pt;font-family:Verdana;mso-ansi-language:DE"&gt;Ein GAU bezeichnet den Auslegungsstörfall der mit den vorhandenen Sicherheitsrichtungen&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;&amp;#160; &lt;/span&gt;noch beherrschbar ist, ohne dass es außerhalb des Kraftwerks zu Gefährdung von Leben und Gesundheit durch die Freisetzung von Radioaktivität kommt, also den größten&lt;span style="mso-spacerun:&amp;#xd;&amp;#xa;yes"&gt;&amp;#160; &lt;/span&gt;anzunehmenden Unfall.für die Auslegung der Systeme, nicht jedoch den größten Unfall der überhaupt denkbar ist! Alle Ereignisse, die über den GAU hinausgehen werden als Super-GAU bezeichnet und decken ein breites Spektrum an Möglichkeiten ab, wie „Super“ nun der Super-GAU ausfällt (Die englische Sprache ist hier viel präziser und spricht vom „design-base accident“ bzw. vom „beyond design base accident“). Ein Super-GAU muß nicht notwendigerweise die ultimate Katastrophe sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="DE" style="font-size:11.0pt;mso-bidi-font-size:&amp;#xd;&amp;#xa;12.0pt;font-family:Verdana;mso-ansi-language:DE"&gt;Im AKW Fukushima-Daiichi ist die Situation kurzgefasst folgendermaßen zu beschreiben: Ein Kraftwerk bestehend aus 6 nahe beieinandergelegenen Reaktorblöcken die zum Zeitpunkt des Erdbebens zum Teil zu Wartungszwecken außer Betrieb waren. Die Blöcke 1-3 wurden schnellabgeschaltet. Seit diesem Zeitpunkt findet dort allen gegenläufigen Meldungen zum Trotz keine Kettenreaktion mehr statt. Was hingegen stattfindet ist fortgesetzter radioaktiver Zerfall in den Brennelementen der laufend Wärme freisetzt, die weggekühlt werden müssen, will man Erhitzung und Schmelzen der Brennelemente vermeiden und zwar in fünf Reaktorkernen (Block 4 wurde entladen) und sechs nicht durch Sicherheitsbehälter abgesicherten Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente. Die dafür vorgesehenen Einrichtungen sind in den Blöcken 1-4 nicht mehr funktionstüchtig, es muss mit Methoden der Kategorie „Verzeiflungsaktion“ wie dem Einsatz von Wasserwerfern improvisiert werden, sämtliche Arbeiten werden durch steigende Radioaktivität behindert, an die Reparatur, Installation von Anlagen die die Rückkehr zu einem „normalen“ Kühlbetrieb in Aussicht stellen würden ist derzeit nicht zu denken. Die in den Brennelementen enstehende Zerfallswärme fällt zwar ab dem Moment der Abschaltung des Reaktors am Anfang rapide ab die Kurve wird allerdings immer flacher deshalb besteht die Notwendigkeit der Kühlung über einen sehr langen Zeitraum (deshalb das „und so weiter“ im Titel).Viele wollten es nicht glauben, für Leute die sich mit der Materie auskennen, ist es schon lange Gewissheit, nun durch den Kraftwerksbetreiber Tepco auch offiziell: Die Bändigungsversuche in Fukushima Daiichi werden die Verantwortlichen noch Monate bis Jahre beschäftigen – mit wenig rosigen Erfolgsaussichten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="DE" style="font-size:11.0pt;mso-bidi-font-size:&amp;#xd;&amp;#xa;12.0pt;font-family:Verdana;mso-ansi-language:DE"&gt;Angesichts der Perspektive einer jahrelang anhaltenden Bedrohung ein kleines Trostpflaster: das stark radioaktiv strahlende Isotop Jod131 hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen, nach 10 Halbwertszeiten also 80 Tagen ist die Konzentration auf unter 1% gesunken, zumindest diese sich in die Schilddrüse einlagernde Substanz wird dann kein Problem mehr darstellen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;</description>
      <dc:creator>Wolfgang Rehm</dc:creator>
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      <pubDate>Fri, 01 Apr 2011 10:37:00 GMT</pubDate>
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